Google hat auf seinen offiziellen Blogseiten angekündigt einige Synchronisierungsdienste einzustellen, die für den Abgleich von Kalender- oder Kontakt-Daten auf Computern und Mobil-Geräten verwendet werden konnten. Mit dem Schritt sollen alte Zöpfe abgeschnitten werden, um sich auf offene Standards wie IMAP, CalDAV oder CardDAV zu fokussieren. Die betroffenen Dienste sind Google Sync, Google Calender Sync sowie Google Sync für Nokia S60 und SyncML.
Über Google Sync konnten Nutzer via Exchange-ActiveSync-Protokoll bislang ihre Google-Mail- sowie Google-Kalender und -Kontakt-Daten mit Microsoft Outlook synchronisieren. Auch auf iOS-Geräten konnte darüber beispielsweise ein Gmail-Konto genutzt werden. Da Google mittlerweile die offenen Standards IMAP, CardDAV und CalDAV unterstützt, bietet das Unternehmen ab 30. Januar keine Exchange-ActiveSync-Unterstützung mehr für neu konfigurierte Geräte an. Allerdings sollen bestehende Google-Sync-Verbindungen weiterhin funktionieren. Nutzer, die besagte Daten also bereits seit geraumer Zeit auf diese Art abgleichen, müssen derzeit nichts an ihren Einstellungen ändern. Außerdem soll Google Sync weiterhin im Rahmen des Google-Apps-Angebots für Unternehmen und Behörden bereitgestellt werden, das kostenpflichtig ist.
Laut offiziellen Angaben wird neben Google Sync auch Google Calender Sync eingestellt. Den entsprechenden Service hat der Internetriese bereits am 14. Dezember abgeschaltet. Darüber hinaus funktionieren ab dem 30. Januar 2013 auch Google Sync für Nokia N60 und SyncML, ein Dienst zum Abgleichen von Kontakten für einige ältere Geräte, nicht mehr.
Google bezeichnet die Entscheidung, die betreffenden Synchronisierungsdienste nicht länger zu unterstützen als nicht einfach aber notwendig, um das Gesamtangebot weiter zu verbessern. Auch im kommenden Jahr will der Konzern wieder eifrig daran arbeiten, die „Google-Erfahrung“ für Nutzer so einfach und gut wie nur möglich zu gestalten.