Apple wurde unter der Woche zum Ziel eines Hackerangriffs. Darüber berichtete kürzlich die Nachrichtenagentur Reuters. Die Hacker konnten dabei laut offiziellen Angaben Macs von Mitarbeitern des Unternehmens mit Schadsoftware infizieren.
Reuters beschreibt den Vorfall als die größte bislang bekannte Cyber-Attacke auf Apple-Computer im Geschäftsumfeld. Doch wie schafften es die unbekannten Hacker, Sicherheitsmaßnahmen des Mac-Herstellers auszuhebeln? Wie sich laut Bericht herausstellte, platzierten die Täter Schadsoftware auf einer Webseite für Webentwickler. Bei Aufruf der Webseite wurde eine Sicherheitslücke in Java ausgenutzt, um den Angriff auf die Mac-Plattform zu starten.
Apple gab gegenüber Reuters zu verstehen, es seien lediglich die Macs einiger Mitarbeitern betroffen gewesen und es gäbe bislang keinerlei Hinweise darauf, dass Daten gestohlen werden konnten.
Außerdem stellt Apple mittlerweile für alle Mac-Nutzer ein
OS-X-Update bereit, um die Sicherheitsproblematik zu umgehen. Durch den Software-Flicken werden Java-Applets in Browsern deaktiviert. Beim Anklicken einer entsprechenden Funktion auf einer Webseite werden Anwender aufgefordert, die neueste Java-Version von der
Oracle-Webseite herunterzuladen, bei der die Sicherheitslücke bereits geschlossen wurde.
Zur Aufklärung der Hintergründe das Hackerangriffs arbeitet Apple nun mit den Behörenden zusammen, die einen möglichen Zusammenhang zwischen diesem Vorfall und einer ähnlichen
Attacke auf Facebook-Mitarbeiter sehen, die das soziale Netzwerk letzte Woche publik gemacht hatte. Laut Reuters werden die Drahtzieher in China vermutet, bestätigt ist aber bislang nichts.