Microsoft hat kürzlich seine aktuellen Quartalszahlen veröffentlicht, die von Marktbeobachtern gespannt erwartet worden waren. Sie erhofften sich einige Antworten dazu, wie erfolgreich
Windows 8 nun tatsächlich gestartet ist. Microsofts Bericht klärt allerdings jetzt nur teilweise auf.
Im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2012 konnte Microsoft einen Gesamtumsatz von 21,46 Milliarden US-Dollar erwirtschaften. Der Nettogewinn betrug dabei 6,38 Milliarden US-Dollar, was einem leichten Minus im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum entspricht.
Das Windows-Geschäft trifft allerdings keine Schuld an den stagnierenden Wachstumswerten. Obwohl der PC-Markt insgesamt schwächelte, legte die Windows-Abteilung mit einem Umsatz von 5,88 Milliarden US-Dollar ein gutes Ergebnis vor. Das entspricht einer Steigerung um 24 Prozent verglichen mit den letzten drei Monaten des Jahres 2011 und hat laut Microsoft natürlich mit dem Marktstart von Windows 8 zu tun. Der Microsoft-CEO Steve Ballmer zeigte sich zufrieden mit den bisherigen Windows-8-Verkäufen, die die
60-Millionen-Marke bereits überschritten haben sollen. Weitere Details zu diesem Wert nannte das Unternehmen aber ebenso wenig, wie exakte Verkaufszahlen des
Surface-Tablets mit Windows RT.
Surface-Modelle werden bei Microsoft unter der sogenannten „Entertainment and Devices“-Sparte geführt, zu der auch Windows Phone 8 sowie die Spielkonsole Xbox gehören. Dieser Firmenbereich musste einen Umsatzrückgang von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen, was vor allem am rückläufigen Geschäft mit der mittlerweile altehrwürdigen Xbox liegen soll.
Auch die Business-Sparte von Microsoft musste zuletzt Federn lassen. Im Vorfeld der
Veröffentlichung des neuen Office 2013 wurden unter anderem weniger Office-Lizenzen verkauft als zum Jahresabschluss 2011, wodurch das Geschäft in diesem Bereich um insgesamt 10 Prozent schrumpfte.