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Vollständige Version anzeigen : Wie funktioniert eigentlich ein Fingerabdruckscanner?


mad_zero
28.03.2006, 11:57
Ja, das würde mich mal interessieren. Dass er die Struktur des Fingerabdrucks aufnimmt, ist logisch. Aber was passiert dann? Wird das Bild des Fingerabdrucks in eine ASCII-Zeichenkette umgewandelt?

Ferner interessiert mich, wofür sich so ein Fingerabdruckscanner noch nutzen lässt. Dass man sich damit das Merken und Eintippen des Kennworts beim Windows-Login sparen kann ist ja schon eine feine Sache, aber gilt dies auch für Authentifizierungen auf Websites?

Herb74
28.03.2006, 13:02
meinst du jetzt, ob die zugehörige software quasi ein passwort "kreiert", das du dann auch auf jeder website nutzen kannst, egal wie diese geschaffen ist und auch wenn sie diesen scanner nicht kennt?

milko
28.03.2006, 13:15
Zur Umwandlung kann ich nichts sagen - jedoch stelle ich mir vor, dass das Gerät die Daten binär umwandelt. Allerdings gibt es zur Zeit zwei verschiedene "Abtastmodelle". Das erstere liest die "Daten" der Fingeroberfläche, sprich die Hautstruktur ab. Das Problem dabei ist, dass trockene, rissige Haut oder verletzte Haut im schlechtesten Fall "nicht erkannt" wird, was zur Folge hat, dass man sich mit dieser Art Fingerabdruckscanner nicht mehr indetifizieren lassen kann. Darüber hinaus sprechen Kritiker von einem möglichen Sicherheitsproblem, wie immer das auch begründet sein mag (ich denke mal eine "Kopie" der Hautstruktur). Das zweite Modell, welches in Kürze diese Art von Fingerabdruckscannern ersetzen soll, liest die Venenstruktur aus, welches als unverkennbares Identifizierungsmerkmal gilt. Vorteil: weniger anfällig für Hautiritationen irgendwelchen Art und ein Höchstmaß an Sicherheit.

Zur Anwendung:
Du kannst diesen Scanner auch zur Authentifizierung von gesicherten Webseiten benutzen.

mad_zero
28.03.2006, 13:35
meinst du jetzt, ob die zugehörige software quasi ein passwort "kreiert", das du dann auch auf jeder website nutzen kannst, egal wie diese geschaffen ist und auch wenn sie diesen scanner nicht kennt?

Ja, genau das meinte ich. Ob die zum Scanner gehörige Software quasi wie eine OCR-Software arbeitet, also den gescannten Abdruck in eine Art Raster einfügt. So könnte eine Erhebung an einer bestimmten Position beispielsweise eine 1 darstellen, eine Senkung eine 0.

Dass die "alte" Version der Abdruckscanner Probleme bei zum Beispiel verbrannten Fingern haben, ist logisch. Aber dafür hat man doch die Möglichkeit, mehrere Finger oder parallel ein Kennwort zu vergeben, oder?

Wie zuverlässig arbeiten diese "alten" Scanner eigentlich unter normalen Umständen?

milko
28.03.2006, 13:45
0 und 1 - das wäre dann binär ;).

Ein Bekannter hat an einem Medion Notebook solch einen Scanner und kommt damit gut zu Recht. Ich würde behaupten, dass der Scanner etwas mehr Komfort mit sich bringt, da lästiges Tippen entfällt. Allerdings ist er auch nur so sicher, wie die Passwörter (auf der Festplatte) verschlüsselt sind.