Wer seinen örtlichen Notebookhändler mal auf ein Bier einlädt, der darf sich dank
stetig fallender Preise schnell die Klagelieder Jeremias in der erweiterten Sonderauflage anhören. Den Kunden freut’s, bekommt er doch immer mehr Notebook für sein Geld.
Meine Wenigkeit z.B. musste vor drei Jahren für ein gut ausgestattetes Office-Notebook
fast 900 Euro bezahlen. Inzwischen gibt es Notebooks, welche knapp die Hälfte kosten und zum Ausgleich die annähernd doppelte Rechenleistung bringen.
Mein gutes altes R-Serien-ThinkPad erfüllt zwar immer noch
treu seine Pflichten. Allerdings kann es nicht mehr lange dauern, bis es auf dem Rechtsweg seinen Ruhestand durchgesetzt hat – Zeit also, um langsam mal über einen Nachfolger nachzudenken...
Ich gebe zu, dass ich bereits seit Jahren gierig auf die ThinkPads der T-Serie schiele. Und aktuelle Tests (beispielsweise des
Lenovo ThinkPad T400) belegen, dass Lenovo sein Handwerk nicht verlernt hat.
Allerdings hätte ich in der Vergangenheit dem freundlichen Berater der örtlichen Stadtsparkasse doch nicht alles glauben sollen. Ich sehe es sportlich: Die Investmentbanker müssen ja auch leben.
Auf meinem Wunschzettel für den Weihnachtsmann steht deswegen das
Lenovo N500.
Ähnlich wie sein Vorgänger (das N200) bietet das N500 eine
vergleichbare Qualität zu den ThinkPads - bei wesentlich geringeren Kosten. Durchaus ein Argument, wenn man wie der Autor noch einen ausschweifenden Lebensstil und uneheliche Kinder zu finanzieren hat.
Neben dem
soliden Gehäuse begeistert mich vor allem die
hervorragende Tastatur – für mich mit das wichtigste Kriterium, auch wenn mein 2-Finger-Suchsystem meine Kollegen stets auf’s neue schmunzeln lässt. Ich bin aber davon überzeugt, dass ich mit einer schlechteren Tastatur nicht besser schreiben würde.
Und auch die Ausstattung des N500 kann überzeugen:
So
viele Schnittstellen und zudem noch einen
HDMI-Ausgang hat auch manch teureres Notebook nicht vorzuweisen. Und da ich größtenteils altbewährte Software benutze, habe ich ohnehin keine großen Ansprüche an die Rechenleistung.
Generell ist für mich ein
15,4"-Notebook die allererste Wahl: Denn diese Notebooks bilden meiner Meinung nach den
besten Kompromiss zwischen Ergonomie, Rechenleistung, Mobilität und Preis.
Sie sind
einerseits groß genug, um als
PC-Ersatz zu dienen: Egal, ob man nun den Internet-Stream der Lindenstrasse genießen oder Kolleginnen mit anzüglichen E-Mails belästigen möchte –
komfortables Arbeiten ist
in jeder Situation garantiert.
Andererseits aber sind diese Notebooks wiederum noch
handlich genug, um auch mal gelegentlich transportiert zu werden. Ich kann also bequem von Küche zu Schlafzimmer pendeln, ohne mein künstliches Hüftgelenk zu überlasten.
Da ich noch eine Windows-XP-CD in meiner heimischen Grabbelkiste habe, werde ich wohl das „nackte“ Gerät ohne vorinstallierte Software nehmen, welches bereits für knapp 400 Euro angeboten wird. Neben der
Kostenersparnis beglücke ich mich zudem mit den
Freuden der Treiber-Suche und –Installation, da Lenovo traditionell keine Treiber-CD mitliefert.
Ein Kollege hat sich übrigens neulich das N500 gekauft, und gleich am Arbeitsplatz ausprobiert. Ich muss daraufhin ein wenig aufdringlich gewirkt haben. Jedenfalls bot er mir selbstlos an: 50 Euro und ich dürfte seinen N500 mal über Nacht ausleihen.
Bei seiner Frau hätte ich "Nein" gesagt.