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Warum integriert Apple ein ARM-SoC im Lightning-auf-Digital-AV-Adapter?
von Johannes Schaller am So, 03.03.2013 09:31 Uhr


Mit der Vorstellung des iPhone 5 führte Apple im September letzten Jahres den neuen Lightning-Connector für iOS-Geräte ein, der bedeutend kompakter ausfällt als der alte 30-Pin-Anschluss, den der Hersteller seit dem allerersten iPhone-Modell verwendet hatte. Neben der geringeren Größe lag die Vermutung nahe, dass der neue Connector gegenüber dem alten auch wertvolle technische Vorzüge bietet. Panic Software, ein Entwicker für OS-X-Programmen, hat durch eine kürzlich gemachte Entdeckung dem zumindest teilweise eine Absage erteilt, wie The Next Web berichtet.


Panic-Entwickler haben sich den Lightning-auf-Digital-AV-Adapter von Apple näher angesehen, da sie, nach eigenen Angaben, schlechte Bildqualität und merkwürdige Video-Artefakte bei Benutzung des knapp 50 Euro teuren Zubehör-Artikels feststellen mussten. Über den Adapter können iOS-Geräte mit dem HDMI-Eingang eines Fernsehers verbunden werden, um auf dem Großbildschirm beispielsweise Full-HD-Videos abzuspielen.

Eine saubere Kabelverbindung zwischen iOS-Gerät und HDMI-Port des Fernsehers sollte eigentlich ein scharfes, klares Bild auf dem TV-Display ermöglichen, wie es in dem Blogeintrag von Panic heißt. Da dies durch den Lightning-auf-Digital-AV-Adapters offenbar nicht gegeben ist, zerlegten Panic-Mitarbeiter das Produkt kurzerhand, was interessante Erkenntnisse zum Vorschein brachte: In dem Adapter stecken sowohl ein komplettes ARM-SoC (System on a Chip), welches ein Apple-Logo ziert, als auch 256 Megabyte RAM.

Stellt sich natürlich die Frage, warum in einem vermeintlich simplen Adapter solche Technik stecken muss? Panic Softwares Erklärungsversuch lautet: Das Video-Signal lässt sich nicht direkt über den Lightning-Connector übertagen, da dieser nicht die erforderliche Anzahl an Pins besitzt. Apple musste sich also etwas anderes einfallen lassen, und setzt vermutlich auf AirPlay-Streaming (oder ein vergleichbares Streaming-Verfahren), um Bilder und Töne auf den TV-Bildschirm zu zaubern. Laut Panic könnte das im Detail so funktionieren, dass der Adapter quasi als AirPlay-Empfänger dient, der ein komprimiertes Videosignals vom iOS-Gerät erhält, dieses wieder entkomprimiert und schließlich über die HDMI-Schnittstelle an den Fernseher weiterleitet.

Link: Test des iPhone 5
Link: Test des iPad mini

Zusammenfassend lässt sich festhalten, die von Panic Software aufgeführten Beobachtungen erscheinen plausibel und begründen den Bedarf für einen ARM-Prozessor im Adapter. Zudem wird die These durch die erwähnten Video-Artefakte und allgemeinen Qualitätsprobleme gestützt, welche typische Nebenerscheinungen beim Film-Streaming sind. Diverse Nutzer sollen außerdem über gewisse Verzögerungen bei der Bildübertragung berichten, was ebenfalls als Hinweis auf die umständliche Streaming-Lösung gedeutet werden könnte.

Apple hat sich bislang nicht zu dieser Thematik geäußert und keine technischen Details des Lightning-auf-Digital-AV-Adapters dargelegt. Interessant wäre es aber zu wissen, was der Lightning-Standard tatsächlich leisten kann beziehungsweise was nicht. Vielleicht gibt es schon bald mehr darüber zu erfahren.


Quelle:
 thenextweb.com
 panic.com



 


Kommentare zum Artikel ( 2 Antworten )
Zur Diskussion im Forum

AW: Apple Lightning-Connector - Warum integriert Apple ein ARM-SoC im Lightning-auf-Digital-AV-Adapter?
von Johannes Schaller am So, 03.03.2013 09:58 Uhr

Hallo. Jeder Vergleich hinkt natürlich etwas, aber den Kern der
Sache trifft es schon: Das Ergebnis kann nicht überzeugen. -
Vor allem ist jedoch interessant, welch unglaublich
umständlich erscheinende Konstruktion Apple hier ersonnen hat,
- vorausgesetzt die Beobachtungen stellen sich als korrekt
heraus - nur um den Lightning-Connector so klein wie möglich zu
machen....
AW: Apple Lightning-Connector - Warum integriert Apple ein ARM-SoC im Lightning-auf-Digital-AV-Adapter?
von loop am So, 03.03.2013 09:39 Uhr

Wenn das wirklich so ist, kann man das nur als schlechte
Zwischenlösung ansehen. Schließlich ist es wirklich äußerst
unsinnig ein hochqulitatives Signal zu komprimieren und
anschließend wieder hochzurechnen. Das wäre das gleiche, wenn
man die Auflösung des Windowsdesktop verringert um es
anschließend z.B. auf FullHD skalieren zu lassen -> Matsch

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