Nur einer hatte sie 1989. Die spezielle Bauform eines Notebooks. Und das war der NEC Ultralite. Er war der erste, dessen Displaydeckel über die Tiefe des gesamten Gehäuses reichte. Als „Porsche“ unter den Laptops wurde er
im Bericht der amerikanischen Stiftung Warentest „Consumer Reports“ vom September 1989 gefeiert. Die schwarze, niedrige Box hätte „die Größe und Form eines schlanken Notizbuches“ – und das heißt auf Englisch, ja klar: Notebook!
Extrem leicht ist der NEC auch. Gerade mal zwei ein halb Kilogramm wiegt er. Sein Keyboard ist bereits äußerst flach und die Cursor-Tasten auf der linken Seite sind gut zu erkennen, denn sie sind etwas tiefer als die übrigen. Der LCD-Bildschirm ist mit einer Hintergrundbeleuchtung ausgestattet, so dass der Nutzer in dunklen wie in sehr hellen Räumen auch lesen kann, was er gerade tippt. Allerdings überzeugte die Stiftung Warentest die Lesbarkeit des Displays trotz Hintergrundbeleuchtung nicht. Und angesichts dieser Tatsache wäre auch der Preis „ziemlich unangemessen“. Rund 2795 Dollar zahlte man 1989 für den ultraleichten Ultralite, plus weitere 325 für ein externes Diskettenlaufwerk, weil er keines eingebaut hatte. Das erste richtige Notebook war mit über acht MHz zwar recht schnell, einen langen Atem hatte es aber nicht. Die Low-Battery-Warnung kam schon nach 90 Minuten. Danach lief er noch eine halbe Stunde. Zwei Stunden Akku-Laufzeit? Das reicht weder für eine längere Bahnfahrt, noch für einen Flug im Cityhopper.
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