AMD hat mit einem
Blogeintrag die neue Grafiktechnologie "TressFX" vorgestellt. TressFX wird vom Chip-Spezialisten als "weltweit erste Echtzeit-Rendering-Technik für Haare" umschrieben und setzt auf die DirectCompute-Fähigkeiten moderner Grafikchips, um deutlich erkennbare Verbesserungen der Darstellungsqualität von menschlichem Haar in Computerspielen zu ermöglichen.
Das erste Spiel, das mit TressFX-Unterstützung erhältlich sein wird, ist die Neuauflage der bekannten Action-Adventure-Serie
Tomb Raider (Erscheinungstermin 5. März). Zusammen mit dessen Entwicklerteam vom britischen Studio Crystal Dynamics haben AMD-Spezialisten die Technologie in die PC-Fassung des Titels implementiert.
Mit Hilfe einiger Screenshots aus dem Spiel werden auf den Blogseiten die Möglichkeiten demonstriert, welche die neue Rendering-Technik bietet. Lara Crofts Haarschopf soll beispielsweise in Bewegung deutlich realistischer aussehen und die Haare reagieren auch auf Wind und Einflüsse der Gravitationskraft, da einzelne Haarsträhnen animiert werden können. Außerdem sind insgesamt mehr und feiner modellierte Haare zu sehen, die einen insgesamt glaubhafteren Gesamteindruck der computergenerierten Person vermitteln.
Die TressFX-Technik wurde von AMD als offener Standard auf Basis von
DirectCompute entwickelt und soll daher mit jeder GPU (Graphics Processing Unit) funktionieren, die Microsofts DirectX-11-Schnittstelle unterstützt. Allerdings empfiehlt das Unternehmen eine Grafikkarte mit GCN (Graphics Core Next)-Architektur, also ein Modell aus der Radeon-HD-7000-Serie. Im Notebookbereich kommen GNC-Grafikchips beipielsweise in den Serien Radeon HD 7800M, Radeon HD 7900M und Radeon HD 8000M zum Einsatz.
Ob die Grafik-Performance von Nvidias aktuellen Kepler-GPUs bei Spielen mit TressFX-Unterstützung schlechter ausfallen wird, lässt sich derzeit nur schwer abschätzen. Erfahrungsgemäß haben Radeon-Grafikkarten mit GNC-Architektur allerdings bei DirectCompute die Nase vor.