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NEWS AMD Radeon HD 8000M Series
AMD stellt Mobil-GPU-Serie Radeon HD 8000M mit GCN-Architektur vor
von Johannes Schaller am Di, 18.12.2012 15:23 Uhr


AMD hat den Schleier von seiner brandneuen Mobil-Grafikchip-Serie Radeon HD 8000M gelüftet, die unter dem Codenamen „Solar“ entwickelt wird, und im ersten Quartal 2013 erhältlich sein soll. Der Hersteller bewirbt die GPUs (Graphics Processing Units) mit dem Slogan „zweite Generation der Graphics Core Next (GCN)-Architektur“. Zum Auftakt der kommenden Produktoffensive werden zunächst nur ausgewählte Details zu den vier Modellreihen Radeon HD 8500M, HD 8600M, HD8700M und HD 8800M preisgegeben, die ein breites Leistungsspektrum von der Mittelklasse bis zum gehobenen Performance-Bereich abdecken sollen.


Vorne weg ein Wort zu AMDs erwähntem Werbeslogan, da diese leider etwas missverständlich gewählt ist: Die Bezeichnung „zweite Generation der „Graphics Core Next (GCN)“-Architektur“ bedeutet nicht, dass die HD-8000M-Serie auf einem komplett neuen Chipdesign basiert. Alle neu präsentierten GPUs setzen auf der bekannten GCN-Architektur auf, die beispielsweise auch bei der HD-7800M-Reihe zum Einsatz kommt, wie der Hersteller selbst bestätigte.

AMD hat bislang keine näheren Informationen zum Chipdesign der HD-8000M-Serie bekannt gegeben, sondern zunächst nur GPU-Namen, bekannte Funktionen der GCN-Architektur und Taktraten aufgelistet. Anfang Januar, zur CES 2013, will das Unternehmen dann weitere Produktdetails präsentieren. Alle Radeon-HD-8000M-Modelle werden unter dem Codenamen „Solar“ zusammengefasst und sollen im Laufe der nächsten Monate die „London“-GPU-Familie (Radeon HD 7000M Serie) ablösen. Darüber hinaus deutet AMD noch weitere GPU-Neuvorstellungen (Radeon HD 8900M ?) für das Notebook-Segment an, die im zweiten Quartal 2013 erfolgen dürften.


Die Grafikchips der Baureihen Radeon HD 8500M, HD 8600M und HD 8700M basieren wie erwähnt auf der GCN-Architektur und unterscheiden sich lediglich durch unterschiedliche Taktraten voneinander, die von 650 bis 850 Megahertz reichen. Exakte Megahertz-Werte nennt AMD nicht, da deren Festlegung wohl wieder weitgehend den Notebookherstellern überlassen bleibt. Die drei Chip-Varianten besitzen außerdem 384 Stream-Prozessoren (Rechenkerne) und können mit 1 bis 2 Gigabyte DRR3- oder GDDR5-VRAM bestückt werden.

Die schnellste GPU unter den neu vorgestellten Modellen ist die Radeon HD 8800M. Sie verfügt über Taktraten von bis zu 700 Megahertz und berechnet 3D-Grafiken mit 640 Stream-Prozessoren. Die Speicherausstattung kann maximal 2 Gigabyte betragen, wobei in diesem Fall ausschließlich die schnellen GDDR5-VRAM-Bausteine zum Einsatz kommen. Aufgrund der Tatsache, dass AMD auch für die HD 8800M die bekannte GNC-Architektur verwendet und der Chip über 640 Rechenkerne verfügt, könnte das neue Modell theoretisch eine leicht modifizierte Radeon HD 7870M sein, die recht ähnliche Spezifikationen besitzt. Aufschluss wird hier letztlich erst AMDs vollständiges Datenblatt geben können.

Dank der GNC-Architektur unterstützt die komplette Radeon-HD-8000M-Serie laut AMD das Feature-Level 11_1 von Microsofts Programmierschnittstelle DirectX 11.1, OpenCL, das beispielsweise beim Videotranscodieren helfen kann, ein verbessertes Energiemanagement sowie die Enduro-Technologie, AMDs Lösung zum automatischen Wechsel zwischen diskreter GPU und der integrierten Grafikeinheit des Hauptprozessors.

AMD erwartet Großes von der Entwicklung des PC-Spielemarktes in den kommenden Jahren und sieht sich mit seiner bestehenden und kommenden Radeon-Produktfamilie optimal positioniert, um im Hardware-Geschäft ganz vorne mitzumischen. Zur Leistungsfähigkeit der neuen Grafikchips lässt sich allerdings bislang noch recht wenig sagen. Aus den Hersteller-Benchmarks ist beispielsweise nur ersichtlich, dass die Radeon HD 8870M deutlich schneller sein soll als die Nvidia GeForce GT 650M mit GDDR5-VRAM, was jetzt nicht gerade zu Jubelstürmen hinreißt. Erst ausgiebige Tests gegen leistungsfähigere Konkurrenzprodukte werden hier ein klares Bild zeichnen können.


Bislang ist noch unklar wann die ersten Notebook-Hersteller neue Geräte mit AMDs HD-8000M-GPUs auf den Markt bringen werden. Zur CES 2013 Anfang Januar dürften aber mit großer Wahrscheinlichkeit entsprechende Ankündigungen erfolgen.



 


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