Grundsätzlich ist nichts gegen Mehrspieler-Modi in Spielen zu sagen. Wenn die nicht oftmals so dahingeschludert und aufgesetzt wirken und damit das Spielerlebnis zerstören würden. Dann gibt es aber hin und wieder Lichtblicke. Spiele, denen der Multiplayer-Modus wie auf den virtuellen Leib geschneidert scheint.
So ein Spiel scheint
„The Darkness II“ von Publisher
2K Games zu werden, das am 10. Februar 2012 hierzulande erscheint. Für alle, denen der kongeniale
erste Teil dank Konsolenexklusivität auf Playstation 3 und Xbox 360 nichts sagt, hier ein kurzer Story-Abriss:
In Person des Mafiakillers Jackie Estacado - seines Zeichens Auserwählter der misteriösen "The Darkness", die seinem Träger übernatürliche Kräfte verleiht - kämpft man in der Comic-Umsetzung von Top Cow Productions um die Vormachtstellung im Franchetti-Clan.
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Notebookjournal.de war an einem Dezember-Nachmittag geladen, diesen neuen Mehrspieler-Modus auszutesten. In dem Vendetta genannten Vier-Spieler-Koop-Modus - in dem wir gegen einige Journalistenkollegen antreten durften - steuert man einen von vier Protagonisten durch Modus-exklusive Schauplätze und erlebt in Zweierteams packende Schlachten mit Story-Elementen.
Zur Wahl stehen der düstere Samurai Inugami, die Mossad-Agentin Shoshanna, der schottische Schluckspecht Jimmy Wilson sowie Ex-Arzt und Vodoo-Anhänger J.P. DuMond.
Diese Meuchelgang führt neben allerlei Schießprügeln auch je einen charakterspezifischen Totschläger, womit es sich besonders effektiv schnetzeln lässt. Stilecht metzgert der Samurai mit dem verfluchten Katana Kusanagi, die eiskalte Agentin nutzt "The Arm of the Night", eine doppelläufige Schrotflinte mit der Kraft der Darkness. Der Glasgower Krawallbruder Wilson schwingt eine eben damit getunte Axt. Der afro-amerikanische Vodoo-Doktor J. P. DuMond, Abkömmling einer kreolischen Einwandererfamilie, prügelt mit seinem Stock namens "Midnight Stick", der Gegner durch ein Portal in "Die große Leere" saugt.
Wir zogen mit der eiskalten Mossad-Agentin in den Kampf, unser Kumpane steuerte Jimmy Wilson in die Schlacht. Zuerst gab es ein paar Storysequenzen anzusehen - in Spielgrafik - dann ging der Tanz auch schon los. Von der ersten Minute an krachte es an allen Ecken und Enden, die Fieslinge der Bruderschaft versuchten mit allen Mitteln, uns zu eliminieren. Womm, da trifft Shoshanna aus heiterem Himmel eine Granate und streckt sie nieder. Coole Idee: In dieser Situation kann man nun auf Knopfdruck seinen Partner zu Hilfe rufen. Kommt der rechtzeitig, um Euch zu heilen, kann der Rabatz nahtlos weitergehen. Hin und wieder tauchen an bestimmten Punkten im Level Munition und Alternativwaffen auf. Die muss man sich aber nicht teilen, denn sie stehen dem Waffenbruder ebenfalls zur Verfügung. Die feindlichen Schergen fallen im Minutentakt - ob durch Euer Geballer oder auch mit wuchtigen Nahkampfattacken - und hinterlassen ab und zu hilfreiche Munition oder ihre Ballermänner. Jeder niedergestreckte Bösewicht kann dann noch mittels der Darkness von seinem nutzlos gewordenen Pumporgan befreit werden, was Euch einen Bonus beschert.
Fett: Man kann kleinere Knarren auch doppelt nutzen, je eine pro Hand. Alternativ führt Euer Recke seine Spezialwaffe und eine Handfeuerwaffe ins Feld; Die verschiedenen Kombis kann man jederzeit bequem durchschalten. Regelmäßig erscheinen auch Zwischenbosse in Form einer Horde von dunklen Kreaturen, die erhöhten Widerstand bieten. Zum Levelende wartet dann der obligatorische Endboss auf sein unabwendbares Schicksal.
Unser Fazit: Dass der Solo-Modus gut wird, war uns ja schon klar, aber dass uns die Koop-Kampagne so mitreisst, damit hätten wir nicht gerechnet. Das Teil rockt! Wer auch nur ein bisschen Shooter- und Comic-affin ist und für abgedrehte Splatteraction was übrig hat, der sollte sich den 10. Februar 2012 schon mal rot im Kalender anstreichen.
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