Nokia hat kürzlich die vorläufigen Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2012 vorgelegt. Anhand dieser wird deutlich, dass der zuletzt arg gebeutelte finnische Hersteller wohl die angestrebte Trendwende geschafft hat – zumindest ansatzweise. Großen Anteil daran hatte laut Nokia das besser als erwartet laufende Geschäft mit Mobiltelefonen (inklusive Lumia-Smartphones).
Der vormalige unangefochtene Marktführer der Mobilfunkbranche lieferte im Zeitraum von Anfang Oktober bis Ende Dezember 2012 nach eigenen Angaben insgesamt 86,3 Millionen Mobiltelefone aus. 70,3 Millionen Einheiten davon waren einfache Handys, weitere 9,3 Millionen sogenannte Asha-Modelle mit Touchscreen. 6,6 Millionen Stück entfielen schließlich auf die besonders im Fokus stehenden Smartphones, zu denen 4,4 Millionen Lumia-Modelle gehörten sowie 2,2 Millionen Symbian-Geräte. Zum Vergleich: Im dritten Quartal 2012 verkaufte das Unternehmen nur 2,9 Millionen Lumia-Smartphones.
Link: Test des Nokia Lumia 920
Die Verkaufszahlen der Lumia-Reihe werden von Nokia leider nicht in einzelne Posten unterteilt, womit nicht klar ist wie viele Einheiten der neuen, hochpreisigen Windows-Phone-8-Modelle
Lumia 920 und 820 abgesetzt werden konnten. Aus diesem Grund fällt es noch immer schwer, die Verkaufsperformance dieser Modelle korrekt einzuordnen.
Die Finnen gehen dank der genannten Absatzzahlen jedenfalls davon aus, dass ihre Mobiltelefon-Sparte im vierten Quartal 2012 mindestens eine schwarze Null oder sogar ein minimales Plus erwirtschaften konnte. Im Vorfeld hatte das Unternehmen selbst noch ein Minus von rund 6 Prozentpunkten erwartet.