Seit Intels neuer Prozessorgeneration (Calpella) für Notebooks sitzt in jeder Arrandale-CPU ein Grafikchip. Der Grafikkartenhersteller Nvidia ergriff die Chance und entwickelte eine Lösung mit der die leistungsstarken Grafikkarten im laufenden Betrieb abgeschaltet und von dem Intel-Grafikchip ersetzt werden können.
Nvidias Idee: Sobald die Treibersoftware eine 3D-Anwendung erkennt, wird die schnelle Grafikkarte eingeschaltet - Nachdem die 3D-Anwendung beendet wird, soll auch die leistungsstarke Grafikkarte abgeschaltet werden um Strom zu sparen.
Schon vor einigen Jahren versuchte Nvidia mit der Hybrid-SLI-Technologie den Notebook- und Desktopmarkt zur Sparsamkeit zu bewegen. Die Akzeptanz, vor allem im Desktop-Segment, fiel für das kalifornische Unternehmen überraschend gering aus und so wurde das Projekt bald eingestellt. Da die technischen Grundlagen bereits geschaffen waren, dümpelte Hybrid-SLI im Notebook-Sektor weiter. Jedoch ohne große Marketinganstrengungen seitens Nvidia. Falls hin und wieder ein Notebook mit der Hybrid-SLI-Technologie auf den Markt kam, freute sich das Unternehmen. Falls nicht, war das auch in Ordnung. Die Welt war wohl noch nicht bereit.
Doch seit der neuen Calpella-Plattform berherbergt jeder Intel Prozessor einen stromsparenden Grafikchip und so sparen die Notebookhersteller Geld bei der Anschaffung und Realisierung. War es noch bis zur letzten Prozessor-Generation notwendig, die sparsamen Grafikchips zusätzlich zu ordern, ist das mit den neuen Arrandale CPUs nicht mehr notwendig. Auch sehen die Hersteller bei der Optimus-Technologie eine höhere Marktreife, denn die implementierte Automatik beim Umschalten nimmt dem gemeinen Nutzer die Arbeit und das Wissen darüber ab. So vergaß ein Besitzer eines Notebooks mit Hybrid-SLI gerne das Umschalten der Grafikkerne. Die Folge: Entweder ruckelte das Spiel oder die Akkulaufzeit verkürzte sich rapide.
„…hervorragende Grafikleistung nur dann zur Verfügung stellt, wenn Sie sie brauchen. Die Akkulaufzeit wird so verlängert. Sie haben länger etwas von Ihrem Rechner“, verspricht Nvidia mit der Optimus-Technologie.
Und genau darin liegt der Vorteil gegenüber der betagten Hybrid-SLI-Technik. Das Umschalten passiert in exakt den Momenten, in denen zwischen 3D und 2D gewechselt wird. Auch in einem 3D-Spiel selber. Mithilfe einer Softwarelösung, die Nvidia in nächster Zeit der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen wird, erkennen wir, dass auch während der Ladezeiten im Spiel die Intel HD Graphics aktiviert wird und sobald das Spiel weiter geht, schaltet sich erneut die dedizierte Grafikkarte ein. Asus löst die Anzeige eleganter. Durch einfachen Farbwechsel der Status-LEDs (Blau: Intel; Weiß: Nvidia) kann der Nutzer der Optimus-Technik zuschauen.
Video - Nvidia Optimus im Vergleich:
Der Nutzer bemerkt von dem Umschalten nichts. Flackerte bei Hybrid-SLI noch das Display für ein bis zwei Sekunden, ist das bei Optimus nicht mehr der Fall – hier läuft alles im Hintergrund ab.
Optimus: rechter Mausklick auf Desktop führt zu den Einstellungen
In unseren Tests sind uns bisher keine Probleme mit der Nvidia Optimus Technologie untergekommen. Doch einigen Berichten aus unserem Forum zufolge haben einige Leser Schwierigkeiten mit bestimmten Anwendungen. Aus diesem Grund haben wir ein paar einfache Einstellungsmöglichkeiten für Euch zusammengetragen, mit denen Ihr die automatische Umschaltung beeinflussen könnt.
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Kommentare zum Artikel
( 3 Antworten ) Zur Diskussion im Forum
Habe 197.16_notebook_winvista_win7_64bit_international_whql von der Nvidia-Seite geladen und installiert --> Version 2.8.317.02.
Liefert eine andere Startseite in der NVIDIA Systemsteuerung und einige andere Optionen, wenn man links in der Liste auf 3D-Einstellungen klickt, erscheint auch der Menüpunkt.
Ich habe den Menüpunkt "3D-Einstellungen" nicht.
NVIDIA Systemsteuerung Version 2.5.750.05
Welche Version habt ihr im Artikel verwendet? Wie kann ich ein Update durchführen?