Neben der automatischen Übertaktung per Turbo-Boost bietet Intels
920XM Prozessor die Möglichkeit, die Standardtaktraten von
2 - 3,2 GHz zu erhöhen. Im BIOS befinden sich die dazu benötigten Einstellungsmöglichkeiten.
So können bei unserem Testgerät die
Taktgrenzen für 4, 3, 2- und Ein-Kern-Szenarios angehoben werden. Zu erwähnen ist allerdings, dass der Einsatz des 920XM Prozessors im Clevo M860CU
nicht ohne Probleme von statten ging.
Selbst mit den Standardtaktraten konnten wir beispielsweise unseren Stresstest zum Messen der Temperaturentwicklung für die Hardwarekomponenten
nicht durchführen. Sobald alle
8 Kerne ausgelastet wurden, schaltete sich das Notebook ab. Zu beobachten war das Phänomen
nur unter Volllast. Alle anderen Tests absolvierte das Notebook ohne Probleme.
Erhöhten die Tester dann noch die Taktraten im BIOS,
deaktivierte sich der 15-Zoller bereits bei einfachen Benchmarks wie dem 3DMark06. Eine erhöhte oder
übermäßige Temperatur erreichte der Prozessor dabei nicht. Kurz vor dem Abschalten lag diese bei
unter 80°C. Ein vollkommen normaler Wert für eine CPU unter Last.
Erst das
Abschalten der
Hyper-Threading-Funktion, also das Deaktivieren der 4 virtuellen Kerne im BIOS, brachte Abhilfe. Ohne Hyper-Threading lief der Core i7 920XM mit Taktraten von
2,26 - 3,73 GHz auch unter Volllast absolut stabil. Durchaus denkbar, dass Aufgrund der
frühen BIOS-Version unseres Testgerätes noch nicht alle Funktionen richtig unterstützt werden.
Aufgrund des
Fehlens der 4 virtuellen Kerne erreicht der 920XM Prozessor trotz der deutlich höheren Taktraten (2,26 – 3,73 GHz) in den Anwendungsbenchmarks PassMark und Cinebench (Multiple CPU Render Test)
schlechtere Ergebnisse als der 920XM mit Hyper-Threading und Taktraten von 2 – 3,2 GHz. Das zeigt unter anderem, welchen
Vorteil Hyper-Threading bringen kann.
Bei den restlichen Tests hingegen erreichten die Tester mit einer Erhöhung der Taktraten von 2 - 3,2 GHz auf
2,26 - 3,73 GHz eine Mehrleistung von durchschnittlich
8%.
Ohne Frage, Intels neue 920XM CPU ist der bislang
stärkste Prozessor für Notebooks. Jedoch hat die Mehrleistung seinen Preis. Im Vergleich zum 720QM müssen Interessenten für den 920XM bei
www.mysn.de 574 Euro mehr auf den Tisch legen.
Dafür bekommen Nutzer derzeit schon ein gutes Office-Notebook. Dementsprechend rechnet sich das Spitzenmodell nur, wenn die Übertaktungsmöglichkeit genutzt wird. Ansonsten sind Nutzer auch mit dem 820QM sehr gut ausgestattet.
Wie sich die mobilen Core i7 Prozessoren in Spielen schlagen, erfahrt ihr auf der nächsten Seite.