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PRAXIS Ubuntu
Praxisbericht Linux
von AndreasK am Mo, 17.10.2011 15:39 Uhr


Weder Word noch Photoshop...
Wer mit dem Gedanken spielt, sagte ich zu meinem Bekannten, dem Koch, sein Notebook von Windows auf Linux umzustellen, muss sich darüber im Klaren sein, dass er damit eine neue Welt betritt, in der vieles anders ist. "Word" oder "Photoshop" gibt es in dieser Welt nicht. Man kann mit der Standard-Installation keine kopiergeschützten DVDs anschauen (man muss sich hierzu, will man den Kopierschutz nicht illegal knacken, ein spezielles Programm kaufen, das die Lizenzen für das Dekodieren dieser DVDs enthält, z.B. der Fluendo DVD Player) und möglicherweise funktionieren (ältere) Scanner, Drucker oder andere (zu neue/zu alte) Hardware nicht (richtig). Bei Windows muss man meist über eine CD die geeigneten Treiber, die mit dem Gerät mitgeliefert wurden, installieren. Ubuntu dagegen installiert sich die Treiber aus einem gigantischen Treiber-Reservoir automatisch selbst. Im Idealfall steckt man den Drucker ein und kurz darauf ist er einsatzbereit. Wer sich in die Linux-Welt eingelebt hat, kauft sich - wenn er sich etwas neues kauft - nur noch Hardware, die für sein System geeignet ist (und Listen, Herstellerangaben oder Foreneinträge hierzu gibt es genug).

Muss ich noch darauf hinweisen, dass es für Linux weniger grafikaufwendige Spiele als für Windows gibt (zum Beispiel jene seltsamerweise beliebten Spiele, in denen es die ganze Zeit nur darum geht, andere Menschen oder Wesen zu erschießen oder totzuschlagen - doch es gibt (leider) auch für Linux sogenannte "Egoshooter")?

Doch trotz allem gibt es unzählige Linux-Nutzer, die Linux nicht mehr gegen Windows eintauschen wollen. Denn oft überwiegen die Vorteile die Nachteile. So ist z.B. für viele ein sicheres, schlankes, schnelles und stabiles System wichtiger als ein Notebook, mit dem man DVDs anschauen oder die neusten Spiele spielen kann. Für viele teure Windowsprogramme (wie MS Office oder Photoshop) gibt es kostenlose Linux-Alternativen (wie OpenOffice bzw. LibreOffice oder Gimp). Mein Bekannter schien dennoch begeistert zu sein und sprach davon, dass er eh keine Spiele spiele und dass ein sicheres, schnelles und stabiles System für ihn wichtiger sei als ein System, mit dem man hundert verschiedene Egoshooter spielen kann und das von gehäuften Leichen und Viren nur so wimmelt. Und DVDs - fügte er hinzu - schaue ich mir eh nie am Laptop an.

Er fragte mich, ob ich ihm mehr über dieses Ubuntu erzählen könne, das ich auf seiner lahmen Vista-Ente installieren möchte. Ich überlegte kurz. Ubuntu gilt als Anfänger-Linux-Distribution - sagte ich - und zwar nicht, da Ubuntu besonders primitiv und eingeschränkt ist, sondern da es einerseits besonders benutzerfreundlich und stets aktuell ist (so funktioniert es meist mit neuster Hardware (z.B. SSDs) einwandfrei) - und da es anderseits u.a. dank dem Wiki der ubuntuusers.de zu den (in deutscher Sprache) am sorgfältigsten dokumentierten Distributionen gehört. Wer dieses Nachschlagewerk eifrig nutzt, dem fällt es leichter, zu anderen (komplizierteren) Distributionen umzusteigen. Denn man lernt hierbei nicht nur viel über Ubuntu, sondern auch über Linux im Allgemeinen. Wer im Wiki aus irgend einem Grund nicht fündig wird, findet die Infos meist in einem der Foren oder einfach über Google.


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