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Apple schnappt sich Adobes Technikchef
von Johannes Schaller am Mi, 20.03.2013 13:15 Uhr


Kevin Lynch, bislang "Chief Technology Officer" (CTO) beim Software-Hersteller Adobe, wechselt zu Apple. Das bestätigte der iPhone- und Mac-Hersteller am Dienstagabend gegenüber AllThingsD. Adobe selbst teilte ebenfalls mit, Lynch werde ab 22. März das Unternehmen in Richtung Apple verlassen und man habe derzeit keine Pläne seinen Posten neu zu besetzen. Vielmehr sollen die Aufgaben, die dem CTO zufielen, auf mehrere Schultern im Unternehmen verteilt werden.


Bei Apple wird Lynch als "Vice President of Technology" fungieren und in dieser Rolle direkt Bob Mansfield, dem "Senior Vice President of Technology" unterstehen, wie AllThingsD informiert.

Von einer anonymen Quelle will das Technik-Blog des Wall Street Journal zudem erfahren haben, Lynch habe ursprünglich den CEO-Posten bei Adobe ins Auge gefasst, der aktuelle CEO Shantanu Narayen aber würde seine Position dort auf absehbare Zeit nicht räumen. - Die Aufgabe, die Lynch bei Apple nun angeht, könnte also, angesichts dieser Hintergrundinfos, als Rückschritt für den Manager abgetan werden. Wahrscheinlich ist aber laut AllThingsD, dass er für die Koordination der Hardware- und Software-Teams verantwortlich sein und somit erheblichen Einfluss auf die Produktentwicklung haben wird.

Das Bekanntwerden der Personalie birgt allerdings auch mit Blick auf die Geschichte der letzten Jahre Zündstoff. So war Lynch eine der zentralen Figuren im Streit zwischen Adobe und Apple um die Video- und Multimedia-Technologie Flash, die von Adobe entwickelt wird.

Nachdem der verstorbene frühere Apple-Chef Steve Jobs die Entscheidung getroffen hatte, auf iOS-Geräten vollständig auf die Unterstützung von Flash zu verzichten, war es Lynch, der im Auftrag von Adobe mit Blog-Einträgen und Interviews zurückruderte und dabei Apple teils heftig kritisierte.

Rückwirkend betrachtet hat sich Jobs Einschätzung, Flash sei nicht effizient genug, um sich für Mobilgeräte zu eignen, bestätigt. Adobe hat mittlerweile den Flash-Support auch für die Android-Plattform eingestellt.

Nicht zuletzt auf Grund dieser Anekdoten aus der Vergangenheit, stellen sich bereits jetzt vielbeachtete Stimmen der Apple-Szene, darunter etwa der Blogger John Gruber, laut die Frage, ob die Verpflichtung von Lynch nicht ein herber Fehlgriff des kalifornischen Computer-Herstellers ist.

Wie so oft, wird die Zukunft zeigen müssen, wie sich der neue Mann letztendlich ins Unternehmen einbringen kann und welche Rolle man ihm dort tatsächlich zuspricht. Bei Adobe war Lynch zuletzt für den Umbau des Unternehmens hin zum Anbieter von Cloud-basierten Diensten mitverantwortlich.


Quelle:
 allthingsd.com



 


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