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Netzbetreiber weisen EU auf Apples Konditionen für den iPhone-Verkauf hin
von Johannes Schaller am Sa, 23.03.2013 22:32 Uhr


Apple steht wegen seinen Verträgen mit europäischen Mobilfunkbetreibern im Fokus der Europäischen Wettbewerbskommission. Wie die New York Times kürzlich unter Berufung auf einen anonymen Informanten berichtete, hat eine Gruppe von Netzbetreiber der Kommission Vertragsdetails vorgelegt, die sie für potentiell wettbewerbsschädigend halten. Ein EU-Sprecher betonte allerdings, es handle sich dabei noch nicht um eine formelle Beschwerde. Hauptsächlich sollen es französische Unternehmen sein, die sich von Apples Geschäftspraktiken gegängelt fühlen, wobei nicht auszuschließen ist, dass letztendlich Provider aus diversen europäischen Ländern die Stimme erhoben haben.


Woran sich die Mobilfunkanbieter laut New York Times stören, das sind Apples Vertragsauflagen für den iPhone-Verkauf. Das Unternehmen mit Hauptsitz im kalifornischen Cupertino soll sich von den Netzbetreibern vorab die Abnahme beträchtlicher iPhone-Stückzahlen vertraglich zusichern lassen. Könnten prognostizierte Verkaufsziele jedoch nicht erreicht werden, würden die Provider auf diesem großen Inventar sitzen bleiben. Eine solche Konstellation generiere für Apples Vertragspartner jedoch hohen Erfolgsdruck, wie es in dem Zeitungsbericht heißt, was dazu führe, das ein Großteil von Marketingbudgets für das iPhone aufgewendet wird - und damit nicht für Konkurrenzprodukte. Genau dieser Punkt könnte zweifellos auch als wettbewerbsschädigend gewertet werden.

Die EU-Kommission gibt an, die Angelegenheit befinde sich derzeit unter Beobachtung, es sei jedoch kein Verfahren gegen Apple wegen Wettbewerbsverzerrung eingeleitet worden.

Außerdem ist die EU nicht zwingend verpflichtet, auf die aktuellen Anschuldigungen zu reagieren. Erst wenn eine formelle Beschwerde wegen wettbewerbsschädigender Geschäftspraktiken eingereicht werden würde, müssten sich die Wettbewerbshüter wirklich tiefgründig damit befassen. Ob und wann dergleichen in dieser Angelegenheit geschieht, ist derzeit völlig offen.

Eine Sprecherin von Apple gab zu verstehen, das Unternehmen halte sich stets an die lokalen Gesetze, wo auch immer es Geschäfte mache, was selbstverständlich die EU mit einschließe.


Quelle:
 nytimes.com



 


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