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Vollständige Version anzeigen : ATI's HyperMemory langsamer als dedizierter Speicher?


mad_zero
23.03.2006, 00:06
Prinzipiell von der Idee her finde ich HyperMemory ganz praktisch, aber bekanntlich ist jede SharedMemory-Lösung bei weitem langsamer als dedizierter Videospeicher.

Wie sieht das bei HyperMemory nun aus? Angenommen, ich hätte eine ATI Mobility Radeon X1600 mit 256 MB dediziertem Speicher und 256 MB HyperMemory. Wär die Grafikkarte dann so lange schnell, bis der dedizierte Speicher voll ist und die Grafikkarte auf den Arbeitsspeicher des Notebooks zugreift? Oder sind HyperMemory-Lösungen generell so langsam wie SharedMemory?

Grazer
23.03.2006, 01:39
Hallo.

Soweit ich weiß, greift die Karte erst auf den Haupt-RAM zurück, wenn der Grafik-RAM verbraucht ist (also nie, bei 256 MB^^). Langsamer wird sie dabei nicht, denn der Grafikchip bleibt ja der gleiche (deshalb lässt sich das auch nicht mit einer shared Memory-Lösung vergleichen). Der einzige Nachteil ist, dass dann weniger Haupt-RAM für Anwendungen zur Verfügung stünde.

mad_zero
23.03.2006, 08:03
Dann kann ich ja beruhigt sein. Danke für Deine Antwort. :)

Aber was mich noch interessieren würde: Ich habe mal irgendwo gelesen, dass ich für die ATI-Karten "Profile" vergeben lassen. Betrifft dies (auch) die HyperMemory-Verwaltung? So ließe sich dann ja theoretisch der Zugriff auf den RAM "manuell" freischalten, oder?

mariner76
23.03.2006, 14:32
@Grazer: da muss ich dir leider widersprechen: es kommt darauf an was die Grafikkarte auslagern muss. Wenn große Texturen berechnet und ausgelagert werden sollen, sind die 256 Mbyte bei aktuellen Spielen durchaus mal erreicht.
Nächster Punkt bei HyperMemory: die Speicheranbindung bzw. Interface:, So erreichen Grafikkarten mit "normalem" Speicher THEORETISCH über 30 GByte/s, PC-Hauptspeicher liefert beispielsweise bei zwei PC3200-Kanälen theoretisch 6,4 GByte/s...und schon haben wird den hausgemachten Flaschenhals. Und welchen Sinn hat bei einer X1600 256Mbyte zusätzlicher VRAM, der dann im Bedarfsfall nur über eine 64Bit-Speicheranbindung verfügt????
Man sollte sich nichts vormachen: HyperMemory und TurboCache sind Low-Cost Lösungen und bei Grafikkarten wie der X1600 mit angeblichen 512MB, reine Marketingparolen um Kunden zu blenden und letztlich was die Leistung anbetrifft über den Tisch zu ziehen (so hart das auch klingt, aber jeder Test dieser Karten beweist es aufs Neue) Hier kann ich nur sagen: FINGER WEG, wenn wirklich Leistung gebraucht wird.

Grazer
23.03.2006, 20:26
Aber es gibt noch keine Notebook-Grafikkarte mit 512 MB eigenem Speicher, oder? Außer natürlich 2 Grafikkarten à 256 MB in den neuen Notebooks (Cybersystem, Gericom)

@ mariner76 - Wieder was gelernt... :D

mariner76
24.03.2006, 10:17
@Grazer: wie sagte schon der große Konfusius: nicht fürs Leben lernen wir, sondern für die Katz... ;)
Aber back to topic: es ist natürlich einen Frage der Sinnhaftigkeit in einem Notebook eine Graka mit 512MB lokalem Speicher zu verbauen...also ich weiß nicht wie lange da dann die Laufzeiten bei mobilem Einsatz sind. Und dann wäre zu überlegen ob bei den neuen 6kg Notebooks nicht ein kleiner Barebone genauso geeignet wäre.
Nochmal was zu X1600: die Karte wird wohl nie an die Grenzen ihres Spechers kommen, da sie leistungsmäßig gar nicht die Auflösungen mit der entsprechenden Geschwindigkeit schafft, bei der mehr als 256 MB Speicher gebraucht werden....also wieder reines Marketing-BlaBla von Seiten der Hersteller !!!