Moderne Notebookprozessoren sind wahre Wunderwerke in Sachen Energieeffizienz. Sie können nicht benötigte Teile einfach abschalten und senken so ihre Leistungsaufnahme. Bei vergleichbarer Leistung benötigen sie wesentlich weniger Energie als ein Desktop-Prozessor. Auch die anderen Mobil-Komponenten sind genügsamer als ihre Pendants in stationären Rechnern.
Sparsam sind Notebooks also. Doch schon ein Blick in unseren Testbereich zeigt Unterschiede. Zwei Geräte mit gleicher Hardware unterscheiden sich beim Verbrauch oft markant. Doch warum ist das so? Und welche Geräte sparen besonders gut?
Der Prozessor ist nicht das einzige Bauteil, in dem elektrische Leistung umgesetzt wird. Alle anderen elektronischen Komponenten tun dies ebenso. Je mehr eine Komponente leistet, desto mehr Energie benötigt sie. Eine schnelle Grafikkarte verleibt sich oft mehr ein als der Prozessor.
Zwar sind die in Notebooks verbauten Teile alle auf geringe Leistungsaufnahme ausgelegt. Doch die umgesetzte Leistung summiert sich. Schon ein separater Grafikchip treibt den Energiebedarf in die Höhe. Die im Chipsatz integrierten Lösungen sind da sparsamer, allerdings auf Kosten der Leistung. Das Display möchte ebenfalls versorgt werden. Je heller und größer, desto mehr Leistung benötigt es. Bei geringer Systemauslastung verschlingt es gar den Großteil der benötigten Energie.
Laufwerke wie Festplatten und DVD-Brenner benötigen ebenfalls relativ viel Leistung. Deshalb werden in Notebooks meist nur langsam drehende Platten verbaut. Um sie auf schnelle 7200 Umdrehungen zu bringen, würde mehr Energie benötigt werden.
Wer WLAN nutzt, erhöht damit die aufgenommene Leistung zusätzlich. Denn für die Erzeugung der hochfrequenten Wellen benötigt die Karte elektrische Energie. Auch der Hauptspeicher benötigt permanent Energie, um seine Daten zu halten. Und jedes angeschlossene USB-Gerät muss ebenfalls mitversorgt werden.