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PRAXIS Intel Wireless Display (WiDi)
Drahtlose Desktoperweiterung mit Intel WiDi
von Maximilian Jopp am Mo, 31.10.2011 15:23 Uhr


Die Zukunft steckt in kabellosen Verbindungen. Mit der Wireless Display Technik von Intel sollen Videokabel überflüssig werden. Uneingeschränkt funktioniert es jedoch nicht:

In der Praxis verläuft vor allem das Einrichten sehr einfach. Das Notebook muss jedoch zunächst über einen Intel Core Prozessor und Windows 7 verfügen. Auf dem Gerät muss zusätzlich die vorgesehene Software installiert sein. Über ein Menü werden verfügbare Adapter aufgelistet und die Empfangsqualität ähnlich wie bei WLan-Netzwerken gekennzeichnet.


Bild: notebookjournal.de/mj
WiDi Menü: erkannte Adapter

Das ist auch gar nicht so abwegig, schließlich verwendet das Intel Wireless Display Feature WLan 802.11n zur Übertragung. Identifiziert wird der Adapter durch die vierstellige ID und den Gerätenamen. Wenn bereits in Vergangenheit mit einem Adapter die Verbindung hergestellt wurde, wird dies im Menü über ein Symbol markiert.


Bild: notebookjournal.de/mj
WiDi Menü: verbunden

Der Anschluss des Adapters – in unserem Test mit dem D-Link Mainstage DHD-131 HD – zum Beispiel an den heimischen Fernseher geschieht über verschiedene Schnittstellen. So bieten sich HDMI und Cinch an – des Weiteren stehen Audioanschlüssen wie Stereo-Cinch und ein optischer SPDIF Anschluss parat. Somit kann der Adapter auch zur reinen Audioübertragung herhalten. Unterstützt wird mit Intel WiDi 2.0 bis zu FullHD nach 1080p und Dolby Digital 5.1 (AC3) Surround Sound – Intel WiDi 1.0 begnügt sich mit der kleinen HD Auflösung 720p und Stereo-Audio.


Bild: notebookjournal.de/mj
Einschalten des Adapters

Bild: notebookjournal.de/mj
Adapter in Bereitschaft

Bild: notebookjournal.de/mj
Verbindung herstellen








Die Verbindungsreichweite ist für Privatanwender vollkommen ausreichend. In einer 4 Zimmer Wohnung konnten wir von jedem Zimmer aus vollen Empfang zum Adapter verzeichnen.


In einem Test mit einem kurzen FullHD Video (Videobitrate: 8 Mbit/s) und 3 Meter Abstand wird es mit einer leichten Verzögerung abgespielt. Bei genauer Betrachtung zeigt sich zu Beginn ein leichtes Nachladen und somit Ruckeln des Videos. Erst nach ein paar Sekunden stellt sich das Nachladen ein. Zu Beachten ist jedoch, dass dies bereits bei einem FullHD Video von nur wenigen Minuten Länge auftritt.


Bild: notebookjournal.de/mj
Adapter mit Status-LED

Spiele sind nur bedingt spielbar. Während die Verzögerung beim Betrachten von Fotos, Videos oder beim Surfen nach einer Weile zur Gewohnheit wird, geht es beim Spielen durchaus um jede Millisekunde Reaktionszeit. Bei Strategiespielen ist das noch zu verkraften – bei schnellen Shootern und Rennspielen ist Intel WiDi ein gravierendes Handicap.

Fazit
Im Endeffekt überzeugt Intels Wireless Display Technik. Versprochenes wird soweit stimmig umgesetzt, bis auf einen Punkt – die Verzögerung ist deutlich. Angesichts einer Verzögerung von gut einer halben Sekunde sind speziell Spiele wie Ego-Shooter unspielbar. Des Weiteren muss man bei HD-Videos Nachladen in Kauf nehmen.

Aktuelle Angebote (31.10.2011):
D-Link MainStage DHD-131 (cyberport.de) - 79,90 Euro
Netgear PTV2000 (cyberport.de) - 79,90 Euro
Belkin ScreenCast (cyberport.de) - 93,90 Euro
Logitech WiDi Audioempfänger (computeruniverse.net) - 33,50 Euro

Aber dennoch – die Installation ist simpel und das Einrichten ebenso. Die Anschlussmöglichkeiten des Adapters sind zudem flexibel und die Bildqualität ungestört. Sobald die Verbindung zwischen Notebook und Adapter steht, unterscheidet sich die Intel Wireless Display Technik im Funktionsumfang nicht von einer kabelgebundenen Verbindung.


Adapter verschiedener Hersteller sind ab 79,90 Euro (Stand 31.10.2011) zu haben und unterscheiden sich nur Anhand der Schnittstellen.





 


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Kommentare zum Artikel ( 1 Antwort )
Zur Diskussion im Forum

AW: Intel Wireless Display (WiDi) - Drahtlose Desktoperweiterung mit Intel WiDi
von Mitsch87 am Mo, 19.03.2012 01:40 Uhr

Liebes Notebookjournal-Team, es würde mich sehr interessieren,
ob es auch möglich ist den Desktop nicht zu clonen, sondern zu
erweitern? Können Sie mir hierzu mehr sagen? Edit: Und ist es
weiter möglich während ich Wireless Display nutze, weiterhin
mit einem WLan verbunden zu sein? MfG Mitsch


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