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Leser-Tests Hier werdet ihr zum Notebook-Tester. Unsere Checkliste hilft euch beim Schreiben.

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Alt 20.04.2008, 13:26   #1
Daryush Ghassemi
*********
 
Benutzerbild von Daryush Ghassemi
 
Registriert seit: 10.05.2005
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Beiträge: 72
Renommee-Modifikator: 19Daryush Ghassemi ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
ThinkPad R61 UV1DJGE

Vorbemerkung – Gründe für die Wahl des Notebooks
Ein ThinkPad für unter 400,- Euro – das macht natürlich neugierig, und die Frage drängt sich auf, aus welchem Grund Lenovo ein solches „Kampfpreis“-Gerät ins Rennen schickt.
Vielleicht will man an Tiefstpreis-Anbieter verlorene Marktanteile zurückgewinnen?
Aber andererseits sollten sich die ThinkPads doch in einem anderen Marktsegment bewegen, wo die Kaufentscheidung nicht hauptsächlich vom Endpreis dominiert wird.
Wie kommt überhaupt dieser für ThinkPads unglaublich günstige Preis zustande?
Wurde hier massiv an der Qualität gespart?
Oder hat man bei Lenovo massiv „auf Halde“ produziert, und muss nun zusehen, wie man die Überproduktion unter’s Volk bringt?
Fragen über Fragen, von denen dieser Erfahrungsbericht zumindest einige zu beantworten versucht...


Technische Daten
  • Celeron M 540 1,86 GHz – CPU
  • 1024 MB 667MHz-DDR2 SDRAM
  • 15" XGA TFT (1024 x 768 Pixel)
  • Intel GMA X3100 – Grafik
  • 80 GB-SATA-Festplatte mit 5400rpm
  • DVD-Brenner
  • Modem, 100MBit-Lan, WLAN
  • 3 USB 2.0 – Ports
  • PC-Card Slot
  • Docking-Schnittstelle
  • Fingerprint-Reader
  • Akkulaufzeit laut Hersteller bis zu 2,0 Stunden
  • Gewicht ca. 3 kg


Der erste Eindruck
Beruhigt stelle ich fest:
Von der Haptik und der Verarbeitung her entspricht dieses Notebook dem R60e; an der Fertigungsqualität wurde also glücklicherweise nicht gespart, alle neueren R-Serien-Modelle scheinen also dieselbe gute Qualität zu haben.
Deswegen erlaube ich mir auch der Einfachheit halber, bezüglich der Verarbeitung meine Beurteilung von dem R60e 0657-KCG (http://www.notebookjournal.de/forum/...ead.php?t=8662) zu übernehmen:
  • Tastatur: 4/5
  • Displaydeckel: 4/5
  • Displayscharniere: 5/5
  • Stabilität Handballenauflage: 4/5


Ergonomie
Auch was die Eingabegeräte angeht, weist das UV1DJGE die gewohnt hervorragende ThinkPad-Qualität auf.
Im Gegensatz zum vorher getesteten R60e ist hier neben dem TrackPoint zusätzlich auch ein TouchPad verbaut – für die allermeisten ein Pluspunkt, ich persönlich hätte allerdings auch dessen Abwesenheit verschmerzen können.
Einen Minuspunkt gibt es aber aufgrund der Geräuschentwicklung:
Bei dem R61 UV1DJGE ist der Lüfter viel häufiger zu hören als bei dem R60e 0657-KCG – und das, obwohl beide nur über eine Celeron-M-CPU-verfügen.
Vielleicht liegt es ja an Windows Vista – das R60e 0657-KCG hatte mit Windows XP deutlich geringere Lasten auf seinen Schultern zu tragen.


Mobilität
Einen Test der Akkulaufzeit konnte ich leider nicht machen.
Die vom Hersteller angegebene Akkulaufzeit von bis zu 2,0 Stunden reicht aber schon für eine tendenzielle Betrachtung – mit dem UV1DJGE kann man nicht wirklich lang fern einer Steckdose arbeiten.


Testwerte
Detaillierte und gründliche Tests werden sicherlich von dem Notebookjournal nachgereicht werden, deswegen hatte ich mich auf ein paar wenige Test beschränkt:
  • Start Windows Vista: ca. 2 min 35 Sek.
  • Start Word 20007: ca. 8 Sek.
  • Start Firefox: ca. 3 Sek.
  • Start OpenOffice 2.2.1 : ca. 24 Sek.
  • PC Mark Vantage: 1116 PCMarks
  • Geekbench2 score: 1480

Es fällt vor allem auf, dass der Rechner deutlich länger zum Hochfahren benötigt als der mit Windows XP ausgestattete R60e. Befreit man aber das System von unnötigem Ballast (beispielsweise von automatisch startenden Programmen mit zweifelhaftem Nutzwert), so dürfte der Wert um einiges besser ausfallen.


Zwischen den Stühlen, aber doch zu Empfehlen
Das UV1DJGE sitzt ein wenig zwischen den Stühlen:
Für ein klassisches Business-Notebook ist es mit dem vorinstallierten Windows Vista einen Hauch zu langsam; zudem werden die meisten Firmen-Anwender Vista Business und nicht Vista Basic einsetzen wollen.
Und für ein Entry-Notebook ist es von der Ausstattung her „fehldimensioniert“ – die Dockingschnittstelle und der Fingerprint-Readers sind preissensiblen Einsteigern herzlich egal, stattdessen wünscht sich dieses Klientel lieber eine Webcam, eine bessere Grafiklösung, und ähnlichen Firlefanz.
Da sich die eher Business-typische Ausstattung aber nicht auf den Preis auswirkt, können auch Einsteiger unbesorgt zu diesem Notebook greifen, und eine für diese Preisklasse ungekannte Verarbeitungsqualität für sich nutzen.


Fazit
Wie der wirklich unglaubliche Preis zustande kommt, kann ich immer noch nicht sagen.
Zudem muss die Frage erlaubt sein, ob sich Lenovo mit einer so aggressiven Preisstrategie auf lange Sicht nicht selbst das Wasser abgräbt.
Den um die preissensibelsten Kunden können die ThinkPads nicht auf Dauer konkurrieren, ohne die angestammte Business-Klientel zu vernachlässigen.
Vielleicht wird sich dieser Kampfpreis (auf lange Sicht gesehen) in der Tat auch negativ auf die Qualität auswirken, da mit den verkauften Einheiten naturgemäß auch die Supportkosten steigen, welche an anderer Stelle wieder eingespart werden müssen.
Im Moment aber kann man unbesorgt zu dem UV1DJGE greifen, und ein absolutes Schnäppchen machen.
Denn die Befürchtung, dass Lenovo auf Kosten der Qualität einen derart niedrigen Preis ermöglichen konnte, bewahrheitet sich Gott sei Dank nicht.
Dieses Notebook macht einfach Spaß, nicht zuletzt aufgrund des phantastischen Preis/Leistungs-Verhältnisses. Insbesondere, dass neben einer Docking-Schnittstelle auch FingerPrint-Reader verbaut wurde, übertrifft die Erwartungen.
In erster Linie ist dieses Notebook Anwendern zu empfehlen, die ein günstiges und Dockingfähiges Office-Notebook suchen, und noch im Besitz einer WindowsXP-Lizenz sind.
Denn mit Vista läuft das UV1DJGE einen Hauch zu zäh.


Pro & Contra
+ hervorragendes Preis/Leistungs-Verhältnis
+ gute bis sehr gute Verarbeitung
+ hervorragende Eingabegeräte
+ gutes Display
+ Docking-Schnittstelle und Fingerprint-Reader
- etwas lauter als das R60e 0657-KCG
- etwas unterdimensioniert für Windows Vista
- nur einjährige Garantielaufzeit
- geringe Akkulaufzeit


Preis/Leistungsverhältnis
Herausragend
Angehängte Dateien
Dateityp: zip PerfRes.zip (81,2 KB, 4x aufgerufen)
__________________
"Eure Mittelmäßigkeit spornt mich zu neuen Mindestleistungen an."

Geändert von Daryush Ghassemi (20.04.2008 um 13:42 Uhr).
Daryush Ghassemi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.04.2008, 10:16   #2
tuxpad
Neuer Leser
 
Registriert seit: 16.04.2008
Beiträge: 3
Renommee-Modifikator: 0tuxpad ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
AW: ThinkPad R61 UV1DJGE

Eure Einschätzung, das Vista nicht das geeignete OS für dieses Notebook sei, kann ich aus eigener Erfahrung teilen.
Nach der Installation von Windows XP veränderte sich folgendes:

* Booten bis Desktop (aktueller Patchlevel, mit Antivirenprogramm) in <45 Sekunden
* Im Betrieb sehr leise, Lüfter läuft selten
* Akkulaufzeit mit WLAN ca. 3 Stunden

Die Treiber sind auf der Lenovo Website verfügbar, die SATA-Treiber lassen sich nachträglich einspielen, sofern man im Bios SATA auf "Compatibility" gestellt hat. Beim Soundtreiber ist zu beachten, dass man bei Lenovo vorher den HD-Audio Treiber herunterlädt und installiert.

Nach dieser Arbeit ein Top-Gerät zum kleinen Preis, selbst wenn man die zusätzliche XP-Lizenz mit 60 Euro einrechnet. Von den Lenovo XP-Recovery-Disks würde ich abraten, weil das System durch zuviel unnötige Software ausgebremst wird. Daher lieber eine separate XP-Lizenz erwerben.

Das Gerät gibt es übrigens bei einem bekannten Notebookhändler für Euro 399,-- mit 1,5 GB Ram.

Grüsse an alle Interessierten,

tuxpad
tuxpad ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.04.2008, 10:18   #3
tuxpad
Neuer Leser
 
Registriert seit: 16.04.2008
Beiträge: 3
Renommee-Modifikator: 0tuxpad ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
AW: ThinkPad R61 UV1DJGE

Nachtrag:

Bei selbigem Händler kann 3 Jahre Vor-Ort-Service für Euro 179,-- bis 90 Tage nach Kauf des Notebooks erworben werden.
tuxpad ist offline   Mit Zitat antworten
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