Vormerkung: @Intel und Acer Ich unterstehe keiner NDA bzgl. des Centrino 2. Dieses Gerät ist am 04. Juli ganz normal in einem Ladengeschäft erworben worden.
Bilder werden noch nachgereicht. Leider habe ich zurzeit nur Zugriff auf ein N82 als Photoapparat und die Bilder hiermit sind eher schlecht, wenn man so was wie Notebooks knipst.
Aber kommen wir zum wichtigen, der Test. Fehler seinen mir verziehen. Es ist unter Zeitdruck entstanden und ist mein erstes Review. Fehler seien mir also verziehen.
Motivation des Kaufes:
Tja, was soll man hier großartiges Schreiben. Nach Jahren der privaten Nutzung ist leider mein treues Acer Travelmate 291 den traurigen Tod eines durchgebrannten Motherboards verstorben. Also musste schnellsten Ersatz her.
Ich nutze mein Notebook als Desktopersatz (Softwareentwicklung, Multimedia und Office Arbeiten) und somit sollte das neue Gerät entsprechen leistungsfähig sein.
Allerdings sollte das Gerät trotzdem weiterhin eine gewisse Mobilität bieten, da ich öfters privat mit Zug und Flugzeug unterwegs bin. Neben meinen Job studiere ich noch und so bleiben mobile Ausflüge in die Bibliothek nicht aus.
Entsprechend bliebt bei diesem Profil eigentlich die maximale Grenze von 15“ bei den Ausmaßen übrig. Da ich gerne das eine oder andere Spielchen drauf zocken wollte, blieben also am Ende faktisch genau nur die 15,4“ übrig.
Normalerweise würde ich gerne ein WXGA+ oder WSXGA+ Display haben wollen, aber ich gebe der Displayqualität den klaren Vorzug (Helligkeit, Kontrast, Fipp-Freiheit).
Als maximales Budget setzt ich mir die Grenze bei 1400 € . Nach einem kleinen Debakel mit Asus erblickte ich am Freitag das Acer 5930 bei Atelco als verfügbar und es scheint ja genau auf meine Anforderungen zu passen und so kam ich zu einem der ersten Centrino 2 Notebooks.

[Ergänzung durch Notebookjournal - bitte ergänze dennoch deine Bilder :-) ]
Aber erstmal was mich überzeugt hat, das Datenblatt.
Datenblatt & Preis:
Atelco hatte das Acer Aspire 5930G-944G32BN mit folgender Konfiguration für 1199 € anzubieten:
Intel® 2 Core 2 Duo T9400 (6 MB 2Level Cache, 1066 MHz FSB)
Intel PM45 Chipsatz
15,4” mit WXGA Auflösung
4096 MB DDR2-Ram (Samsung Bausteine mit 5-5-5 Werten)
320 GB SATA-2 Festplatte (WD3200BEVT mit 8 MB Cache/5400 U/Min)
NVIDIA GeForce 9600MGT mit 512 MB GDDR3
Blue-Ray-ROM/DVD-Brenner Multiformat-DVD-Brenner
Intel WiFi Link 5100
Also alle Zutaten einens moderenen Centrino 2 Notebooks.
Die Anschlüsse spare ich mir hier, da sie später behandelt werden.
MICROSOFT Windows Vista Home Premium
Maße (B/T/H): 36,6/27,4/3,3 -4,3 cm
Gewicht: 2,9 kg
Service: 24 Monate Pick-up-Service
Shop & Lieferung:
Also ab nach dem Feierabend zur Filiale von Atelco. Was bleibt zu Atelco zu sagen?
Kaufe dort seit mittlerweile einen Jahrzehnt allen möglichen Rechnerkram. Auch wenn die Mitarbeiter, typischerweise für Computerbuden, sehr oft relativ wenig Ahnung haben, manchmal bisschen mürrisch wirken und Atelco sehr gesalzene Preise hat, muss ich einfach deren Kundenservice loben.
Egal ob Garantiefall oder Gewährleistungsanspruch, egal wie schwer ein Problem auch nachzuvollziehen war, bisher wurde mir wirklich immer im Laden unproblematisch und unbürokratisch geholfen. Deswegen habe ich auch keine Probleme dort ein Notebook zu kaufen.
Bestes Beispiel für den Service ist die Tatsache, dass ich genau jenes Exemplar, welches ich kaufen wollte, mir genau anschauen konnte bevor ich es mitnahm.
Die umgebende Verpackung des Gerätes ist in typischer Acer - Manier sehr unspektakulär geraten. Aber wir kaufen ja keine Verpackung, also kommen wir zum Gegenstand der Begierde welches sehr gut verpackt drin liegt.
Gehäuse, Verarbeitung und Design:
Das 5930 erscheint im überarbeiteten Gemstone Design mit dem Namen Gemstone II, welches große Ähnlichkeiten zu dem Gemstone Blue Design der Modelle 6290/8290 besitzt.
Bzgl. der Farbgestaltung wählte Acer diesmal eine anthrazitblaue - schwarze Innenseite. Die Tastatur ist im Gegensatz zum 5920er in schwarzer Farbe mit weiß-farbiger Beschriftung gehalten. Somit verunstalten Coca Cola - Finger die Tastatur und Handballenauflage nicht mehr so stark wie beim beigen 5920. Handballenauflage und Rahmen um die Tastatur sind in der anthrazitblauen Farbgebung gehalten. Der Innenrahmen des Displays ist mit schwarzem Softlack überzogen. Vor allem die anthrazitblauen Teile haben einen schönen metallischen Effekt.
Kombiniert wird dies mit einer schwarzen Gehäuseunterteil und einem Displaydeckel, welcher auch mit dem schwarzen Softlack überzogen ist. Der Acer – Schriftzug auf dem Deckel ist leicht durchsichtig und wird mit einer blauen Diode illuminiert. Leider sind aber die Softtouch-Oberflächen sehr stark anfällig für Fingerabdrücke und Kratzer. Wer schön sein will, muss auch leidensfähig sein.
Die Scharniere sind komplett verkleidet mit Plastikbauteilen in Softlack-Finish, so dass man schwer einschätzen kann wie robust sie sind. Definitiv treten keine Geräusche beim Bewegen des Displaydeckels auf und die Scharniere halten die Displayeinheit sehr gut in Position und selbst im Zug wackelt hier sehr wenig.
Beim Displayverschluss ist nun deutlich konventioneller ausgefallen und ist nun so ein typischer Schiebeschalter zur Entriegelung der beiden Hacken. Die Kamera ist jetzt Bestandteil des Displayrahmens.
Die bekannten Rundungen und Designmerkmale der bisherigen Gemstone Designs sind weiterhin vorhanden. Um den Einschaltenopf gibt es zum Beispiel einen Leuchtkranz, welche Blau im Betrieb und Orange im Suspend to Ram illuminiert wird.
Die Unterseite beinhaltet den kräftigen Subwoofer und Akku. Leider ist die Abdeckung unter dem sich der Arbeitsspeicher, Festplatte usw. verbergen immer noch eine Einheit und relativ schwer zu entfernen, da er neben vieler Schrauben auch noch durch Plastikklipps fixiert wird. Aber ansonsten ist die Unterseite so stabil wie der Rest des Gerätes. Der Akku wird durch einen Verschlussmechanismus sehr stabil festgehalten und er dürfte nicht einfach rausfallen. Der Betrieb ohne Akku ist auch möglich. Daneben wackelt das Gerät auf planer Fläche nicht.
Das Gehäuse ist also insgesamt sehr stabil und gibt auch bei Druck fast an keiner Stelle nach. Lediglich der Displaydeckel gibt leicht nach beim Druck, aber es treten so gut wie keine Farbverfälschungen auf.
Das Gerät wirkt in dieser Farbgebung deutlich edler als das 5920. Kombiniert mit der allgemein guten Verarbeitung des Gehäuses ist ein Gerät, welche eine gute „Haptik“ besitzt.
Als Besitzer arbeitet man sehr gerne mit dem Gerät, obwohl es ein kleiner „Fatboy“ ist.
Leider ist auch diesmal das Gerät bisschen wuchtiger in der Formensprache und Ausmaßen ausgefallen als andere 15,4“ Geräte. Ist aber Geschmackssache, wie man dies findet.
Dafür stimmen die anderen Werte und somit hat der „Fatboy“ bereits nach dem Auspacken die ersten Sympathien beim frischen Besitzer geweckt.
Aber die beste Verarbeitung nützt gar nicht ohne vernünftige Eingabegeräte.
Tastur, Touchpad und Fingerprint-Reader:
Die Tastatur des Acer Aspire 5920G bietet einen sehr guten Schreibkomfort.
Die Tasten sind ausreichend groß dimensioniert, wobei die ENTER - Taste sogar Desktopgröße hat und zweizeilig realisiert ist. Das gewählte Layout, besonders bzgl. der Sondertasten wie Bild Auf usw., ist auch für Vielschreiber sehr gut geeignet.
Die Tasten haben einen gut spürbaren, relativen kurzen Hubpunkt. Zum angenehmen Tippgefühlt trägt auch die gute Aufhängung ihren Anteil bei. Lediglich auf der rechten oberen Seite federt die Tastatur leicht ab bei der Eingabe. Definitiv eine der besseren Notebooktastaturen auf dem Markt. Durch die schwarze Färbung diesmal auch weniger empfindlich als beim 5920.
Links und rechts der Tastatur ist jeweils eine Leiste mit Zusatztasten angeordnet.
Mit den Tasten auf der linken Seite kann man WLAN und Bluetooth de-/aktivieren bzw. den Webbrowser und das Mailprogramm starten. Dabei leuchtet die WLAN Taste bei aktivierten WLAN in der Farbe Orange und bei Datenaktivität blinkt sie in dieser Farbe. Bluetooth ähnlich dieser, nur mit blauer Beleuchtung.
Die Tasten an der rechten Seite dienen der Steuerung von Mediaplayer und sind sogenannte „Soft-Touchtasten“. Leider kommt immer wieder ausversehen an diese Tasten, was zu einem Start des Mediaplayers führt.
Das Touchpad ist sehr groß, wobei es ein bisschen zu breit ausfällt, und leicht versenkt im Gehäuse. Die Gleitfähigkeit ist mit trockenen und fettigen Fingern gegebenen. Die Oberfläche ist dabei leicht angeraut und vermittelt ein sehr angenehmes Gleitgefühl. Die beiden Touchpad-Tasten haben ein klasse Handling, denn die Aufhängung der Tasten ist Acer sehr gut gelungen. Egal ob man seitlich oder mittig die Taste bestätigt, es wird ein Klick ausgelöst. Auch ist das Geräusch der beiden Tasten sehr angenehm und gibt eins gutes akustisches Feedback über die Betätigung.
Dort wo früher der Scrollbutton zu finden war, ist nun ein Fingerprint-Reader zu finden. Diesen kann man natürlich zur Authentifizierung nutzen, wie zum Beispiel beim Anmeldevorgang. Es können alle zehn Finger eingescannt und genutzt werden. Zusätzlich bittet die zugehörige Software Zusatzfunktionen, womit man den Reader zum Beispiel als Scrollwheel nutzen kann. Habe nur ein paar Minuten mit dem Reader gespielt, aber es scheint alles ganz gut zu funktionieren.
Neben den Eingabegeräte sollte natürlich auch das Display überzeugen.
Display:
Das Display hat in dieser Version leider nur eine WXGA Auflösung.
Dafür gibt es bzgl. der Qualität sehr wenig zu bemängeln. Das Display ist sehr hell (geschätzte 200 cd/m2, vielleicht sogar mehr). Kontrast ist gut. Ausleuchtung ist relativ gleichmäßig (leichter Abfall von unten nach oben).
Blickwinkel ist sowohl horizontal als auch vertikal absolut ausreichend um mal auch einen Blue-Ray Spielfilm zusammen anzuschauen. Bei Spielen und Spielfilem sind keine Schlieren festzustellen.
Die Spiegelung ist zwar vorhanden, stören aber wegen der starken Helligkeit sehr wenig.
Insgesamt gefällt das Display dem Tester sehr gut.
Doch auch sollte ein Notebook nicht bei den Anschlüssen geizen.
Anschlüsse (und Steckplätze):
Auf der rechte Seite findet sich zuerst ein RJ45 Modem Anschluss. Daneben liegen 2 x USB 2.0 Anschlüsse übereinander, welche bei einem zu breiten USB Stecker die Schublade des Blue-Ray Laufwerks behindern bzw. sich in der Höhe auch gegenseitig behindern. Hier hat Acer leider nicht nachgebessert gegenüber dem 5920, sondern die Situation sogar verschlimmert.
Des Weiteren sind hier die drei Audiobuchen zu finden, welche nun (endlich) nicht mehr an der Front sind. Digitaler Audioausgang ist über eine Audiobuchsen auch noch vorhanden (SPDIF).
Auf der linken Seite fällt zuerst ein großer Geheimnisvolle Schnittstelle auf. Auflösung ist, dass Acer wohl zukünftig auch in dem Consumer Modell eine Dockingstationschnittelle anbietet mit den Namen: Acer Easyport IV. Die ersten Spezifikation für diese Dockingsstation sehen ganz gut. Von DVI bis Netzwerk ist alles vorhanden auf dem Easyport IV.
Weiter finden sich auf dieser Seite der HDMI und VGA Anschluss. SVHS scheint wegrationalisiert worden zu sein. Darauf folgt die USB 2.0 /eSATA Kombi Schnittstelle mit sehr viel Platz drum herum, so dass hier auch sehr breite oder hohe Stecker ihre Heimat finden können. Selbstverständlich hat Acer auch eine Gigabit-Ethernet Schnittstelle dem Nutzer zur Verfügung gestellt.
Ganz vorne auf der rechten Seite finden wir den Kartenleser und den ExpressCard34/54 Steckplätze. Leider sind beide nur mit klapprigen Plastikeinschüben geschützt.
Vorne verblieben ist ein USB 2.0 Anschluss mit eingeschränkter Nutzbarkeit wegen der hervorstehenden Lippe der Handballenauflage. Neben der Lautstärkeregelung ist ein CIR (Consumer Ir) Empfänger zu finden.
Auf der Rückseite ist nur der Netzstecker zu finden.
Als „drahtlose“ Schnittstelen fällt auch Bluetooh und WLAN nicht. Bluetooth habe ich noch nicht getestet.
WLAN wird mit der neuen WiFi Link 5100 von Intel realisiert. Vorteile zu vorherigen Centrino WLAN Karten kann ich nicht aufzählen. Treiber erscheint sehr gleich. Empfang ist sehr gut, ebenso die erreichte Geschwindigkeit.
Das Gerät besitzt daneben eine freinen Mini-PCI-Express Slot, welcher unter der Bodenabdeckung direkt verfügbar ist. Die Graphikkarte sitzt in einem MXM Slot.
Insgesamt ist die Ausstattung an Schnittstellen vorbildlich. Einzige Kritikpunkte sind die Anordnung der USB Anschlüsse bzw. die Limitierung bei der Größe der eingesteckten USB - Stecker und das Fehlen von SVHS und vielleicht wäre ein Displayport für die Zukunft noch schön. Aber Acer verdient wirkliche ein Lob an dieser Stelle. Alles an modernen Schnittstellen ist dabei.
Vorhanden im Gehäuse, aber nicht genutzt, ist der Platz für einen Antennenanschluss, so dass es wohl auch hier Modell mit integrierten DVB-T Empfänger geben wird.
Lautstärke und Hitzeentwicklung:
Im Office - und Idle - Betrieb hat das Gerät eine Geräuschkulisse, welche noch in einem akzeptablen Rahmen liegt. Leider läuft der Lüfter auf einer hörbaren Stufe 1 nach ca. 5 Minuten Betrieb und verbleibt hierbei. Ein hochdrehen des Lüfters konnte im Office Betrieb nicht beobachtet werden.
Empfindliche Nutzer, wie der Verfasser zum Beispiel, könnten sich hier dran stören. Hierbei weise ich auf die Subjektivität des Nutzers auf und rate jedem Käufer genau hinzuhören.
Im Spielbetrieb dreht der Lüfter um zwei weitere Stufen hoch, bleibt aber für Hochleistungsbetrieb in einem sehr akzeptablen Rahmen.
Im Prinzip ist es klar, dass starke Komponenten auch eine starke Kühlung benötigen. Allerdings ist mir persönlich der Lüfter auf Stufe 1 einfach zu laut. Hier gibt es wesentlich bessere Beispiele von Asus oder Samsung. Daneben scheinen die sehr engen Lüftungschlitze und daraus resultierende Luftverwirbelungen eine Mitschuld an der Geräuschkulisse zu tragen.
Die Hitzeentwicklung bei dem Gerät bleibt Acers Problemfeld. Im Office-Betrieb wird das Gerät eher lauwarm und alles ist im grünen Rahmen. CPU und GPU dümpeln bei 33° C respektive 49° C vor sich her.
Beim Anfordern der Leistung erwärmt sich aber die untere Seite sehr, aber zumindest gefühlt nicht mehr so stark wie beim 5920. Leider gibt es nun auch eine Erwärmung direkt über dem Touchpad, wo runter die Festplatte liegt, was sehr unangenehm werden kann. Daneben kommt es zur bekannten Erwärmung des linken-oberen Teil der Tastatur durch die darunterliegende CPU und vor allem die Graphikkarte, wie es auch beim 5920 der Fall war. Die GPU erreicht bei höchster Anforderung (Crysis Ice Level) so bis zu 86° C. Bei weniger forderenden Abschnitten sind es so um die 80° C. Die CPU bekam ich nicht über 51° C. Über die Hitzeentwicklung des Intel PM45 kann ich leider nicht viel sagen, da dieser unter einem Kühler/Heatpipe mit der CPU hängt.
Akkulaufzeit
Das Acer Aspire 5930G verfügt über einen 4400mAh Akku mit sechs Zellen. Es ist also leider nur der kleine Akku dabei.
Trotzdem kann das Gerät mehr als akzeptable Laufzeiten erreichen.
Im reinen Sufbetrieb über WLAN und angepassten Energieeinstellungen mit 60% Helligkeit erreicht, dass Gerät fast drei Stunden Laufzeit.
Wenn man richtig CPU Leistung abfordert sind immer noch ca. 1 Stunde und 40 Minuten möglich.
Insgesamt also ein gutes Ergebnis wenn man die Laufzeit, Ausstattung und Akkugröße in Verhältnis setzt.
Wer wirklich auf den Akku angewiesen ist, wird wohl nicht um ein größeres Modell herumkommen. Zumindest sollte man zwei Vorlesungseinheiten mitschreiben können, wenn man entsprechend das Gerät einstellt.
Interessant wäre was hier der Centrino 2 Plattform geschuldet wird.
Benchmarks:
Genug des Geschwaffels………..was bringt also Centrino 2 von der Leistung her? Der Akkulaufzeit schadet es zumindest nicht. Beim alltäglichen Arbeiten gibt es auch kein "Boah" Effekt. Also mal nachschauen ob syntethitische Test bahnbrechende Performance zu Tage fördern.
Alle Benchmark mit Lieferzustand. Energieprofil auf „Höchste Leistung“. Lediglich McAfee deinstalliert.
Erstmal ein paar Tests der CPU und Plattform Leistungsfähigkeit:
Cinebench R10:
Single Core: 2830
Dual Core: 5151
Super PI:
1M: 18 Sekunden
2M: 43 Sekunden
32M: 1180 Sekunden
Povray 3.6
896 Sekunden
PCMark 05
6211 Punkte
PassMark
744 Punkte
Alle Werte sind nicht schlecht. Bahnbrechendes ist aber nicht zu finden. Einsatz von DDR2 800 ändert die Perfomance in manchen Benchmarks im Rahmen von 2% bis 4%. In manchen Benchmarks, wie auch in Spielen, hat der schnellere Speicher gar keine Auswirkung. Primär dürfte hier die IGP Lösung von Intel von der erhöhten Datentransferrate profitieren. DDR2 667 im Dual Chanel Betrieb liefert also ausreichend Bandbreite für den 1066 MHz FSB.
Kommen wir nun in den Bereich der GPU Leistungsfähigkeit. Faktisch ist die 9600M GT nichts anderes als eine höher getaktete 8600M GT. Der G96 Chip entspricht abgesehen, vom Die Shrink fast dem G86, was die nachfolgenden Ergebnisse sehr deutlich zeigen. Die 9600M GT im 5930G besitzt GDDR-3 Ram mit einem Takt von 800 MHz.
3DMark 2006 (Deafault Settings)
3DMark 2006 (1280*1024) 5211 Punkte
3DMark 2006 (1280*800) 5762 Punkte
Crysis:
1024*768 (GPU-Benchmark, kein AA, kein AF, Medium Settings, V 1.21): 25,5 FPS
Age of Conan:
1280*800 (2*AA, 4*AF, High Setting (ausgeschaltete Schatten, Wasser nur Boden, Partikeleffekte auf mittel)
Beobachteteter Durschnitt: 32 FPS
Alt-Tarantia Ehrenalle mit Blick auf Reichenviertel: 22 FPS
World in Conflict
1024*768 (Standard-Benchmark, Medium Settings): 32 FPS
1024*768 (Standard-Benchmark, High Settings): 17 FPS
Fazit:
Insgesamt gefällt mir das Gerät (falls man seine Erwartungen nicht zu sehr gesteigert hatte).
Centrino 2 ist da! „Na und?“ sage ich mal hier als Fazit.
Weltwunder waren nicht zu erwarten. Es ist ein halt ein evolutionäres Update der Notebookplattform von Intel. Ebenso ist die 9600M GT keine Revolution, sondern nur konsequente Evolution seitens NVidias.
Aber die Evolution in der Form des 5930 hat eine sehr schöne Frucht hervorgebracht.
Die Leistung ist mehr als in Ordnung. Spiele, mit Einschränkungen, laufen problemlos.
Akkulaufzeiten sind für die Ausstattung sogar sehr gut.
Auch die Evolution des Gemstone Designs betrachte ich als sehr geglückt. Gemstone II sieht einfach unverschämt gut aus.
Die wichtigsten Kritikpunkte von mir, wären die Lautstärke im Office Betrieb, die Erhitzung, vor allem durch die GPU, im Spielbetrieb, zu viel Einsatz von Softtouch Lack und viel zu viel vorinstallierte Software.
Für 1199 € bekommt man ein schickes, dickliches, gut verarbeitetes Notebook mit ausreichend Leistung für die meisten Einsatzgebiete. Dabei ist das Gerät in jedem Fall mobil. Wer nicht so Empfindlich ist bzgl. der Lautstärke kann ruhig zugreifen.
