Microsoft hat
im Juni dieses Jahres die gesamte Computer-Branche überrascht als man erstmals in der Firmengeschichte eigene PCs in Form der Surface-Familie vorstellte. Mittlerweile sind die
ersten Surface-Tablets mit Windows RT im Handel erhältlich und für das Unternehmen scheint dies erst der Beginn eines viel weitreichenderen Plans zu sein. Wie nämlich das Wall Street Journal berichtet, ist die Entwicklung eines Smartphones unter dem Microsoft-Label bereits weit fortgeschritten. Der Branchenriese soll mit einigen asiatischen Auftragsherstellern zusammenarbeiten und derzeit ein Geräte-Design ausgiebig testen.
Erste Gerüchte zu einem Windows-Phone von Microsoft waren Ende Juni aufgetaucht.
Laut dem Bericht soll das ominöse Smartphone über eine Displaygröße im Bereich zwischen 4 und 5 Zoll verfügen, was den aktuellen Entwicklungstrends am Markt entsprechen würde. Es sei allerdings noch nicht endgültig geklärt, ob Microsoft die Eigenentwicklung auch tatsächlich in den internationalen Handel bringen wird.
Microsoft hat am 29. Oktober den offiziellen Marktstart von Window Phone 8 gefeiert und dabei die kommenden Windows-Phones sowie die
neuen Funktionen des Mobil-Betriebssystems ins Rampenlicht gerückt. Allen voran mit den Herstellern Nokia und HTC ist das Unternehmen enge Partnerschaften eingegangen, um rechtzeitig zur Vorweihnachtszeit interessante neue Geräte mit Windows Phone 8 anbieten zu können, die Kunden schon mit ihrem auffallenden Farbdesign locken sollen. Die Nokia-Smartphones Lumia 920 und Lumia 820 werden
ab nächster Woche im Handel erwartet, die HTC-Modelle
8X und 8S gehen ebenfalls noch im November an den Start.
Bleibt also die Frage: Was könnte sich Microsoft von dem eigenen Smartphone-Projekt versprechen? Möglicherweise arbeitet das Unternehmen am sogenannten „Surface Phone“, um einen geheimen Trumpf im Ärmel zu halten, falls es in den nächsten Monaten nicht gelingen sollte, zusammen mit Hardware-Partnern wie Nokia, HTC oder Samsung Marktanteile für Windows Phone 8 zu erobern. Das spekuliert jedenfalls
The Verge.
Falls die Informationen vom Wall Street Journal korrekt sein sollten, ist es jedoch gut möglich, dass Microsoft nicht mehr gewillt ist, das Schicksal seiner Mobil-Plattform alleinig in die Hände anderer zu geben.