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NEWS Ubuntu für Android
Ubuntu: Das Smartphone wird zum Desktop
von AndreasK am Mi, 22.02.2012 17:02 Uhr


Vor einiger Zeit tauchten Gerüchte auf, dass Canonical an einer Ubuntu-Version für Tablets arbeite. Gestern wurde nun die offizielle Ankündigung eines ARM-Ubuntus auf der Ubuntu-Homepage veröffentlicht: Es wird ein Ubuntu für Android-Geräte geben - das vorerst allerdings nur für Smartphones gedacht ist. Eine Android-App, die es ermöglicht, das Smartphone zum Desktop zu machen.


Schließt man sein Smartphone an Monitor und Tastatur an, startet Ubuntu automatisch zusätzlich zu den dabei vollfunktionsfähig bleibenden Handy-Funktionen des Smartphones – inklusive Synchronisation der Daten: Der Browser des Smartphones hat also beispielsweise immer dieselben Lesezeichen wie der "Desktop"-Browser.

Da hierbei zwei Betriebssysteme – auf der Basis ein und desselben Linux-Kernels - gleichzeitig laufen, ist die Voraussetzung eine CPU, die damit keine Probleme hat. Canonical, die Firma hinter Ubuntu, gibt an, dass Ubuntu for Android zwar mit aktuellen ARM Dual Core CPUs laufen wird. Dennoch handelt es sich hierbei um ein Betriebssystem, das insbesondere für die High-End-Smartphones der Zukunft gedacht ist – also beispielsweise mit ARM Cortex A 15. Denn Ziel ist es, das Handy zum Herzen eines vollwertigen Desktops zu machen.

Da eine App dieser Art mit dazu beiträgt, das Verbauen von besonders starken CPUs zu legitimieren, werden die Hersteller von High-End-Smartphones von dieser App profitieren. Aus diesem Grund ist die Zielgruppe der Informationen, die Canonical gestern veröffentlichte, nicht primär der Privat-Konsument, sondern die Smartphone-Hersteller. Und hier besteht einer der gravierendsten Unterschiede zum regulären Ubuntu. Denn während dieses frei ist, ist Ubuntu for Android für den Smartphone-Hersteller nicht frei:

„Companies wishing to distribute an Ubuntu-branded commercial device pay a per unit service fee covering the engineering, maintenance, quality assurance, third-party licensing fees and Canonical consulting costs“ (Quelle).

Ziel ist es, die tausende von Programmen, die es für die reguläre Version von Ubuntu gibt, über den Weg des Smartphones auf den ultramobilen Desktop der Zukunft zu bringen.

"A complete desktop solution needs a full range of desktop applications. While a mobile OS carries no deep desktop software catalogue, Ubuntu offers thousands of applications, all designed for the desktop..." (Quelle).

Die Frage, warum Canonical diese Ubuntu-Version nur für Phones und nicht auch für Tablets vermarktet, beantwortet Mark Shuttleworth, der Gründer von Canonical, damit, dass das Handy das persönlichste Gerät ist, also das Gerät, das man immer mit sich dabei hat - und ein ultramobiler Desktop - den Ubuntu for Android ermöglichen wird - daher derzeit keinen idealeren "Wirt" finden könnte.

Canonical stellt Ubuntu for Android nächste Woche auf dem Mobile World Congress vor. Hier ein kleiner Vorgeschmack der Fähigkeit Canonicals zu neugierig machenden Werbetexten:

"So forget the office PC. Just dock your corporate phone and enjoy Ubuntu. Anywhere. One address book. One set of bookmarks. One place for your text messages and email. No more typing on a tiny screen when all you want is a keyboard and a mouse. Seamless integration of your desktop and mobile worlds" (Quelle).




 


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