Die Linux Distribution Debian gehört nicht nur zu den beliebtesten, sondern stellt auch die Basis dar von solch populären Linux-Distributionen wie Ubuntu oder Linux-Mint. Von der
Distrowatch-Top 5 der Linux-Distributionen sind derzeit drei Debian-lastig. Debian gehört mit derzeit fast 30000 Programmpaketen zu den mächtigsten Distributionen und aufgrund seines aufwendigen Selektionsprozesses zu den stabilsten. Ein Nachteil dieses Prozesses ist die Zeit, die vergeht, bis ein Entwicklungsstand endlich in den Status „stable“ gelangt und damit als neue reguläre Version veröffentlicht wird. Denn „stable“ bedeutet meist, dass die Software zwar länger getestet wurde, dafür jedoch nicht mehr brandneu ist. Mit anderen Worten: Mit jeder regulären Debian-Version bekommt man zwar ein stabiles System, dafür fehlt oft die neuste Software.
Die Zielgruppe der regulären Debian-Version sind daher Nutzer, die mehr Wert auf Sicherheit und Stabilität als auf das Vorhandensein der neusten Software legen. Interessant ist Debian daher z.B. für größere Behörden: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, die Stadt München, die Stadt Wien – hier kommt Debian zum Einsatz.
Eine derart regelrecht konservativ anmutende Distribution wie Debian behält man – läuft das System einmal stabil – gerne länger auf seinem PC: Denn stabiler geht es nicht. Daher gibt es noch jetzt – also zu Zeiten, in der die reguläre Debian Version „Squeeze“ ist, immer noch viele Nutzer, die den Vorgänger „Lenny“ verwenden. „Lenny“ wurde 2009 stable und nach der Stable-Werdung von „Squeeze“ Anfang 2011 noch ein Jahr weiter mit Sicherheitsupdates versorgt. Doch diese Versorgung endet nun – und wer „Lenny“ noch nicht auf „Squeeze“ ge-updatet hat, dem sei jetzt zu empfehlen, dies zu tun. „Squeeze“ läuft nun schon ein Jahr im „stable“-Status – und hat sich zum würdigen Nachfolger von Lenny entwickelt.