Samsung hat am Rande der CES 2013 gegenüber Medienvertretern bekannt gegeben, in den USA vorerst keine Windows-RT-Tablets anbieten zu wollen. Grund dafür soll die zu geringe Nachfrage nach entsprechenden Geräten auf dem US-Markt sein, wie heise resale berichtet.
In Deutschland verkauft der südkoreanische Hersteller seit einigen Monaten das Windows-RT-Tablet
Ativ Tab. Allerdings gab es bereits im November letzten Jahres Spekulationen, ARM-basierte Mobil-Geräte mit dem abgespeckten Windows würden wenig nachgefragt werden. Selbst Microsofts eigenes Surface-Modell mit Windows RT soll bislang
nicht die erwarteten Verkaufszahlen erreichen können.
Die Entscheidung Samsungs gilt momentan zwar lediglich für die USA, sorgt aber dennoch für einigen Zündstoff, da der Hersteller auch Microsofts Marketingstrategie kritisierte. Laut Samsungs US-Manager Mike Abary habe es der Softwareriese versäumt, Verbraucher korrekt über die Unterschiede zwischen Windows 8 und Windows RT zu informieren. Nun seien beträchtliche Investitionen von Seiten der Hersteller nötig, um entsprechend Aufklärungsarbeit zu leisten. - Investitionen, die Samsung-USA ganz offensichtlich nicht bereit ist zu tragen.
Windows RT unterscheidet sich auf den ersten Blick kaum von einer vollwertigen Windows-8-Version. Allerdings bringt das Tablet-Betriebssystem, das ausschließlich auf Geräten mit ARM-Prozessor läuft, einige Einschränkungen mit sich. Die für erfahrene Windows-Nutzer wohl bedeutendste dürfte die fehlende Möglichkeit sein, gewohnte x86-Windows-Programme auszuführen. Auf Windows-RT-Geräten lassen sich lediglich zertifizierte Apps aus dem Windows Store installieren.
Abary muss darüber hinaus eingestehen, dass Samsung mit seinen Windows-RT-Produkten noch nicht angepeilte Preispunkte erreichen konnte, um sie erfolgreich gegen die Tablet-Konkurrenz aus dem Android- und iOS-Lager positionieren zu können. Woran genau das liegt, das erwähnte der Samsung-Manager leider nicht.