Die Männerdomäne „Computer“ ist ernsthaft in Gefahr. Nach Umfragen der
PC-Feuerwehr muss das Vorurteil
„Frauen und Technik – das kann nicht gut gehen!“ grundsätzlich revidiert werden. Das bisher unterschätzte weibliche Geschlecht steht im Fachwissen um den Computer den Männern in nichts nach und weiß sich nach den Ergebnissen der Umfrage immer besser bei Computer-Problemen zu helfen.
Die Umfrage von
EARSandEYES im Auftrag von der
PC-Feuerwehr ergab nämlich, dass gut zwei Drittel der befragten Frauen den
„Affengriff“ (Tastenkombination STRG+ALT+ENTF) kennt oder im Notfall einen technisch versierten Freund zur Hilfe heranziehen kann.
Die erste und beliebteste Maßnahme beim Auftreten von Problemen ist die „AEG-Methode“ (Ausschalten, Einschalten, geht wieder), die 67 Prozent der befragten Männer und Frauen im ersten Schritt unternehmen. Als zweite Alternative wird der
„Affengriff“ benutzt. Dabei kennen weit mehr Frauen (67 Prozent) diese einfache Tastenkombination als Männer (59 Prozent) und wissen sie auch zu nutzen. Sollten diese beiden Erste-Hilfe-Maßnahmen nicht fruchten, treten die Befragten in den Dialog mit dem Problemkind.
Dabei fluchen ein Viertel aller befragten Männer und Frauen laut und beschimpfen auch schon mal den Computer, sollte er nicht die gewünschten Befehle ausführen. Unter den Frauen ist auch das
„Dem Computer gut zureden“ mit 6 Prozent
Häufigkeit ein nächster Schritt. Generell zeigt sich in der Umfrage eine grundsätzliche Friedfertigkeit gegenüber dem PC: Nur rund 1 Prozent wird gegenüber dem Computer oder der Mouse handgreiflich und lässt an ihnen die aufgestauten Aggressionen aus.
Die gestellte Frage
„Wen kontaktieren Sie, wenn Computer-Probleme auftreten?“ beantworten Frauen und Männer sehr unterschiedlich, wodurch sich der verschiedene Umgang mit dem Gerät deutlich macht. 66 Prozent der Männer reagiert in diesem Fall mit dem klassischen
„Probieren geht über studieren“ und versucht erst einmal, das Problem selbst in die Hand zu nehmen und zu lösen. Nur 1 Prozent lässt den kranken Computer unangetastet bis fachkundige Hilfe kommt. Fast jeder siebente Mann ignoriert dagegen das Problem und versucht, trotzdem am Gerät weiterzuarbeiten, was zu irreparablen Schäden am Computer führen kann.
Im Gegensatz dazu sind Frauen schneller bereit, Rat für das Problem einzuholen. Jede vierte Benutzerin holt jemanden zu Hilfe – bei den Männern tut das nur jeder Achte (12 Prozent). Laut Angaben verfügen 59 Prozent der Frauen über sachkundige und kompetente Freunde oder Bekannte, die bei Computer-Problemen aus der Klemme helfen können. Auch professionelle PC-Notdienste werden von Frauen häufiger
benachrichtigt: 5 Prozent der Frauen beanspruchen diesen Service, die männlichen Kollegen hingegen nur zu einem Prozent. Bei allen Unterschieden beim Umgang mit PC-Problemen sind sich Frauen und Männer doch in einem Punkt einig: Unterstützung von sachkundigen Experten, wie PC-Hotlines oder Computer-Fachzeitschriften, nehmen die Wenigsten der Befragten (5 Prozent) regelmäßig in Anspruch.
Auch Michael Kittlitz, Geschäftsführer der
PC-Feuerwehr, kann von seiner täglichen Arbeit berichten, wie Frauen und Männer auf Computerprobleme reagieren:
„Viele der männlichen PC-Nutzer versuchen zum Leidwesen der Techniker das Problem selbst in die Hand zu nehmen“. Auch vermeintlich fachkundige Freunde würden beim männlichen Geschlecht eher zur Rate gezogen.
„Die weiblichen Kunden sind den Männern in diesem Punkt ein Stück voraus und suchen sich immer öfter professionelle Hilfe“, so Kittlitz.
Die genannten Zahlen sind Ergebnis einer bundesweiten Studie des Instituts für Markt- und Trendforschung
EARSandEYES im Auftrag der
PC-Feuerwehr Computer Service GmbH. Befragungszeitraum waren Juni und Juli 2005, dabei wurden insgesamt 1201 Personen befragt.