Android-Smartphones, in denen ein Samsung-Prozessor vom Typ Exynos 4210 oder Exynos 4412 zum Einsatz kommt, weisen eine Sicherheitslücke auf. Das dokumentierte der User alephzain im Xda-Developer-Forum. Nachdem erst
Ende September Sicherheitsmängel in Samsungs TouchWiz-Oberfläche offengelegt wurden, ist dies nun das zweite sicherheitsrelevante Problem, das vorrangig Geräte des südkoreanischen Elektronikriesen betrifft.
Laut den Ausfühungen im Xda-Developer-Forum findet sich das Leck direkt im Android-Kernel durch die Gerätedatei /dev/exynos-mem. Diese Datei wird unter anderem von der Kamara-App und der HDMI-Ausgabe verwendet und lässt auf betroffenen Geräten Lese- und Schreibzugriffe auf den kompletten Smartphone-Speicher zu, inklusive kritischen Bereichen des Kernels. Ein Nutzer kann darüber einerseits relativ einfach Root-Rechte erlangen, andererseits bietet diese Lücke aber natürlich auch eine breite Angriffsfläche für Schadsoftware.
Zu den Smartphones, die die Chips der Exynos-4000-Serie verwenden, gehören das Samsung Galaxy S2 und Galaxy S3 sowie das Galaxy Note 2. Noch nicht endgültig geklärt ist, ob auch andere Geräte mit den beiden Exynos-SoCs diese Sicherheitslücke aufweisen, es ist allerdings wahrscheinlich.
Im besagten Forum werden bereits provisorische Updates angeboten, die das Sicherheitsproblem beheben sollen, aber auch Einschränkungen mit sich bringen. Von offizieller Seite des Chip-Herstellers hat sich bislang noch niemand zur Problematik geäußert.