Erst vor wenigen Wochen war ein erster „Release-Candidate“ des VLC media players 2.0 veröffentlicht worden, nun haben die Entwickler von VideoLAN bereits die Endfassung der Software fertiggestellt und Version 2.0 des Open-Source-Projekts steht für die Betriebssysteme Windows, Mac und Linux zum Download bereit.
Der VLC media player 2.0 ist dabei nicht nur ein kleines Update, sondern bietet in der Tat zahlreiche Neuerungen und Verbesserungen im Vergleich zu Vorgängerversionen. Unter anderem haben die Programmierer die Medienwiedergabe optimiert und eine experimentelle Unterstützung für das Abspielen von Blu-rays implementiert.
Rein optisch hat sich der Player unter Windows und Linux kaum verändert, unter Mac OS X zeigt sich die Software allerdings mit ganz neuer Bedienoberfläche. Unter Mac OS X 10.7, alias Lion, wird nun auch der Vollbildmodus unterstützt, der Player kann also bildschirmfüllend in einem eigenen Space dargestellt werden.
Während der Entwicklungszeit bekam der VLC media player 2.0 vom VideoLAN-Team den Codenamen „Twoflower“ verliehen. Sämtliche Ausgabefunktionen wurden überarbeitet und der Videokern komplett neu geschrieben, was mitunter dabei helfen soll die Dekodierung von H.264-Videos zu verbessern. Untertitel können nun an diversen Stellen positioniert und nach Wunsch vergrößert oder verkleinert werden.
Außerdem wurden die Programm-Bibliotheken des neuen Mediaplayers für die Nutzung unter Android und iOS angepasst und die Software unter eine neue Lizenz gestellt, nämlich die LGPL (Lesser General Public License) anstatt der GPL (General Public License). Damit soll es möglich sein künftig auch im Bereich mobiler Endgeräte und deren App-Ökosystems verstärkt tätig zu werden.
Version 2.0 des VLC media players steht ab sofort auf der VideoLAN-Webseite zum Download bereit. Für die Windows-Variante wird mindestens Windows XP mit Serive Pack 2 vorausgesetzt, Mac OS X wird ab Version 10.5 unterstützt, sowohl für Intel- als auch PowerPC-Macs werden Versionen angeboten. Linux-Anwender sollten laut Angaben der Entwicklern ihre jeweiligen Paketmanager nutzen, um die aktuelle VLC-Version zu bekommen.