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Vollständige Version anzeigen : Widerruf 14tägig: Ablehung wegen Registrierung


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D-Zug
22.05.2010, 15:13
Hallo,

ich habe bei einem Onlinehändler ein Sony Notebook gakuft, musste den Vertrag aber wiederufen, da ich mit dem Display nicht klar kam.
Doch der Händler akzeptiert den Widerruf nicht, da ich das Notebook bei Sony registriert habe.
Habe ich auch wirklich getan, da mich das NB dazu aufforderte.
Ich habe extra die Widerrufsbelehrung durchgelesen, doch ncihts dazu gefunden.
ist das wirklich rechtens?

MfG
Christopher

Nobody
22.05.2010, 15:43
Erstmal wenn ein Gerät mich auffordert es zu Regestrieren dann muss ich das nicht machen. Du springst ja auch nicht aus den Fenster nur weil es dir das book sagt.

Und nein es ist nicht rechtens. Der Verkäufer muss es in Deutschland innerhalb von 14 Tagen zurücknehmen und darf nicht einmal eine Begründung verlangen. Er kann höchstens einen ja ausgleich verlangen wegen der neuaufsetzung des OS. Und wenn das neu aufgesetzt sagt das book wieder das es bei sony regestriert werden muss. (Was man nie muss und was auch nicht zu entfehlen ist.)

loop
22.05.2010, 15:45
Nein, es ist nicht rechtens, denn du hast ein 14 Tägiges Wiederrufsrecht. Der Händler muss soetwas ohne Begründung zurücknehmen, kann aber wegen evtl. Kosten, Geld als Entschädigung verlangen.

PS: Da war einer schneller :D

Nobody
22.05.2010, 15:51
Tia loop Nobody war schneller... UND HÄNDE WEG VOM LÖSCHKNOPF loop :D

Leute nur weil euch ein Gerät fragt das es regestriert werden muss muss das nicht gemacht werden. Windows sagt auch das es bei Microsoft regestriert werden will (nicht aktivieren verwechseln) Aber das müsst ihr keinesfalls machen. Dier Herrsteller wollen nur eure Adressen haben und sehen wo ihre Geräte sind. Treiber etc bekommt ihr auch ohne Regestrierung. Und wenn ein Fenster immer wieder erscheint das ihr das Gerät regestrieren sollt könnt ihr das Fenster im Autostart blocken (msconfig und Systemstart.)

D-Zug
22.05.2010, 17:30
Hallo,

danke erstmal. Ich habe jetzt mal den Händler angeschriben, mal sehen, wie er reagiert.
Der Shop (ich will jetzt keinen Namen nennen) wird eigentlich immer sehr gut bewertet, da hoffe ich mal auf eine Einigung.
Was wäre denn eine angemessene Entschädigung.
Ich habe ja vor dem Widerruf mit der Recoveryfunktion das Notebbok in den Auslieferungszustand zurückversetzt.

Gruß
Christopher

Nobody
22.05.2010, 17:33
Das legt der Verkäufer fest. Sie ligt meist bei 5 % des Kaufpreises oder hat einen Festen wert je nach Verkäufer.

D-Zug
22.05.2010, 17:41
Also die 5% werde ich dem Verkäufer anbieten, er hat ja schließlich auch Aufwand wegen mir.

Gruß
Christopher

Nobody
22.05.2010, 17:59
Wobei ich mir nicht sicher bin ob das rechtens ist das der Verkäufer innerhalb der 14 Tage deswegen Geld verlangen darf.

Von daher währe ich damit vorsichtig.

D-Zug
22.05.2010, 18:06
Ich finde es halt echt seltsam (oder soll ich frech sagen), dass man sofort nein zum Widerruf sagt und nichtmal eine alternative gibt.
Ich warte mal ab, wie er man Dienstag reagiert.
Bist du eigentlich Anwalt oder sowas, weil du dich so gut auskennst?

Gruß
Christopher

Nobody
22.05.2010, 18:08
Ne ich bin NBJ Urgestein und wir hatten das Thea schon etliche malle. Und ein Anwalt hätte niemals Wobei ich mir nicht sicher bin ob das rechtens ist das der Verkäufer innerhalb der 14 Tage deswegen Geld verlangen darf.
geschrieben. Und ein Anwalt mit meiner Rechtschreibung währe bald Arbeitslos.

Carl
22.05.2010, 19:36
Sofern du keine Kratzer, Dellen oder ähnliches in das NB gemacht hast, es nicht aufgeschraubt, jenseits der Spezifikationen betrieben hast oder was man sonst noch so mit NBs machen kann und das Betriebssystem wieder in den Ursprungszustand zurück versetzt hast, darf dir der Händler gar nichts berechnen. Leider gibt es immer wieder ein paar schwarze Schafe, die es trotzdem machen.
Es ist mir auch schleierhaft, wie die Registrierung des NBs bei Sony den Wert des NBs verringern sollte.
Du hast aber die Widerrufsfrist eingehalten?

PS: Das der Verkäufer Aufwand mit deinem Widerruf hat, ist kein Grund den Kaufpreis nicht in voller Höhe zurück zu erstatten. Dieser liegt im Geschäftsmodell begründet und ist einfach unternehmerisches Risiko.

PPS: Falls du zur Bezahlung der Transportkosten (egal ob hin oder zurück) aufgefordert wirst, dann weigere dich.

MD97326
23.05.2010, 08:05
lese dir mal gründlich die AGB´s durch.

Dort können ergänzungen wie "Rückgabefolgen,Kulanzrücknahme,Annahmeverweigerung " vorgenommen sein die durchaus rechtens sind.

bespielsatz
Auch eine frühzeitige Produktregistrierung führt zu Wertverlusten, die Sie ersetzen müssen.

Rechtlich ist es ok da kein zwang zur Produktregistrierung besteht.

D-Zug
23.05.2010, 08:38
Hallo,

Danke für eure vielen Antworten.
Ich glaube langsam, der Verkäufer will mich betrügen.:eek:
Ich werde jetzt am Dienstag mit ihnen sprechen und eine Mail mit einer Frist von 7 Tagen zur Rückgabe des Geldes senden.
Könnt ihr mir vielleicht den Paragraphen sagen, auf den ich mich berufen kann?

Gruß
Christopher

MD97326
23.05.2010, 09:36
http://dejure.org/gesetze/BGB/312b.html

Necrosis
25.05.2010, 11:48
lese dir mal gründlich die AGB´s durch.

Dort können ergänzungen wie "Rückgabefolgen,Kulanzrücknahme,Annahmeverweigerung " vorgenommen sein die durchaus rechtens sind.


Das ist so nicht korrekt. Die AGB einer Unternehmung können in keinstem Falle sonstige gesetzliche Regelungen außer Kraft setzen (da musste ich mich auch schon durchkauen).

Viele AGB von Onlineshops sind teilweise ungültig, weil absoluter Schwachsinn drin steht, welcher nach dem Recht keinerlei Relevanz hat und auch nicht angewendet werden darf / kann.

In diesem Falle müsste der Händler mit einem besonders guten Argument kommen, weshalb sich der Wert des Notebooks durch die Registrierung vermindert habe... ein Arbeitsaufwand hiermit darf NICHT dem Kunden in Rechnung gestellt werden. Wie oben schon gesagt, solange man nichts herumgeschraubt oder gebastelt hat und nichts beschädigt ist muss er dir das gesamte Geld zurückgeben. Auch die (Rück-)Versandkosten, weil es über 40€ Warenwert sind.

Lass dich von dem nicht über den Tisch ziehen, aber normalerweise geben die schnell nach wenn du klarmachst, dass du dich da ein wenig auskennst.

D-Zug
25.05.2010, 12:22
Leute, ihr habt mich jetzt echt bestätigt.

Wenn sich der Shop bis heute Abend nicht meldet, werde ich Ihnen eine Frist setzen.
Kann man das auch als Email machen oder sollte ich doch lieber ein Eiscnhreiben verwenden.
Ich würde so etwa schreiben:

Sehr geehrte Damen und Herren,

bis heute, den 26.5.2010 habe ich beim Widerruf des Vertrages XXX von Ihnen mein Geld nicht wiedererhalten. Am 12.5.2010 habe ich mit Rücksendung der Ware den Vertrag bei Ihnen Widerrufen. Am 14.5.2010 wurde mir der Eingang der Ware bei Ihnen bestättigt. Doch am 22.5.2010 wurde dieser Widerruf mit der Begründeng einer erfolgten Registrierung bei Sony abgelehnt.
Nach Rücksprache mit verschieden Personen, die mit der gültigen Rechtslage bewandert sind, halte ich diese Begründung für rechtswiedrig (kann macn das hier schreiben?)
Mit Berufung auf § 312b Fernabsatzverträge fordere ich deshalb, dass der komplette Betrag von XXX Euro bis zum 1.7.2010 auf das bei der Rücksendung angebene Konto überwiesen wird.
Andernfalls werde ich die Angelegenheit einem Anwalt übergeben.

MfG


Was haltet ihr davon. Klingt das brauchbar?

Gruß
Christopher

Carl
25.05.2010, 13:39
An deiner Stelle würde ich das Einschreiben Einwurf (http://www.deutschepost.de/dpag?tab=1&skin=hi&check=yes&lang=de_DE&xmlFile=link1015122_3915#7825) verwenden. Dann kann sich der Händler nicht damit herausreden, dass er nichts bekommen hat und er kann das Einschreiben auch nicht ablehnen wie bei einem normalen Einschreiben (Dokumentation erfolgt dann durch den Postangestellten).

Den Text solltest du noch einmal Korrektur lesen.
Die Passage mit der Rücksprache solltest du weglassen, sieht sonst so aus, als hättest du keine Ahnung.
Die 4-wöchige Fristsetzung zur Zahlung finde ich persönlich fast ein wenig lang, in 4 Wochen kann viel passieren. 2 Wochen sollten für eine einfache Zahlung ausreichen (allerdings kenne ich mich mit den Fristen auch nicht so aus).
Juristisch korrekt wäre die Zitierung von §312d i.V.m §312b. In §312b geht es nur um Fernabsatzverträge allgemein, in §312d um das Widerrufsrecht im speziellen.

D-Zug
25.05.2010, 15:56
Hallo,

ich wollte euch nur auf dem laufenden halten:
Ich habe jetzt heute mit einem Mitarbeiter des Händlers gesprochen und sie lehnen den Widerruf ab, weil ein Aufkleber auf dem Gerät ist, der gesagt, dass ein Widerruf nichtmehr möglich ist, nachdem das Gerät mit dem Internet verbunden und registriert wurde.
Dies hätten sie mit ihrem Anwalt abgeklärt und sei rechtens.
Leider war der für Retouren zuständige Mitarbeiter nicht anwesend, deshalb konnte mir mein Gesprächsparnter nichts über Wertverlust sagen.

Wollen die mich nur einschüchtern oder ist da etwas dran?
Bei z.B. Notebooksbilliger tauscht ja etxra beim Widerruf deutlich auf, dass bei Registrierung Wertmiderung gezahlt werden muss:
http://www.notebooksbilliger.de/infocenter.php/section/revocation
Bei meinem Händler steht das aber nicht so da.


Gruß
Christopher

loop
25.05.2010, 16:23
Hol dir hilfe von einem Anwalt. Ich bezweifle mal, dass sie das mit ihrem "Anwalt" abgesprochen haben.
Außerdem kann dir hier niemand eine Garantie geben, was richtig ist und was nicht.

Nobody
25.05.2010, 16:34
Jo ich würde wirklich schon mal zumindest mit einen Anwalt drohen. Dann werden die einlenken weil Theoretisch ist es a nicht erlaubt. Und b wenn sie es nirgends in ihren AGBs stehen haben nicht rechtsfähig.