Fast ein Jahr ist es her, seit die renommierte US-Zeitung New York Times einen
aufsehenerregenden Bericht über die Arbeitsbedingungen in den chinesischen Fabriken des Auftragsfertigers Foxconn veröffentlichte. Kürzlich hat sich das Blatt wieder mit dem Thema befasst, wie The Verge meldet. Laut der neuen Reportage, gäbe es mittlerweile diverse Anzeichen, die für eine Besserung der Situation von chinesischen Arbeitern sprechen würden. Unter anderem Gespräche zwischen einem hochrangigen Apple-Verantwortlichen und dem Foxconn-Management sollen dazu geführt haben, dass der taiwaniche Auftragsfertiger sein Personal besser bezahlen und Arbeitszeiten bedeutend strickter reglementieren will. Die vereinbarten Reformen könnten schon in wenigen Monaten in Kraft treten.
Zu weiteren Maßnahmen, die Foxconn in China ergreifen will, gehören außerdem Verbesserungen in Sachen Sicherheitsstandards und Fabrikausstattung, wie die New York Times schreibt. So sollen Arbeitskräfte beispielsweise komfortablere Stühle erhalten und die Produktionsmaschinen endlich mit einer automatischen Abschaltfunktion ausgestattet werden.
Foxconn fertigt Produkte für zahlreiche große, international bekannte Elektronikunternehmen. Allerdings war, nicht zuletzt aufgrund des immensen Erfolgs von iPhones und iPads, vorrangig Apple wegen der problematischen Arbeitsbedingungen in die Schusslinie geraten. Die Kalifornier nahmen die Kritik an,
ließen Produktionstätten überprüfen und versuchten als vermutlich wichtigster Foxconn-Partner Reformen durchzusetzen. Wie dem Artikel der New York Times jetzt zu entnehmen ist, wohl auch mit Erfolg.
Ein Apple-Mitarbeiter, der es vorzog anonym zu bleiben, sagte der Zeitung, die Tage, in denen Unternehmen ohne großes Zutun die Globalisierung für eigene Interessen nutzen konnten, seien vorüber. Jetzt werde von allen Eigeninitiative gefordert, um angemessen mit den Realitäten umzugehen.