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Lithium-Ionen-Akkus:
So schonen Sie ihren Notebookakku
von Gerald Strömer am Mo, 25.07.2005 17:23 Uhr


Man hält endlich das lang ersehnte Wunschnotebook in den Händen und möchte gleich loslegen. Was passiert als erstes?

Bild: Notebookjournal.de/RT
Manche Akkus verfügen über Kapazitätsanzeigen - praktisch.
Richtig: Der Stecker kommt in die Steckdose. Und da bleibt er auch in den meisten Fällen, vor allem, wenn man das neue Notebook als ganztäglichen PC-Ersatz nutzt. Nach rund 6 Monaten kann man mitten im Sommerurlaub und abseits aller Steckdosen plötzlich eine böse Überraschung erleben: Der Notebookakku gibt ganz plötzlich seinen Geist auf.

Einzelschicksal oder falsche Akkupflege? Dieses Thema erhitzt nicht nur an heißen Sommertagen die Gemüter der Notebookanwender. Soll der Notebookakku bei stationärem Betrieb des Notebooks nun raus oder kann er - entsprechende Akkupflege vorausgesetzt - auch im Gerät verbleiben?


Bild: Fraunhofer ICT
Hierzu konnte Notebookjournal.de die Spezialisten für Batterietechnologie vom Fraunhofer Institut für Chemische Technologie (ICT) einige Statements zur Thematik entlocken. Das ICT ist unter anderem führend bei der Entwicklung moderner Lithium-Ionen-Hochleistungsakkus.

Laut Herrn Dr. Jens Tübke vom ICT besteht bei modernen Lithium-Ionen-Akkus mit beispielsweise aus Lithium-Kobalt-Oxid (LiCoO2) bestehenden Kathodensystemen

Bild: Notebookjournal.de/RT
Einige Kapazitätsanzeigen lassen sich auch direkt von außen abrufen.
ein problematischer Zusammenhang zwischen permanenter Erhaltungsladung und hoher Temperatur. Zum einen könne der verwendete Elektrolyt bei andauernder Ladung und dadurch erhöhten Temperaturen leichter eine Kapazitätshemmende Deckschicht auf den Akkuelektroden bilden. Zum anderen spiele die Dichtigkeit des Akkugehäuses selbst eine nicht zu verachtende Rolle beim schleichenden Akkutod. Wegen unzureichender Abkapselung und daraus resultierend mangelnder Dichtigkeit könne beispielsweise von außen eindringender Wasserdampf den Effekt der Deckschicht-Bildung unterstützen.

Bei modernen Handys trete dieser kombinierte Effekt weniger stark in Erscheinung, da sie meist mobil und ohne Ladekabel benutzt werden. Geladen wird hier meist nur, wenn die

Bild: Notebookjournal.de/RT
Eine Kapazität von 4800 mAh hat sich momentan als Standard durchgesetzt.
Batterie leer ist. Temperaturerhöhungen durch den Ladevorgang treten daher nicht permanent und über einen längeren zusammenhängenden Zeitraum auf, sondern fast immer im Intervall.

Daher gibt Herr Dr. Jens Tübke vom ICT unseren Lesern den Tipp: Beim Betrieb mit Stromversorgung übers Netzteil - Akkus raus! Oder das Notebook, wie beim Handy auch, ohne Netzteil betreiben und nur aufladen, wenn der Akku restlos entleert ist. Das verleiht dem Notebookakku zwar keine ewige Jugend, hilft aber, den frühzeitigen Akkutod zu vermeiden.





 


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