Hinter Acers Gaming Notebook Aspire 9514 WMSi_Gamer steckt eine 3D Maschine der besonderen Art. Durch die ungefähr 4 Kilogramm Kampfgewicht und die Akkuleistung dient es hauptsächlich als Desktop Replacement und für LAN-Parties. Die passable Serienausstattung des 17 Zöllers und die verwendeten Komponenten des Notebooks wissen zu überzeugen, auch wenn einige "Kinderkrankheiten" das positive Gesamtbild etwas trüben.
Mit dem Namenszusatz Gamer des Aspire 9514_WSMi trifft Acer den Nagel direkt auf den Kopf. Anhänger von ressourcenhungrigen Spielen werden an diesem Notebook viel Freude haben, da es selbst diese mit einer Leichtigkeit meistert, die seines Gleichen sucht. Das Desktop-Replacement ist eher für Lan-Partygänge gedacht, als für den täglichen Gang zur Uni, was auch das Kampfgewicht von ca. 4 Kilogramm unterstreicht. Zwei Toshiba-Festplatten und eine effiziente Kühllösung erhöhen das Gewicht und zollen der Mobilität Tribut.
Doch was bekommt man für 2000€? Im Falle des Aspire 9514 ein Notebook, das größtenteils alles mitbringt, was ein ambitionierter Gamer oder Multimedia-Fan benötigt, um die Glückseligkeit zu erreichen. Unter der Haube stecken 240 GB Speicherplatz, ein Riegel mit 1024 MB an RAM, getaktet auf 667 MHz, und eine sehr schnelle Grafikkarte in Form einer GeForce Go 7900. Dazu gesellen sich noch ein integriertes, aber leises 2.1 Soundsystem mit unten liegendem Subwoofer, ein sehr homogenes und leuchtintensives, aber leicht spiegelndes Display und ein Mini OS, welches das Starten von Windows unnötig macht, um Filme, Bilder oder Musik abzuspielen.
Leider wird der durchweg positive Eindruck etwas abgeschwächt. Auffallend ist das etwas klapprige Keyboard, welches vor allem im W,A,S,D-Bereich durchfedert. Auch beim Touchpad und dessen Tasten findet man das leichte Klappern wieder. Was bei unserem Testmodell weiter unangenehm auffällt, ist ein „Fiepen“, welches das Aspire 9514 WSMi_Gamer bei der Interpolation von gewissen Auflösungen von sich gibt.
Dezentes Design, klappernde Eingabegeräte und ein zusätzlicher Subwoofer
Das Aspire bringt bei Abmessungen von 40 x 29,7cm und einer Höhe von ca. 3,4 cm stattliche 4 kg auf die Waage, wobei das Gewicht dennoch im Durchschnitt der aktuellen Zockernotebooks liegt. Praktisch macht das Notebook eine sehr stabile Figur und wirkt sauber verarbeitet. Bei erzeugtem Druck an Verbindungspunkten knarzt und knackt nichts.
Die Designer haben bei diesem Notebook den Schwerpunkt eher auf Understatement gelegt. Kein blinkender Schnickschnack oder leuchtend grelle und überflüssigen LEDs sind am Notebook zu finden, sondern lediglich eine Chromzierleiste am Displaydeckel. Innen wird das 17'' CristalBright-Panel von einem glänzend schwarz lackierten Rahmen gehalten. Die um die Längsachse drehbare 1.3 Megapixel Webcam ist oben in den Rahmen integriert.
Federnde und klapprige Tastatur bremsen den Spieltrieb etwas
Leider gibt sich unser Testgerät beim Keyboard und Touchpad die Blöße. Gerade im "WASD"-Tastenbereich, welcher bei fast allen 3D-Shootern der Navigation des Characters dient, federt die allgemein etwas klapprige Tastatur durch. Vielschreiber werden den etwas schwammigen Druckpunkt der Tasten und die gewöhnungsbedürftige Anordnung der Zusatztasten (ENTF,Einfg, usw.) bemängeln.
Dies führt sich beim Touchpad fort. Optisch wirkt das Touchpad, vor allem durch die Tasten und die Umrandung des Pads im Edelstahllook, unzerstörbar. Auch das 4-Wege Navigationsfeld, welches mittig zwischen den „Maustasten“ angeordnet ist, macht einen guten und funktionalen Eindruck. Doch beim „Click and Move“ von Windowsfenstern ist ein leichtes Klappern hörbar. Der optische Eindruck täuscht hier also etwas. Befehle und Scrollfunktionen setzt der Mausersatz direkt und ohne zu Springen um.
Für den „guten Ton“ sorgt ein kleines 2.1 System, dass man daran erkennen kann, dass an der Unterseite des Notebooks ein zusätzlicher Subwoofer eingebaut ist. Allerdings kann man von einem Soundsystem mit Hoch- und Tieftönen mehr erwarten, denn dem Namen Lautsprecher werden diese nicht gerecht. Schon bei etwas erhöhter Zimmerlautstärke vermisst man das Durchsetzungsvermögen. Lässt man die Maximalleistung der Speaker außen vor, stellt man fest, das die Klangeigenschaften des Systems durchaus passabel sind. Klare Höhen und sonore Mitten können allerdings nicht über die leise Soundausgabe hinwegtrösten.
Nette Features und viele Schnittstellen
HiFi und Multimedia Fans werden von den Features des 9514_WSMI angetan sein. Unter einer verschiebbaren Blende eröffnet das Notebook einen 5in1 Kartenleser, der mit durchschnittlicher Geschwindigkeit Daten liest oder schreibt. Links daneben findet der User 3 Buchsen für Line In, Kopfhörer / SPDIF und Mikrofon. Ein zusätzliches Mikrofon wird prinzipiell nicht benötigt, da bereits zwei davon an den unteren Enden der Tastatur angebracht sind.
Drückt man, während das Notebook ausgeschaltet ist, den im Gehäuse versenkten Button „Arcade“, startet das Notebook im MiniOS Modus. Hier ist es möglich, Musik von der Festplatte oder CD an zu hören oder zu schauen. Weiter können DVD-Videos abgespielt werden. Andere Formate bleiben außen vor, da Codecs für AVI und weitere Videoformate fehlen. Da das Acer Aspire jedoch nicht über einen TV Tuner verfügt, ist dieser Unterpunkt und die Funktion der Taste TV hinfällig.
Slot-In DVD Multi-Laufwerk mit Double Layer Funktion
Acers Rechner wartet mit 4 USB 2.0 Schnittstellen und einem Firewire-Port, Express Card und PC Card Slot auf. Eine Besonderheit sind die Anschlussmöglichkeiten für externe Ausgabegeräte. Hier spendierte Acer dem Aspire einen VGA-, DVI-, SVGA- und HDMI-Port.
Für Internet- oder Netzwerkverbindungen stehen ebenfalls ein 56k V.92 analog Modem und für Netzwerk und DSL ein Gigabit Ethernetport bereit.
Raid Controller vorhanden aber unbenutzt
{image44d733357532c~left}Unser Testgerät verfügt über 240 GB Plattenspeicher, welche von zwei 120 Gigabyte Hard Disks aus dem Hause Toshiba zur Verfügung gestellt werden. Die Plattenkarusselle drehen sich mit 5400 U/min und können Daten mit durchschnittlich 30 MB/s lesen, während die Zugriffszeit bei etwa 16,6 ms liegt. Alles in allem platzieren sich die Massenspeicher im vorderen Drittel des Tabellenfeldes. Durch die zusätzliche Platte erwärmt sich die Handballenauflage merklich. Sie wird zwar nicht unangenehm heiß aber spürbar warm.
Intels Matrix Storage Controller für Raid 0 und 1 Felder steuert die beiden SATA-Platten. Allerdings wird das Notebook im Non-Raid Zustand ausgeliefert. Power User, welche nicht unbedingt auf Datensicherheit angewiesen sind, können die Platten somit in ein Raid 0-Verbund einbinden und die Schreib- und Lesevorgänge stark beschleunigen.
Ein weiteres nettes Feature ist, dass man das WLAN-Modul und die 2.0+ EDR Bluetooth-Einheit getrennt aktivieren oder abschalten kann. Bei Aktivierung der jeweiligen Funktion leuchten die Symbole auf den aktivierten Buttons. Es muss also nicht zwangläufig beides aktiviert werden.
Als Zugaben zum Notebook findet man beim Acer Aspire nicht wirklich vieles. Die Recovery Version des Betriebssystems muss man selbst erstellen und entweder auf einen DVD- oder 5 CD-Rohlinge brennen. Die einzige CD’s im Paket sind der Treiber und die Applikation für den Intel Matrix Storage Controller und eine Installation-CD eines Internetproviders, der für seine recht aggressive Wurfpostwerbung bekannt ist. Für das 56k Modem liegen 2 Kabel bei, um sich gegenfalls mit dem Internet zu verbinden oder Faxe schicken oder empfangen zu können.
Richtet man den Blick rechts in die Verpackung, endeckt man den 4800mAh Akku und das mittelgroße Netzteil. Alles in allem recht dürftige Zugaben, die jedoch zu verschmerzen sind, wenn man die gute Grundausstattung des Notebooks im Hinterkopf behält.
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Kommentare zum Artikel
( 11 Antworten ) Zur Diskussion im Forum
Also ich hab mir das Teil zugelegt,zwar mit 4GB RAM und 7950GTX und T7600 aber das Book ist einfach spitze!!!Zeigt keinerlei schwächen und Mängel !!!
Würde es sofort wieder kaufen !!!