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PRAXIS Akkupflege
So läuft Ihr Notebook länger
von Kristian Kübeck am Mo, 21.11.2005 14:03 Uhr


Nutzung der Stromsparmechanismen der Grafikkarte
Aufwand: mäßig
Mögliche Stromersparnis: mäßig

Aktuelle Notebookgrafikkarten stehen ihren großen Brüdern für Desktop-PCs in Sachen Leistung kaum mehr nach. Damit die Hitzentwicklung und der Stromverbrauch trotz der hohen Performance nicht ganz aus dem Ruder laufen, haben die beiden großen Grafikkartenhersteller ATI und Nvidia in ihre Treiber spezielle Stromsparmechanismen integriert. Diese schalten nicht benötigte Teile des Grafikchips ab und senken effektiv den Chip- und Speichertakt. Hier zeigen wir Ihnen, wie Sie diese Techniken effektiv für sich nutzen können.


Bild: Notebookjournal.de/KK
Powerplay:
Die Stromsparfunktion von ATI-Grafikkarten.
Bei einer ATI-Grafikkarte nennen sich die Stromsparmechanismen Powerplay. Öffnen Sie das Treibermenü der Grafikkarte um Änderungen an Powerplay vornehmen zu können. Klicken Sie dazu mit einem Rechtklick auf Ihren Windows-Desktop und wählen Sie dann Eigenschaften aus. Wechseln Sie im darauf folgenden Fenster Eigenschaften von Anzeige auf den Reiter Einstellungen und klicken Sie dort auf Erweitert. Im nun neu auftauchenden Fenster, wählen Sie den Reiter POWERPLAY(tm) aus. Sollte es diesen oder einen ähnlichen Reiter bei Ihnen nicht geben, so hat das Notebook entweder keine ATI-Grafikkarte oder Sie benötigen einen neueren Treiber von der Hersteller-Homepage Ihres Notebooks. In sehr seltenen Fällen kann es auch sein, dass der Notebookhersteller die entsprechende Funktion nicht in das Grafikkartenbios implementiert hat.

Im Reiter Powerplay können Sie nun die Stromsparmechanismen durch einen Haken bei Powerplay(tm) aktivieren und einem darauf folgenden Klick auf Übernehmen aktivieren. Dies ist meist auch der

Bild: Notebookjournal.de/KK
Diese Einstellungen sind für eine lange Akkulaufzeit zu empfehlen.
Standart auf Notebooks. Unter dem Unterpunkt Powerplay(tm)-Einstellungen können Sie nun erweiterte Einstellungen vornehmen. Sie haben jeweils die Möglichkeit, sich bei Netzstrom, Akkubetrieb und manchmal zusätzlich bei einem definierbarem niedrigen Akkustand zwischen Optimaler Leistung und Optimaler Batterielebensdauer zu entscheiden. Bei Office oder Multimedia-Aufgaben sollten Sie vor allem im Akkubetrieb den Regler immer auf Optimale Batterielebensdauer stellen. Das Notebook verbraucht dadurch weniger Strom und läuft eventuell etwas kühler und leiser, da der Lüfter nicht mehr so oft anspringt. Möchten Sie jedoch anspruchsvolle Spiele auf Ihrem Notebook spielen, sollten Sie den Regler auf Optimale Leistung stellen. Tun Sie dies nicht, kann es leicht zu störendem Ruckeln kommen. Denken Sie nach dem Spielen im Akkubetrieb daran, den Regler wieder nach links auf Batterielebensdauer zurück zu stellen um eine optimale Akkulaufzeit zu erreichen.

Bei unserem Testgerät mit integrierter ATI-Grafik haben wir den obersten Regler nach rechts für maximale Leistung im Steckdosenbetrieb und die anderen beiden nach links für einen geringeren Stromverbrauch eingestellt. Haben Sie alles nach Ihren Wünschen eingestellt, klicken Sie auf OK. Die neuen Einstellungen sind sofort aktiv.

Bei einem Notebook mit einer Nvidia-Grafikkarte verhält es sich ähnlich wie bei einem mit dem ATI-Pendant. Anstatt von Powerplay sind hier die Stromsparmechanismen unter der Technologie Powermizer zusammengefasst. Sie erreichen die Einstellungen wieder mit einem Rechtklick auf Ihren Windows-Desktop und der Option Eigenschaften. Wechseln Sie im darauf folgenden Fenster Eigenschaften von Anzeige auf den Reiter Einstellungen und klicken Sie dort auf Erweitert. Sie gelangen im nun auftauchenden Fenster durch den Reiter mit einem Nvidia-Logo und dem Namen Ihrer Grafikkarte (beispielsweise GeForce Go 6800 Ultra) in den Grafikkartentreiber. Wählen Sie im nun neuen Menü links Powermizer aus.


Bild: Notebookjournal.de/GST
Powermizer:
Der Stromsparmechanismus von Nvidia-Grafikkarten.
Mit den beiden Reglern können Sie nun in drei Stufen die Grafikkarte von sehr Strom sparend (ganz links) bis maximale Leistung (ganz rechts) einstellen. Der obere der beiden Regler ist für die Einstellung bei Steckdosenbetrieb, der untere für den Akkubetrieb verantwortlich. Ein guter Wert für den Steckdosenbetrieb ist die rechte oder die mittlere Einstellung. Beim Akkubetrieb sollten Sie nur von der ganz linken Einstellung abweichen, wenn Sie ein aufwändiges Spiel starten möchten. Klicken Sie auf Ok um die neuen Einstellungen zu übernehmen. Sie sind ebenfalls sofort aktiv.

In den Chipsatz integrierte Grafikkern wie beispielsweise Intels Extreme Graphics 2 oder die neuere GMA900 sind von Haus aus sehr Strom sparend ausgelegt und besitzen daher keine Einstellmöglichkeiten im Treiber.


Bild: Notebookjournal.de/KK
Powerstrip:
Ein reines Profitool, nichts für Anfänger.
Eine oftmals genannte Möglichkeit zur weiteren Reduzierung des Stromverbrauchs von Grafikkarten ist die manuelle Senkung des Chip- und Speichertaktes mit Hilfe von speziellen Programmen wie etwa der Shareware Powerstrip. Wir können von derartigen Manipulationen aber nur abraten. Die dadurch mögliche Stromersparnis ist bei den heutigen Grafikchips sehr gering. Durch falsche Einstellungen können Sie aber im schlimmsten Fall Ihre Grafikkarte dauerhaft beschädigen. Hantieren Sie also nur mit solchen Profitools, wenn Sie wirklich wissen, was Sie tun.





 


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