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NEWS Sony Playstation 4
Sony kündigt PS4 an, nennt technische Details - Preis, Design noch unbekannt
von Johannes Schaller am Do, 21.02.2013 23:59 Uhr


Letzte Nacht hat Sony den Schleier über seiner nächsten Konsolengeneration gelüftet. Auf einem Medien-Event in New York City präsentierte der japanische Elektronikriese einer großen Zahl geladener Journalisten und Vertretern der Spielebranche die PlayStation 4 (PS4). Als Erscheinungstermin gab der Konzern nur etwas vage "Weihnachten 2013" an.


In einer ungewöhnlich langen Pressekonferenz erläuterte Sony der Technik-Welt und Spielebegeisterten die grundsätzliche Philosophie, die hinter der neuen Konsolen steckt: Der Fokus soll diesmal von Anfang an auf technisch fortschrittlichen Netzwerkfunktionen, Kundenfreundlichkeit, sozialer Vernetznung und einer hohen Zugänglichkeit für Entwickler inklusive ausgereifter Tools liegen.

Nachdem die Architektur der PlayStation 3 (PS3) in der Vergangenheit häufig als zu komplex bezeichnet wurde, könnte Sony laut den bislang verfügbaren Informationen mit der PlayStation 4 tatsächlich ein interessantes Gesamtpaket speziell für Hardcore-Spieler und die Entwicklergemeinde geschnürt haben. Außerdem ging das Unternehmen erstaunlich offen auf technische Spezifikationen ein - es handelt sich gewissermaßen um einen x86-PC - und es waren natürlich erste Spiele-Projekte zu sehen. Was jedoch fehlte, das war ein Blick auf das finale Design der Playstation 4 selbst sowie eine Preisangabe.


Der Controller der PS4, "Dualshock 4" genannt, ist im Design an den "Dualshock 3" der PS3 angelehnt, verfügt aber an der Front über ein kleines Touchpad, verbesserte Grip-Eigenschaften, Tasten und Dual-Analog-Sticks sowie ausgeprägte Funktionen zur Bewegungssteuerung (via PlayStation-Move-Technik). Der "Options"-Knopf ersetzt laut offizieller Angaben die "Start"- und "Select"-Tasten.

Ganz neu hinzu kommt darüber hinaus eine Taste namens "Share" (zu Deutsch: teilen), die für Sony ein Symbol der tiefgehenden Integration sozialer Dienste in die PS4 ist. Die neue Konsole soll beispielsweise in der Lage sein, Spiele-Videos direkt auf der internen Festplatte aufzuzeichnen und dieses Filmmaterial dann mittels des Share-Knopfes an Freunde oder Bekannte zu streamen.

Während der Pressekonferenz verriet Sony zwar wichtige technische Eckdaten der PlayStation 4, um den Zuschauern ein erstes Bild von ihrem Leistungspotential zu vermitteln, doch erst das offizielle Datenblatt, das mittlerweile einzusehen ist, liefert alle interessanten Details.


Interessant ist die Hardware besonders deshalb, da die Japaner nun auf klassische PC-Architektur setzen. Das dürfte es den Multi-Plattform-Entwicklern erheblich erleichtern Spiele sowohl für PS4 als auch PC zu kreieren. Als Prozessor kommt eine x86-CPU von AMD zum Einsatz, die 8 Rechenkerne besitzt und mit dem Codenamen "Jaguar" bezeichnet wird. Taktfrequenzen sind bislang noch unbekannt. Jaguar ist ein besonders energieeffizienter Chip, an dessen endgültiger Fertigstellung AMD derzeit noch feilt.

Der 8-Core-CPU steht eine AMD-Radeon-Grafikeinheit zur Seite, die 1,84 Teraflops an Rechenleistung in die Waagschale werfen soll und vermutlich auf Grundlage der GCN (Graphics Core Next)-Architektur designt wurde. CPU und GPU befinden sich gemeinsam in einem Chip-Paket (SoC-Design).

Bemerkenswert ist die Erkenntnis, dass Sony der PlayStation 4 gleich 8 Gigabyte Arbeitsspeicher spendiert, auf den CPU und GPU gleichermaßen zugreifen können (Unified Memory). Dabei handelt es sich nicht etwa um normales DDR3-RAM, wie es in jedem aktuellen Notebook oder Desktop-Rechner zu finden ist, sondern um den besonders flotten GDDR5-Speicher, der im PC-Bereich den teuren Grafikkarten vorbehalten bleibt (in deutlich geringerer Ausbaustufe). Für eine Minimierung von Flaschenhälsen innerhalb der Hardware-Architektur scheint also gesorgt.

Ansonsten wird die neue Sony-Konsole wieder mit integriertem Blu-ray-Laufwerk und einer Festplatte ausgeliefert. Auf die Verwendung einer SSD bzw. von Flash-Speicher verzichtete der Hersteller vermutlich aus Kostengründen. Die PS4 unterstützt WLAN b/g/n sowie Bluetooth 2.1 und bietet USB-3.0-Anschlüsse für Peripheriegeräte.



Das Wichtigste bei einer Konsole sind aber natürlich die Spiele und deshalb gab Sony einen ersten Vorgeschmack darauf, was die Branche in naher Zukunft erwarten darf. Insgesamt wurden vier neue Titel gezeigt, die aus Sonys eigenen Entwicklerstudios stammen und somit exklusiv für die PS4 erhältlich sein werden. Den Anfang machte der Action-Plattformer "Knack", gefolgt vom 3D-Shooter "Killzone: Shadow Fall" sowie dem Rennspiel "Driveclub" und dem Action-Adventure "Infamous: Second Son".

Sony gab zudem bekannt, mit allen wichtigen Publishern und kleinen, wie großen unabhängigen Entwicklerstudios weltweit zusammenzuarbeiten, um für kontinuierlichen Spielenachschub für die neue Konsolen-Plattform zu sorgen. Dem wurde Nachdruck verliehen, indem beispielsweise der neue Shooter vom vormaligen Microsoft-Exklusiv-Entwickler Bungie (Halo-Serie) mit dem Namen "Destiny" präsentiert wurde oder auch mit einer Live-Demonstration von Ubisofts kommendem Open-World-Abenteuer "Watch Dogs". Blizzard zeigte sich, für viele überraschend, ebenfalls auf der Sony-Bühne und kündigte eine Konsolen-Fassung des Action-Rollenspiels "Diablo 3" an, das zunächst auf der PS3 und später auch auf der PS4 erscheinen wird.



Alles in allem scheint es so, als habe Sony viele Kritikpunkte der vergangen Jahre aufgegriffen und sich tatsächlich Gedanken gemacht, wie eine moderne Spielkonsole auszusehen hat, um in einer schnelllebigen Welt, die sich immer weiter vernetzt zeigt und von Mobil-Geräten geprägt wird, relevant zu bleiben. Nichtsdestotrotz war das Gezeigte nicht mehr als ein Appetitanreger mit vielen Versprechungen und interessanten Konzepten, die erst in die Realität umgesetzt werden müssen. Es ist davon auszugehen, dass in den kommenden Monaten und vor allem zur Spielemesse E3 im Juni viele weitere Informationen zur PS4 und PS4-Spielen veröffentlicht werden. Spätestens im Sommer sollte Sony auch mit einer Preisangabe und dem Aussehen der neuen Konsole herausrücken.

Für den japanischen Großkonzern steht viel auf dem Spiel (sprichwörtlich). Nach etlichen verlustreichen Quartalen, schlechten Prognosen der Börsenanalysten, internen Umstrukturierungsmaßnahmen und Stellenabbau braucht Sony dringend wieder Erfolge. Ob die PlayStation 4 ein solcher Hit werden kann, wird sich zeigen müssen. Die Verantwortlichen geben sich jedenfalls fest entschlossen und konnten im Konkurrenzkampf mit Microsofts Xbox-Sparte jetzt erst mal vorlegen.

Von Microsoft wird jedoch in Kürze ebenfalls die Vorstellung eines Nachfolgers zur Xbox 360 erwartet. Spätestens im Juni, möglicherweise aber schon Ende März oder Anfang April rechnen Experten mit einer entsprechenden Ankündigung im großen Stil. Das Jahr 2013 dürfte also im Spiele-Sektor noch einige Highlights und vielleicht auch Überraschungen mit sich bringen.


Quelle:
 playstation.com



 


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