Unzählige Spiele-Notebooks absolvierten in diesem Jahr unseren Test- und Spiele-Parcour. Mit Resultaten von mau bis exzellent. Wichtigster Bestandteil bei einem Spielenotebook – die
Grafikkarte.
Besonders eine überraschte mit exzellenten Leistungen und fairen Preis/Leistungsverhältnis. Die neue
GeForce 9800M GTS von nVidia. Augenwischerei dagegen betreibt nVidia mit der
GeForce 9650M GT. Mehr dazu später im Artikel.
Wegen der sehr
großen Preisspanne bei den Spiele-Notebooks haben wir den Artikel in 2 Abschnitte gegliedert. Denn nicht jeder will über 1.000 Euro für einen gamingtauglichen Laptop ausgeben.
Wer maximal 1.000 Euro zur Verfügung hat, dem steht eine recht
begrenzte Auswahl zur Verfügung. Im Grunde ist in der Preisklasse nur der
Gaming-Einstieg in Form eines Notebooks mit einer nVidia
GeForce 9600M GT Grafikkarte zu bekommen. Wichtig bei der Grafikkarte:
DDR3 Videospeicher – ca.
5.700 3DMark06 Punkte.
Interessenten sollten, sofern nicht angegeben, unbedingt nachfragen. Weil eine 9600M GT mit DDR2 Videospeicher
20% weniger Leistung bietet - ca.
4.400 3DMark06 Punkte.
In der Preisklasse tummeln sich auch Notebooks mit Grafikkarten, welche die
verwirrende Bezeichnung nVidia
GeForce 9650M GT besitzen. Laptops mit solch einer GPU besitzen meist
1024 MByte DDR2 Videospeicher. Im ersten Moment denken sicherlich Viele "hey, eine 9650M GT mit satten 1 GByte VRAM" – ca.
4.700 3DMark06 Punkte. Doch anders als die Bezeichnung vermuten lässt liegt die Leistung deutlich
unter einer 9600M GT mit DDR3 Videospeicher.
Geeignete Kandidaten für bis zu 1.000 Euro sind
Samsung R560,
Acer Aspire 5930G oder
MSI GX620.
Alle besitzen eine nVidia GeForce 9600M GT Grafikkarte mit DDR3 Videospeicher und bieten gegenüber anderen Notebooks in der Preisklasse die
beste Spieleperformance. Große Leistungsunterschiede gibt es zwischen den genannten Modellen nicht. Hier entscheiden letztendlich Faktoren wie
Ausstattung oder
Geschmack.
Eines sei bei den 9600M GT Notebooks noch gesagt. In der Redaktion gelten sie als
Einstieg in die mobile Spiele-Welt. Die meisten aktuellen Spiele laufen nur mit
reduzierten Einstellungen.
Zu den Einzeltests:
Samsung R560 - DDR3-Gamer im Crystal-Look
Acer Aspire 5930G - Centrino-2-Gamer für unter 1000 Euro
MSI GX620 - Aluminium-Gamer mit Turbo-Boost
Für mich als Spieler die Preisklasse mit der größten Auswahl. Gerade in den letzten Monaten hat sich einiges getan. Wie im vorangegangenen Abschnitt tummeln sich auch hier allerlei Laptops mit einer nVidia GeForce
9600M GT Grafikkarte. Für Spieler
keine Empfehlung.
In Sachen Spieleistung gibt es da
deutlich attraktivere Notebooks. Und wer gibt schon gerne weit mehr als 1.000 Euro aus, um dann sein Lieblingsspiel a la Race Driver GRID oder Call of Duty 5 mit reduzierten Einstellungen zu zocken.
Ganz vorne auf dem Wunschzettel sollten von ASUS die
G-Modelle stehen. Ausgestattet mit einer nVidia
GeForce 9700M GT Grafikkarte bieten sie derzeit das
beste Preis-Leistungs-Verhältnis -
G50V und
G71V. Beide Modelle sind bereits ab
1.130 Euro zu haben.
Persönlicher Favorit: Und deutlich mehr Leistung gibt es mit Notebooks, die eine
GeForce 9800M GTS Grafikkarte von nVidia ihr eigen nennen. Der Performancesprung im Vergleich zu Laptops mit 9600M GT oder 9700M GT ist
gewaltig. Probleme mit aktuellen Spielen haben Nutzer damit nicht.
Verbaut wird die Karte u.a. im 15 Zoll Chassis
M860TU von Clevo. Anbieter wie Notebookguru, Schenker oder One haben es beispielsweise im Programm.
Noch ganz frisch ist der 17 Zoll Gamer
iPower von Packard Bell. Für
1.400 Euro geht er über die Shoptheken und ist neben den Clevo-Laptops einziger 17 Zöller mit einer 9800M GTS Grafikkarte.
Zu den Einzeltests:
ASUS G50V - Gipfelstürmer in 15-Zoll
ASUS G71V - eSports-Gamer
mySN XMG5 9800M-GTS - 9800M GTS: Keine Macht den Aliens
Packard Bell iPower - Neuer Gameprofi am Start
Mehr als 1.700 Euro müssen Spieler eigentlich nur ausgeben, wenn es ein Gamer-Notebook mit
sehr starkem Prozessor sein soll. Viele Spiele-Laptops warten hier mit einer nVidia
GeForce 9800M GTX Grafikkarte auf. Derzeit die stärkste mobile Grafikkarte. Allerdings ist der Leistungsvorteil gegenüber einer 9800M GTS
eher gering.
Erst bei sehr hohen Auflösungen (bspw. 1920 x 1200) und aktivierter Kantenglättung macht die 9800M GTX Boden gut.
Auch die neueste mobile Errungenschaft in Form der Quadcore-Prozessoren
Q9100 und
QX9300 liegen preislich auf einem
ungerechtfertigten Niveau. Zumal Spieler
nur bedingt von einem starken Prozessor profitieren.
Das Fest kann kommen. Als Weihnachtsmuffel werde ich die ständigen Last Christmas Wiederholungen im Radio mit viel Glühwein ertrinken und die Wartezeit auf Packard Bells iPower mit einer Partie Call of Duty überbrücken. Frohes Fest !