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TEST Acer Aspire 5652WLMi
Schneller Allrounder zum günstigen Preis
von Kristian Kübeck am Fr, 07.04.2006



Ansprechendes Design mit mäßiger Verarbeitungsqualität
Mit seinen Abmessungen von 35,8 x 3,6 bis 3,8 x 26,7 Zentimetern und einem Gewicht von rund 2,9 Kilogramm ordnet sich das Acer Aspire 5652WLMi im Mittelfeld der Klasse der Multimedia-Notebooks bis 15,4 Zoll ein. Das ansprechende Design aus silbernen und schwarzen Kunststoffen zeichnet sich durch seine markante Frontpartie und die elegant wirkenden abgerundeten Ecken und Kanten aus.


Bild: Notebookjournal.de/RT
Acer Aspire 5652WLMi: Der Deckel ist nicht besonders stabil.
Zum Öffnen des Notebookdeckels über die vorne mittig angebrachte Display-Entriegelung ist etwas weniger Kraftaufwand als üblich und nur eine Hand erforderlich. Trotzdem fixieren die Displayschaniere das LCD sicher in jedem erdenklichen Neigungswinkel und verhindern effektiv zu starkes Nachschwingen. Weniger gut ist es um die Stabilität des Deckels bestellt, denn schon durch vergleichsweise geringen Kraftaufwand kann man die gesamte Konstruktion stark verwinden und ihr dabei merkliche Knarrgeräusche entlocken. Geringer Druck auf den Displaydeckel ruft auf dem LCD zudem heftige Bildstörungen hervor – beim Transport des Notebooks ist also besondere Vorsicht geboten. Wie so oft in dieser Preiskategorie erwies sich auch beim Acer Aspire 5652WLMi die Oberseite des aus Kunststoff hergestellten Deckels als recht kratzempfindlich. Trotz des geringen Alters unseres Testgerätes waren schon einige Schrammen und Abdrücke zu erkennen. Der innere Displayrahmen besteht dagegen aus einem blanken, schwarzen Kunststoff, der dem Notebook einen Hauch Eleganz verleiht. Leider sind darauf Fingerabdrücke besonders leicht zu sehen, die beim Aufklappen des Geräts zwangsläufig entstehen. Apropos aufklappen: Unser Testgerät hatte sporadisch Probleme, das Aufklappen des Displays zu erkennen und das LCD wieder zu aktivieren. Erst nach einem weiteren Öffnen und Schließen des Aspire 5652WLMi funktionierte die Schaltung wieder ordnungsgemäß.


Bild: Notebookjournal.de/RT
Acer Aspire 5652WLMi: Das Design ist ansprechend.
Das eigentliche Chassis ist – wie in dieser Preisklasse üblich – komplett aus Kunststoff gefertigt. Dieser wirkt auf den ersten Blick zwar durchaus hochwertig und ist haptisch angenehm anzufassen, erweist sich bei genauerer Prüfung aber als nicht sonderlich stabil. Schon beim Anheben des Notebooks mit einer Hand fallen uns ein ungewöhnlich starkes Verwinden des gesamten Gehäuses und ein leichtes Knarrgeräusch auf. Leichter Druck auf die Handballenauflage und vor allem auf den Bereich in der Nähe des optischen Laufwerks lässt die Oberschale spürbar nachgeben und deutliche Zweifel an der Verarbeitungsqualität aufkommen. Dass die beiden Teile der Oberschale bei unserem Testgerät nicht ganz passgenau gefertigt sind, verstärkt diesen negativen Eindruck weiter – schade!

An der Stirnseite sitzen beim Aspire 5652WLMi zwei praktische Schieberegler für das schnelle An- und Abschalten von Bluetooth und WLAN sowie die Audioein- und Ausgänge im 3,5-Zoll-Klinkenformat. Die ebenfalls vorn angebrachten Stereolautsprecher enttäuschen für ein Multimedia-Notebook etwas und übersteuern bei erhöhter Lautstärke schnell. Zum Abspielen einiger MP3-Dateien auf geringer Lautstärke taugen sie trotzdem ganz gut, sofern man seine Qualitätsansprüche etwas zurückschraubt. Am rechten Rand der Handballenauflage hat Acer das integrierte Mikrofon eingelassen. Aufgrund seiner schlechten Aufnahmequalität geht dessen Praxisnutzen leider gegen null.

Die mattschwarze Tastatur biegt sich beim Schreiben in der rechten Hälfte deutlich durch und tendiert dort auch etwas zum Klappern. Die Leertaste unseres Testgeräts hängt zudem leicht nach links in das Gehäuse hinein und hinterlässt

Bild: Notebookjournal.de/RT
Acer Aspire 5652WLMi: Rechts befinden sich Zusatztasten zur Audiosteuerung.
einen recht wackeligen Eindruck: Schon bei leichtem Antippen im Randbereich biegt sich die Taste zwar nach unten durch, die Tastenfunktion wird jedoch nicht ausgelöst. Insgesamt vermittelt die Tastatur dank eines gut definierten Druckpunktes und straffer Rückstellkräfte dennoch ein recht kommodes Tippgefühl und ermöglicht nach einiger Eingewöhnung auch das Schreiben längerer Texte, sowie problemloses Spielen von Shootern mittels der weit verbreiteten Tastenkombination W-A-S-D. Förderlich für die Spieltauglichkeit ist auch die Verwendung des Standart-Layouts, wodurch der Spieler intuitiv selbst in hitzigen Situationen sofort die richtige Taste findet. Dies gilt insbesondere für die Positionierung der linken Strg-Taste, die sich vorbildlich ganz links befindet und nicht mit der Fn-Taste getauscht wurde. Bei den rechten Cursortasten bietet das Acer 5652WLMi zwei weitere Tasten, die ein Euro- und ein Dollarsymbol bieten und vor allem in Excel von Vorteil sein können. Rechts neben der Tastatur hat Acer insgesamt sechs Zusatztasten zur Regulierung der Lautstärke und zur Steuerung des Windows-Mediaplayers verbaut. Wir hätten uns als kleinen Blickfang noch eine dezente Beleuchtung dieser Tasten gewünscht.

Das Acer Aspire 5652WLMi verfügt über ein breites, großflächiges Touchpad, dessen Scroll-Leisten leider nicht optisch oder haptisch markiert sind. Es ermöglicht präzises

Bild: Notebookjournal.de/RT
Acer Aspire 5652WLMi: Links hängt das Pad etwas durch.
Steuern des Mauszeigers und vermittelt durch seine leicht angeraute Oberfläche einen haptisch angenehmen Eindruck. Bei genauer Betrachtung fällt unseren Testredakteuren jedoch auch hier ein Qualitätsmangel auf: Das Pad sitzt nicht sauber in seinem Rahmen und „hängt“ vorne links ein bis zwei Millimeter ins Gehäuse hinein – inakzeptabel. Neben den beiden angenehm kurzhubigen Pad-Tasten unterhalb des Touchpads bietet das Aspire 5652WLMi eine 4-Wege-Scrolltaste, die zwischen den beiden Touchpad-Tasten liegt. Über den Praxisnutzen dieser Taste lässt sich sicherlich streiten, wir bevorzugen jedenfalls eher die Scroll-Leisten auf dem Touchpad zum Navigieren in Dokumenten und Webseiten. Aber auch hier gilt wie immer: Jeder nach seinem Gusto. Die akustische Rückmeldung aller drei Tasten dürfte ruhig etwas dezenter ausfallen. Über die Tastenkombination Fn+F7 lässt sich das Touchpad bei Bedarf komfortabel deaktivieren, sehr schön.

Insgesamt kann dem Acer Aspire 5652WLMi nur eine mittelmäßige Verarbeitungsqualität bescheinigt werden, vor allem an der Sorgfalt und Qualitätssicherung muss Acer noch dringend arbeiten. Angesichts der performanten Kernkomponenten, des gelungenen Designs und des günstigen Preises werden viele potenzielle Käufer dies aber wohl verscherzen können und großzügig darüber hinwegsehen.

Gute Akkulaufzeit trotz starker Kernkomponenten

Bild: Notebookjournal.de/RT
Acer Aspire 5652WLMi: Der Wartungsdeckel legt alle wichtigen Komponenten frei.
Das Acer Aspire 5652WLMi basiert auf Intels neuester Mobiltechnologie mit dem Codenamen Napa. Angetrieben wird das Gerät von Intels Core Duo Prozessor T2300 (Codename Yonah) mit zwei Prozessorkernen zu je 1,66 GHz Takt und einem insgesamt 2 MByte großen Level-2-Cache in Kombination mit Intels haueigenem i945PM-Chipsatz (Codename Calistoga). Bei der alltäglichen Arbeit merken wir von der Kraft der zwei Herzen dennoch kaum etwas, denn erst bei der Ausführung mehrer anspruchsvoller Anwendungen offenbart der Prozessor sein wahres Potential und lässt kaum noch Wünsche nach mehr Leistung aufkommen. Auch die rechenaufwändige Wiedergabe eines WMF-codierten Videos in voller HDTV-Auflösung von 1920 x 1200 Pixeln (1080i) stellte das Notebook vor keinerlei Probleme – die Last wird schließlich einfach auf beide Kerne verteilt. Bei geringer Auslastung kam es hingegen zu den gleichen ultrakurzen Verzögerungen, wie wir sie bereits beim Samsung X60-T2300 Chane feststellen mussten. Durch den Einsatz von RMClock lassen sich diese kurzen Hänger allerdings auch beim Aspire 5652 schnell abstellen.

Beim Arbeitsspeicher setzt Acer auf zwei Module DDR2-SDRAM

Bild: Notebookjournal.de/KK
Oblivion sieht mit maximalen Details beeindruckend aus ...
mit je 512 MByte Kapazität aus dem Hause Samsung. Leider taktet dieser Speicher nur mit 533 MHz und nutzt so den anliegenden FSB von 667 MHz nicht voll aus. Durch die Konfiguration im Performance steigernden Dual-Channel-Modus erreicht das Testgerät trotzdem gute Werte beim Speicherdurchsatz. Sollte der Anwender in Zukunft den Arbeitsspeicher erweitern wollen, hat er es zwangsläufig etwas schwer: Er muss nicht nur ein vorhandenes Modul entfernen, sondern - beim Tausch von nur einem Speicherriegel - auch auf den Dual-Channel-Modus verzichten, da dieser nur mit zwei gleichen Modulen funktioniert.


Bild: Notebookjournal.de/KK
... läuft aber nur mit reduzierten Details in der XGA-Auflösung flüssig.
Für ausreichend Leistung in Spielen steht der schnellen Plattform eine Geforce Go 7600 von Nvidia zur Seite. Mit der Treibereinstellung Qualität erreicht die Karte im synthetischen Benchmark 3DMark 2003 SE einen sehr guten Wert von 7.984 Punkten. Zum Vergleich: Die ATI Radeon Mobility X1600 aus dem Acer TravelMate 8204WLMi erreichte mit „nur“ 7.562 3DMarks gut 400 Punkte weniger. In der selbstablaufenden Demo zu Egosofts Weltraumsimulation X3: Reunion erreichte das flotte Gespann in der nativen WXGA-Auflösung von 1280 x 800 Pixeln einen Wert von gut 30 fps bei maximalen Details – akzeptabel. Erst in der XGA-Auflösung von 1024 x 768 Pixeln lief die Demo mit durchschnittlich 41 fps einigermaßen ruckelfrei über den Bildschirm. In der Praxis konnte das Acer Aspire 5652WLMi seine Leistung gut umsetzen. Ausgerüstet mit dem zum Testzeitpunkt aktuellsten Referenztreiber mit der Versionsnummer 84.25 von Laptopvideo2Go stürzten wir uns in Blizzards MMORPG World of Warcraft in die Schlacht und führten auf der höchsten Detailstufe in Microsofts Strategiespiel Age of Empires 3 unsere Armeen von Sieg zu Sieg. Egoshooter wie Serious Sam 2 oder F.E.A.R. konnten das Aspire 5652WLMi mit der Qualitätseinstellung „High“ in der nativen Displayauflösung von 1280 x 800 Pixeln ebenfalls kaum in Verlegenheit bringen. Reserven für das anisotropische Filtern von Texturen (AF) oder das Glätten von Kanten (AA oder FSAA) besitzt die Karte dann jedoch nicht mehr.

Bild: Notebookjournal.de/KK
Auch Spellforce 2 ruckelt in der höchsten Detailstufe ...
Einzig brandneue Games wie das Rollenspiel The Elder Scrolls IV: Oblivion oder die Demo des in wenigen Tagen erscheinenden Gernemixes Spellforce 2: Shadow Wars liefen mit hohen Details in der nativen Displayauflösung nicht flüssig. Bei Oblivion war der Verzicht auf die schicken HDR-Überblendeffekte, das Herabsetzen der Schattendetails und die Reduktion auf die normale XGA-Auflösung von 1024 x 768 Pixeln für das Erreichen spielbarerer Bildwiederholraten notwendig. Spellforce 2 lief ebenfalls nur mit reduzierter Schattenqualität und in der mittleren Detailstufe wirklich flüssig. Eins haben beide Spiele dennoch gemeinsam: Sie sehen auch mit reduzierten Details noch klasse aus.

Bei der Erstellung des Datenblatts fiel uns abschließend

Bild: Notebookjournal.de/KK
... macht aber auch so noch eine Menge her.
noch eine kleine Kuriosität auf. Laut verschiedenen Diagnosetools und dem Grafiktreiber läuft der Grafikspeicher der GeForce Go 7600 nämlich nur mit einem Takt von 175 MHz respektive 350 MHz DDR, obwohl die verbauten Module HYB18T256161AFL25 von Infinion für 400 MHz respektive 800 MHz DDR ausgelegt sind. Ein manueller Übertaktungsversuch des Grafikspeichers scheiterte dagegen schon bei rund 210 MHz (420 MHz DDR). Welcher Wert nun stimmt und ob andere Notebooks mit der gleichen Grafikkarte dadurch eine bessere Performance abliefern, konnten wir bisher nicht ermitteln. Acer selbst hat auf unsere diesbezügliche Anfrage bisher nicht geantwortet.

In unserem Testgerät war für die Speicherung der Daten eine Festplatte von Toshiba mit der Bezeichnung MK1032GSX zuständig. Die mit 5.400 U/min drehende Festplatte mit S-ATA-Anschluss stellt eine üppige Kapazität von 100 GByte zur Verfügung und kann mit über 20 MByte/s im Leistungstest von SiSoft Sandra voll überzeugen. Weniger erfreulich ist hingegen das Laufgeräusch der Festplatte, das vor allem in ruhigen Umgebungen deutlich hörbar ist und geräuschempfindliche Anwenderohren stören könnte.

Als optisches Laufwerk integriert unser Aspire 5652WLMi einen DVD-Brenner des Typs UJ-8455 von Matshita, der achtfache Brenngeschwindigkeit erreichen soll. Das besondere daran: Der Brenner ist ein so genanntes Slot-In-Laufwerk

Bild: Notebookjournal.de/RT
Acer Aspire 5652WLMi: Die CDs werden einfach in den Schlitz gesteckt.
ohne ausfahrende Schublade. Stattdessen wird die CD oder DVD einfach in den stets offenen Schlitz geschoben und dann vom Laufwerk eingezogen. Durch diese Technik ergeben sich zwangsläufig einige Nachteile. Beispielsweise unterstützt das Laufwerk keine Mini-CDs oder -DVDs und staubt schneller zu als normale Laufwerke mit einer Blende. Auch die Geräuschentwicklung fällt im Betrieb etwas höher aus als bei anderen Laufwerken seiner Klasse. Vor allem das laute Geräusch bei Bewegungen des Schlittens im Inneren des Brenners sticht stets deutlich hervor. Als Vorteil ist der bequeme Einschub des Mediums zu verbuchen, der zudem den Platzbedarf einer ausfahrenden Lade eliminiert.


Bild: Notebookjournal.de/RT
Der Akku versorgt das Notebook über drei Stunden lang mit Strom.
Trotz dieser starken Kernkomponenten erreichte das Acer Aspire 5652WLMi in unserem Akkutest mit Business Winstone 2004 Battery Mark einen guten Wert von 195 Minuten Laufzeit – wohlgemerkt ohne die Nutzung der Stromsparmechanismen von Grafikkarte und Prozessor und bei maximaler Displayhelligkeit. Mithilfe der umfangreichen Einstellmöglichkeiten im mitgelieferten Acer ePower Management dürfte sich dieser Wert problemlos noch etwas steigern lassen. Das voluminöse und rund 650 Gramm schwere 90-Watt-Netzteil darf also auch bei längeren mobilen Arbeitseinsätzen getrost zu Hause bleiben.

Entgegen vieler anders lautenden Meldungen empfanden unsere Tester das Lüftergeräusch des Acer Aspire 5652WLMi als durchaus der Leistung des Boliden angemessen und als nie wirklich störend. Während des Surfens im Internet und der Arbeit in Office springt der Lüfter zwar nach einiger Zeit immer öfter an, dies ist jedoch nur in sehr ruhigen Umgebungen überhaupt festzustellen und wird fast noch vom Arbeitsgeräusch der Festplatte übertönt. Erst wenn der Prozessor stärker belastet wird, erhöht der Lüfter seine Drehzahl und macht sich durch ein Rauschen bemerkbar, das vor allem in Anbetracht der Leistung im Klassenvergleich noch als recht angenehm einzustufen ist – manche Office-Notebooks machen unter Last deutlich mehr Lärm. Beim Starten eines aufwändigen 3D-Spiels muss der Lüfter dann

Bild: Notebookjournal.de/RT
Acer Aspire 5652WLMi: An der Rückseite wird die meiste Wärme abgegeben.
nochmals seine Drehzahl deutlich erhöhen und Schwerstarbeit leisten, um auch die Temperatur der Grafikkarte im Zaun zu halten. Kopfhörer sind dann zwar nicht zwingend erforderlich, aufgrund der niedrigen Qualität der internen Lautsprecher sind diese beim Spielen aber sowieso anzuraten. Erreicht wird diese Kühlleistung durch einen mächtigen Kühlkörper, dessen Lüfter die Luft von unten ansaugt und dann auf der linken und hinteren Seite wieder heraus bläst. In Folge dessen hielt sich auch die Erwärmung an der Oberschale in Grenzen, die erst nach längerem Spielbetrieb auf der kompletten linken Seite handwarm wurde. Ansonsten blieb unser Testgerät erfreulich kühl.

Spieglein, Spieglein an der Wand...
Bei der Betrachtung des 15,4-zölligen Widescreen-Displays fällt uns als Erstes das im Klassenvergleich recht starke Spiegeln auf. Solange keine direkten Lichtquellen auf das WXGA-Display fallen, lässt sich damit zwar noch kommod arbeiten, spätestens bei einem Fenster oder gar einer Lampe

Bild: Notebookjournal.de/RT
Acer Aspire 5652WLMi: Das Display taugt auch als Spiegel.
im Rücken ist dies aber nur noch eingeschränkt möglich. Immerhin einen Vorteil hat das Ganze: Im ausgeschalteten Zustand ersetzt das Acer Aspire 5652WLMi fast einen echten Spiegel und erlaubt vor wichtigen Treffen einen schnellen Check des eigenen Outfits.

Die Blickwinkel des Acer Aspire 5652WLMi überzeugten ebenfalls nicht, denn vor allem vertikal laufen die Kontraste rasend schnell zu und die Farben bluten schnell aus. Schon bei geringen Abweichungen vom optimalen Neigungswinkel sind dunkle Spiele wie F.E.A.R. fast unspielbar. Horizontal ist die Blickwinkelabhängigkeit etwas weniger stark ausgeprägt und liegt leicht über dem Klassendurchschnitt. Das Fujitsu-Siemens Amilo Pi1536 erlaubt im direkten Vergleich jedoch auch hier deutlich weitere Blickwinkel. Bei Einhaltung des optimalen Betrachtungswinkels überzeugt das Display des Acer Aspire 5652WLMi aber mit einer guten Wiedergabe unserer Referenzfotos und stellt auch schwierige Hauttöne gut dar. Farbbrillanz und -sättigung liegen im guten bis sehr guten Bereich und sind mit leichten Einschränkungen sogar für Fotoarbeiten tauglich. Der Anwender darf dabei nur nicht den Neigungswinkel verändern, weil sich dadurch die Farben sofort verfälschen.

Bei der Helligkeitsverteilung vermittelt das Display subjektiv einen etwas fleckigen Eindruck. Bei maximaler Helligkeit sind leichte Abschattungen zu den Ecken links und rechts unten zu erkennen, die sich bei niedrigeren Helligkeitsstufen noch verstärken.

Bild: Notebookjournal.de/RT
Acer Aspire 5652WLMi: Die meisten Anschlüsse finden sich links.
Unsere Helligkeitsmessung bestätigt diesen Eindruck und ermittelt eine Abweichung von 27 rund Prozent im Netz- und Akkubetrieb zwischen der hellsten Stelle (Bildmitte) und der dunkelsten (links unten). Mit einer durchschnittlichen Helligkeit von 119 cd/m² ist das Display für den Einsatz draußen zu dunkel. Aufgrund der starken Spiegelungen ist es für den Einsatz im Freien aber sowieso nicht geeignet.

Bei Anzeige eines schwarzen Hintergrunds schlägt die Displaybeleuchtung unregelmäßig durch und zeigt als Resultat im unteren Bereich einen hellen Grauton, der sich nach oben hin zu einem dunkleren, ins Schwarze gehenden Grau verläuft. Dieses Verhalten stört vor allem in Filmen bei der Wiedergabe in dunklen Passagen etwas. Bei schnellen Kamerafahrten und in Ego-Shootern tritt außerdem eine leichte Schlierenbildung auf.

Bei der Kommunikations- und Multimediaausstattung scheint es, als wolle Acer mit dem Aspire 5652WLMi einen neuen Rekord aufstellen. Denn sowohl drahtlos als auch kabelgebunden wird dem Anwender praktisch alles geboten, was momentan an modernen Anschlüssen auf dem Markt zu finden ist. Neben den üblichen vier USB-2.0-Anschlüssen, Firewire und dem in einem Multimedia-Notebook fast schon obligatorischen 5in1-Kartenleser, der mit den Formaten MemoryStick (MS), MemoryStick-Duo (MS-Duo), MultiMediaCard (MMC), SecureDigital (SD) und xD PictureCard (xD)

Bild: Notebookjournal.de/RT
Acer Aspire 5652WLMi: Sogar ein digitaler DVI-D-Ausgang ist vorhanden.
umgehen kann, bietet unser Testgerät sowohl einen analogen VGA-Ausgang als auch den oftmals schmerzlich vermissten digitalen DVI-D-Ausgang zur verlustfreien Ansteuerung eines externen Flachbildschirms. Für die drahtlose Kommunikation mit der Außenwelt zeichnet Intels Wireless-LAN-Modul 3945ABG verantwortlich. Dank Unterstützung aller drei WLAN-Standards (IEEE 802.11a/b/g) findet der Anwender damit problemlos weltweit Verbindung. Über einen Schieberegler an der Stirnseite und das Acer ePower Management in Windows lässt sich die Karte schnell an- und abschalten – praktisch. Auf kabellose Bluetooth-Technik muss der Anwender beim Aspire 5652WLMi ebenfalls nicht verzichten und sogar eine Infrarot-Schnittstelle zur Kommunikation mit älteren Handys und PDAs hat das Gerät an Board. Kabelgebunden geht es dank des Gigabit-Netzwerkports besonders rasant zu – eine entsprechende Gegenstelle vorausgesetzt. Das obligatorische 56K-Modem rundet die gute Kommunikationsausstattung ab. Für zukünftige Erweiterungen stehen ein PCMCIA-Steckplatz und ein moderner ExpressCard-Slot zur Verfügung. Kurzum: Es gibt (fast) keine aktuelle Schnittstelle, die im Acer Aspire 5652WLMi nicht verbaut ist – beeindruckend in dieser Preisklasse!




 


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Kommentare zum Artikel ( 16 Antworten )
Zur Diskussion im Forum

AW: Acer Aspire 5652WLMi:<br> Schneller Core-Duo-Allrounder zum günstigen Preis
von nickll am Sa, 17.06.2006 20:08 Uhr

Hallo zusammen! Ich liebäugel auch schon mit diesem Notebook.
Allerdings hätte ich da noch einige Fragen. - Im Testbericht
steht ja das der Speicher des Grafikchip nur mit 175MHz anstatt
mit den möglichen 400 getaktet ist. Gibt es dazu bereits ein
Antwort von Acer oder einen Vergleich mit anderen Notebooks die
die gleiche Grafikkarte verbauen? - Ich habe jetzt...
AW: Acer Aspire 5652WLMi:<br> Schneller Core-Duo-Allrounder zum günstigen Preis
von Kikuyumoja am Fr, 09.06.2006 21:32 Uhr

Äh ich glaube das 5653 hat KEIN Bluetooth, nur das 5652. Und
ja, obwohl es teurer ist und mehr RAM + bessere CPU.
ODER? Weil ich nämlich eben im MediaMarkt auch vor der Kiste
stand und das BT partout nicht angeschaltet bekam.
AW: Acer Aspire 5652WLMi:<br> Schneller Core-Duo-Allrounder zum günstigen Preis
von cbruechner am Mi, 07.06.2006 08:51 Uhr

Hallo zusammen. Das passt zwar nicht wirklich zu 5652 aber ich
hab eine Frage zum 5653. Ist ja im Prinzip das Gleiche. Nur ist
der Prozzi schneller und der Arbeitsspeicher doppelt so
groß. Also wie schon gesagt, habe ich mir mir das Acer
Aspire 5653 gestern beim Media Markt gekauft. Bisher bin ich
voll zufrieden damit. Hab mir als erstes eine Recovery DVD
gebrannt....

Kategorie:
Multimedia-Notebooks bis 16,4 Zoll

Testergebnis
Multimedia-Notebooks bis 16,4 Zoll
Acer Aspire 5652WLMi
sehr gut
Test vom 28.06.2006



PRO KONTRA

schneller Core-Duo-Prozessor
leistungsstarke Nvidia-Grafikkarte
agile, 100 GByte große Festplatte
5in1-Kartenleser
PCMCIA- und ExpressCard-Slot
abschaltbares Touchpad
Gigabit-LAN, Bluetooth, WLAN und Infrarot
DVD-Brenner mit DL-/RAM-Unterstützung
Schiebeschalter für WLAN & Bluetooth
klassisches Tastenlayout
digitaler DVI-D-Ausgang
günstiger Preis
gute Akkulaufzeit
druckempfindlicher LCD-Deckel
Kunststoff-Chassis knarrt und gibt leicht nach
Verarbeitungsmängel bei unserem Testgerät
laute Touchpad-Tasten
Tastaturfläche biegt sich durch
spiegelndes Display
starke vertikale Blickwinkelabhängigkeit
inhomogene Ausleuchtung des LCDs
mäßige Qualität der integrierten Lautsprecher
keine Recovery-Medien mitgeliefert



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