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TEST Acer Ferrari 4005WLMi
Markanter Turion-Edelbolide unter Ferrari-Flagge
von Ronald Tiefenthäler am Mo, 26.09.2005



Unser Fazit:
Das Acer Ferrari 4005WLMi ist mehr als nur ein typischer und begehrenswerter Ferrari-Fanartikel. Das mit auffallendem schwarz-rotem Design optisch markant wirkende attraktive Notebook etabliert sich mit sehr guter Ausstattung und Formel-1 verdächtiger Leistung im Spitzenfeld der bisher von

Bild: Notebookjournal.de/RT
Acer Ferrari 4005WLMi: Unverwechselbare und markante Scuderia-Ferrari-Optik.
uns getesteten Multimedia-Notebooks. Das bei den 3000er Vorgängermodellen dominierende Ferrari-Rot findet sich beim Ferrari 4005WLMi nur noch an den beiden Seitenwänden und als schmale Kunststoffzierleiste an der Vorderseite des LCD-Deckels. Trotzdem bleibt der Neidfaktor sicherlich erhalten: Auf dem anthrazitfarbenen Hochglanz-Deckel prangt das Ferrari-Logo mit dem springenden Pferd im Emblem, darunter zeigt der Notebook-Deckel eine sportliche Kohlenstofffaser-Optik. Schick.

Das Acer Ferrari 4005WLMi bietet aber weit mehr als reine Rennsportoptik: In den Benchmarks von PC Magazine glänzt das Ferrari 4005WLMi mit Formel-1 tauglicher Leistung und setzt sich an die Spitze aller bisher von Notebookjournal.de getesteten Notebooks. Mit rund 2,75 Stunden Akkulaufzeit zeigt sich das Acer Ferrari 4005WLMi zudem nicht über Gebühr kurzatmig. Der im Test recht laute Lüfter wird die Hörnerven des durchschnittlichen Anwenders im normalen Alltagsbetrieb wohl etwas strapazieren, dafür hält sich die die Erwärmung des Acer Ferrari 4005WLMi aber in engen Grenzen. Lediglich das Touchpad und der darüber liegende Tastaturbereich erwärmen sich unter Last spürbar. Das 15,4-zöllige und mit 1.680 x 1.050 Bildpunkten sehr hoch auflösende Display bietet einen guten Gesamtbildeindruck, das LCD scheint zudem recht schnell zu schalten, da subjektiv eine sehr geringe Neigung zur Schlierenbildung im Multimedia- und Spielebetrieb festzustellen ist.

Unterm Strich ist das Acer Ferrari 4005WLMi ein vollwertig ausgestattetes, sehr schnelles und sicherlich unverwechselbares Notebook in Scuderia-Ferrari-Optik, das

Bild: Notebookjournal.de/RT
Acer Ferrari 4005WLMi: Waschechter Ferrari mit Formel-1-verdächtiger Leistung.
sich für Menschen empfiehlt, die entweder Ferrari-Fans oder aber Anwender sind, denen hohe Leistung gepaart mit exklusivem Design generell wichtig ist.

Ganz herzlich möchten wir uns bei Herrn Manfred Hoyer, dem Geschäftsführer der Hoyer Vertriebs GmbH, bedanken, die unter der Marke »MaHo ideas« unter anderem Komplettlösungen für Promotion- und Konsumartikel anbietet. Herr Hoyer, ein echter l'appassionato, Ferrarifahrer und Ferrari-Fanartikel-Sammler, der natürlich auch ein Acer Ferrari Notebook der 3000er Serie nutzt, hat uns ganz unbürokratisch und spontan seine beiden Ferrari, einen 360 Spider und einen F355 Spider, für unsere Fotostrecke zur Verfügung gestellt.

Markant und begehrenswert: Gehäusedesign in Ferrari-Optik

Bild: Notebookjournal.de/RT
Acer Ferrari 4005WLMi: Wer Extravaganz liebt, sollte hier zuschlagen.
Ferrari – das ist Mythos und Sportwagenfaszination in Reinkultur, das ist Männertraum und Synonym für Leidenschaft und Temperament. Und Ferrari ist unverkennbar: Der Cavallino Rampante, das springende schwarze Pferd, im Scudetto, dem Emblem der Scuderia Ferrari (ital. „scuderia“ für (Pferde)Rennstall), ist weltweit eines der bekanntesten Symbole und lässt wohl nicht nur Männerherzen höher schlagen. Aber der Name Ferrari steht wohl auch für begnadete Ingenieursleistungen und die extreme Motivation eines eingeschworenen Teams mit der Zielsetzung, immer wieder das Nonplusultra in der komplexen High-Tech-Sportart Formel 1 neu entwickeln zu wollen. Mit der Vertragsunterzeichnung zwischen Acer und dem Rennstall Ferrari wurde der Notebookspezialist Acer im Februar 2003 zum Official Supplier der roten Flundern aus Maranello. Nachdem auch der Chipgigant AMD schon seit dem Jahr 2002 ein offizieller Sponsor und Technologie-Partner des italienischen Rennteams ist, sind die Ferrari-Notebooks von Acer eine fast schon logische Konsequenz aus der engen Zusammenarbeit des Technologie-Spitzen-Trios.

Trotz seines auffallenden schwarz-roten Designs und dem offensichtlichen Bezug zur Formel 1 stellt das sportliche wirkende Acer Ferrari 4005WLMi keinen neuen Gewichtsrekord auf. Immerhin 2,7 Kilogramm bringt es auf die Waage, ein

Bild: Notebookjournal.de/RT
Acer Ferrari 4005WLMi: Fügt sich nahtlos in jede Ferrari-Rennbox ein.
Formel-1-typisches Superleichtgewicht ist es also trotzdem nicht. Damit liegen zwischen dem Ferrari 4005WLMi und dem von Acer mit 2,86 Kilogramm angegebenen Travelmate 8100, das wie der silberfarbene Zwilling vom Ferrari 4005WLMi aussieht, nur marginale 160 Gramm. Mit seinen identischen Abmessungen von 36,4 x 3,6 bis 4,3 x 26,5 Zentimetern macht sich das Acer Ferrari 4005WLMi auf dem Schreibtisch auch genauso breit wie das 8100er Modell. Um es kurz zu machen: Es gehört natürlich nicht in die ultraportable Subnotebook-Klasse. Muss es aber auch nicht – das Ferrari 4005WLMi fährt schließlich in einer anderen Liga.

Den markanten, hochglänzenden LCD-Deckel ziert eine in Anlehnung an die Kohlenstofffaserteile der Ferrari-F1-Rennwagen gestylte Deckelschale, auf der repräsentativ das Logo der Scuderia Ferrari thront. Das typische Ferrari-Rot findet sich im Gegensatz zum Vorgänger nur mehr an der Zierleiste des vorderen LCD-Rahmens und an den beiden Seiten der Geräteunterschale. Also ein absolut sportive, aber etwas dezentere Optik als bei Acers ehemaligen Ferrari-Notebooks. Ein

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Acer Ferrari 4005WLMi: Hat Stil und Eleganz und ist dennoch kraftvoll.
Echtheitszertifikat an der Geräteunterseite weist das Acer-Notebook zudem als Ferrari – Offical Product aus, das man so auch direkt vom Ferrari-Fanshop beziehen kann. Die Deckelscharniere hinterlassen einen stabilen Eindruck, der Deckel federt kaum nach. Mit etwas Druck auf den Deckel produziert man allerdings recht schnell Störungen auf der vorderen LCD-Seite. Beim Verstauen des Ferrari 4005WLMi auf Reisen ist also Vorsicht geboten. Die Materialanmutung des Gehäuse ist dagegen herausragend gut: Die gesamte Geräteoberschale des Acer Ferrari 4005WLMi fühlt sich dank eines speziellen Überzugs aus gummiertem Verbundmaterial haptisch wunderbar weich und traumhaft griffig an – super.

Die 89 Einzeltasten der gewölbten Tastatur lassen grundsätzlich ein haptisch angenehmes Schreiben zu. Geübte Vielschreiber würden sich aber wohl neben einem deutlicher fühlbaren Druckpunkt auch etwas stabilere Tastenköpfe wünschen. Beim kurzen und leichten Antippen der Tasten wirken die Tasten seiteninstabil, im mittleren Tastaturbereich lässt sich das Eingabegerät zudem rund 1 Millimeter durchdrücken. Dafür entschädigt das klassische Tastaturlayout den Anwender mit einer intuitiven

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Acer Ferrari 4005WLMi: Die Tastatur erwärmt sich auch bei Volllast kaum.
Tastenanordnung und einem sicheren Schreibgefühl. Positiv sind die zusätzlichen Cursortasten beim rechten Navigationsblock anzumerken, die ein Euro- und ein Dollarsymbol bereitstellen. Das Touchpad des Acer Ferrari 4005WLMi verfügt über eine großzügig bemessene Navigierfläche, die Scroll-Leisten sollten optisch und haptisch aber zusätzlich markiert sein. In der Treiberstandardeinstellung zeigt sich das Touchpad nur durchschnittlich sensibel und präzise. Nach Erhöhung der Sensibilität gibt sich der Mauszeiger dann aber deutlich williger. Beim Acer Ferrari 4005WLMi stellten wir bei hoher Leistungsabgabe eine sehr deutliche Erwärmung der Padfläche fest. Die Erwärmung nimmt aber im direkten Klassenvergleich sicherlich nicht den Höchstwert ein. Neben den beiden schmalen Padtasten mit schön kurzem Hub integriert das Acer Ferrari 4005WLMi auch eine 4-Wege-Scrolltaste, die zwischen den beiden Touchpadtasten liegt und schnelles und präzises Navigieren in umfangreichen Dokumenten erlaubt. Störend ist nur das etwas laute Klickgeräusch der Pad-Tasten.

Ein besonderes Highlight ist die im Lieferumfang enthaltene kabellose Bluetooth-Maus im Ferrari-Design, die die Eingabe via Touchpad obsolet macht. Im Gegensatz zu vielen anderen Wireless-Mäusen offeriert Acer eine durchdachte Lösung. Denn die beiden Akkus, die die Maus mit Strom versorgen, können mit einem mitgelieferten USB-Lade-Kabel vom Notebook aufgeladen werden. Das macht vor allem dann Sinn, wenn das Gerät über Nacht am Strom hängt und die Akkus sich in aller Ruhe aufladen können. Aber im Notfall kann das auch im mobilen Einsatz geschehen, indem man dann einfach den Notebookakku als Stromquelle heranzieht – clever.

An der Frontseite bietet das Acer Ferrari 4005WLMi zwei breite und transparente Zusatztasten zum schnellen An- und

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Acer Ferrari 4005WLMi: Die Bluetooth-Maus kann via USB aufgeladen werden.
Abschalten von Bluetooth und Wireless LAN an, die bei aktivierter Hardware in grellem Blau leuchten. Rechts vor dem Display finden sich vier weitere Zusatztasten, mit denen der Anwender schnell die aktive Mail- und Webbrowser-Applikation sowie Acers eManager starten kann. Eine vierte Schnellstarttaste lässt sich individuell programmieren. Die grüne Illumination des links angeordneten Netzschalters will irgendwie nicht in das ansonsten schlüssige Ferrari-Design passen. Eine idealerweise rote Beleuchtung würde die Cockpit-Atmosphäre besser unterstreichen. Die rechts davon angeordneten Status-LEDs sind zudem recht klein geratenen und bieten recht ungünstigen Ablesekomfort.

Unterm Strich beeindruckt das Acer Ferrari 4005WLMi durch ein gelungen markantes und dennoch nicht übertrieben wirkendes sportives Gehäusedesign in Ferrari-Optik. Das Chassis des Boliden ist stabil und hinterlässt einen hochwertigen Qualitätseindruck, die Oberflächenstruktur hinterlässt einen sehr angenehmen Eindruck. Die Tastaturqualität und die Touchpad-Eigenschaften sind zwar in Ordnung, lassen aber noch Raum für Verbesserungen.

Schnell und durstig wie ein Formel-1-Bolide
Wenn Chipspezialist AMD schon die Scuderia Ferrari auf der Rennstrecke sponsort, kann im Ferrari-Boliden von Acer natürlich kein Mobile-Prozessor von Intel arbeiten. Herz des Renners ist dagegen ein AMD Turion64 ML-37 mit

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Acer Ferrari 4005WLMi: Wie zum Run auf die Plätze zusammengekauert.
satten 2,0 GHz Taktfrequenz. Mit der ML-Version des Turion64 nutzt das Acer Ferrari 4005WLMi aber das heißere Modell mit 35 Watt Verlustleistung, der effizientere AMD Turion64 MT-37 mit seinen geringeren 25 Watt Leistungsaufnahme würde den nächsten Tankstopp des rotschwarzen Flitzers an der Steckdose sicherlich ein paar zusätzliche Runden hinauszögern.

Die Leistung des ML-Turions ist aber über jeden Zweifel erhaben. Mit durchgetretenem Gaspedal (Energieschema Desktop bei den Energieoptionen) stürmt der Acer Ferrari 4005WLMi im Netzbetrieb jeder (!) von uns bisher getesteten Konkurrenz in allen Tests mit Vehemenz davon. Da die Stromspar-Funktion den Prozessor im Batteriebetrieb automatisch herunter taktet, sollte für maximale Rechenleistung stets das Netzteil angestöpselt sein. Wer auch mit Akkustrom die permanente 2-GHz-Höchstdrehzahl abfordern will, kann dies mittels externer CPU-Tools durchaus bewerkstelligen. Beispielsweise genügt dafür bei RMClock (RightMark CPU Clock Utility) die Aktivierung des Gebrauchs der PST-Option (P-State Transitions) mit dem Batterieprofil „Maximal“. Allerdings ging dem Acer-Ferrari dann schon nach rund 2 Stunden und 9 Minuten im Batterietest der Sprit aus und die nächste Tankfüllung an der Steckdose war fällig. Mit der gedrosselten Leerlaufdrehzahl von 800

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Acer Ferrari 4005WLMi: Die Farben hat Acer schon mal perfekt getroffen.
MHz im normalen Batteriemodus reicht die Gesamtleistung des Ferrari-Boliden für die meisten Büro- und Multimediaanwendungen sicher noch locker aus. Die Laufzeit des Lithium-Ionen-Tanks von Sanyo, der über eine Kapazität von 4.800 mAh verfügt, erhöhte sich damit in unserem Batterietest auf immerhin 2 Stunden und 44 Minuten.

Bei der Temperaturentwicklung hält sich das Acer Ferrari 4005WLMi in den üblichen Officetests überraschend zurück. Trotz des heißblütigen Temperaments des AMD-Motors und einer CPU-Drehzahl von 2 GHz erwärmt sich bei rund 22 Grad Umgebungslufttemperatur lediglich das Touchpad deutlich, der mittlere Tastaturbereich hingegen nur mäßig. Allerdings verrichtet der CPU-Lüfter auch bei wenig Last und reduzierter Leerlaufdrehzahl von 800-MHz recht deutlich vernehmbar seine Arbeit. Das recht niederfrequente Lüftergeräusch bleibt dabei aber im Klassenvergleich recht angenehm. Bei den intensiveren 3D-Tests und maximaler Leistungsabgabe wurden wir hinsichtlich des Lüftergeräusches anfänglich sogar positiv überrascht. Das Lüftergeräusch stieg zwar deutlich hörbar an, blieb aber bei einem niederfrequenten und kräftigen Rauschen – im

Bild: Notebookjournal.de/RT
Acer Ferrari 4005WLMi: Einen Heiligenschein hat es sich noch nicht verdient...
Klassenvergleich subjektiv durchaus nicht unangenehm. Mit zunehmender Laufzeit wurde das eher dumpfe Rauschen des Lüfters aber durch ein recht hochfrequentes und sehr störendes Sirren überlagert. Ob es sich dabei um eine mangelnde Schwingungsentkoppelung der Lüftereinheit zum Gehäuse oder um ein Lagerlaufgeräusch des Lüfters selbst handelte, konnten wir nicht klären. Allerdings sei angemerkt, dass ein gleichzeitiger kräftiger beidhändiger Druck auf die Geräteunter- und -oberschale das nervige Sirren verstummen ließ. Ohne den recht aggressiv sirrenden Oberton würde das sonore Lüftergeräusch angesichts der hohen Gesamtleistung als durchaus bemerkenswert angenehm durchgehen. Wie bei so manch anderem Leistungsboliden erwärmt sich auch beim Acer Ferrari 4005WLMi das Touchpad und insbesondere der mittlere und linke Keyboardbereich bei voller Leistungsabgabe deutlich. Parallelen zum Temperaturniveau des Cebop HEL 700 XP sind beispielsweise beim intensiven Spielen daher durchaus nicht unangebracht – manchen Anwender dürfte diese Erwärmung bereits stören. Bei üblichen Officearbeiten und etwas moderaterer Leistungseinstellung dürften Lüfterrauschen und Temperaturentwicklung aber nur wenige Anwender stören.

Mit Energieschema-Einstellung Desktop ist das Acer Ferrari 4005WLMi im Netzbetrieb bei den PC Magazine-Benchmarks nicht zu halten. Der Ferrari-Bolide spurtet ganz in Formel-1-Manier auf und davon und liefert dabei ganz locker die schnellsten Benchmark-Rundenzeiten, die wir bisher beim Notebookjournal.de stoppen konnten. Beim Business Winstone 2004 liefert das Acer Ferrari

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Acer Ferrari 4005WLMi: Wer sagte nochmal, das Notebook wäre groß...?
4005WLMi einen Wert von 23,3, beim Multimedia Content Creation Winstone 2004 traumhafte 26,5 Punkte. Da haben es selbst 2 GHz schnelle Pentium-M-Notebooks schwer, noch annähernd mitzuhalten. Auch bei der CPU-Leistungsbewertung in SiSoft's Sandra muss sich der AMD-Hochleistungsmotor vor den Intel-Pendants nicht verstecken. Im Energieschema Tragbar/Laptop, in dem es ja eigentlich betrieben werden sollte, erreicht das Notebook nur marginal niedrigere Testergebnisse, bleibt aber über alle Tests hinweg kühler und etwas leiser. Für die allermeisten User ist dieser Betriebsmodus ideal, in dem das Power-Management immer nur so viel CPU-Leistung freigibt, wie gerade benötigt wird. Die restliche Zeit bummelt die CPU mit 800 MHz gemütlich vor sich hin und verbraucht so weniger Strom, was der Akkulaufzeit zugute kommt und eine geringere Erwärmung mitsamt geringerem Betriebsgeräusch bedeutet. Die Einstellung Desktop lässt den Prozessor hingegen die ganze Zeit mit voller Taktung laufen, was für rechenintensive Jobs durchaus zu empfehlen ist. Immerhin liefen auch einige der letzten Intel-Notebooks, die wir im Test hatten, die ganze Zeit mit voller Taktung.

Für ordentliche Grafikleistung sorgt beim Acer Ferrari 4005WLMi die PCI-Express-Grafikkarte ATI Mobility Radeon X700 mit 128 MByte eigenem Video-RAM. Aktuelle 3D-Shooter und -Simulationen sollten damit am Acer Ferrari 4005WLMi

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Acer Ferrari 4005WLMi: Aber hier sollte man es nicht unbedingt stehenlassen...
flüssig gespielt werden können. Beim 3DMark 2003 erreichte die X700 in Qualitätsstufe Hohe Qualität (HQ) 3.195 Punkte. Immerhin ist die X700 der schnellste ATI-Chip, der in Masse verbaut wird und erreicht in etwa das Niveau einer Geforce Go 6600 von Nvidia. Die X800 ist zwar theoretisch ebenfalls verfügbar und klar schneller, ist aber offensichtlich nur in homöopathischen Dosen am Markt vorzufinden. Dennoch bleibt zu hoffen, dass das nächste Acer-Ferrari-Notebook einen echten Grafiküberflieger wie eben eine ATI Mobility Radeon X800 oder eine Nvidia Geforce Go 6800 oder Geforce Go 6800 Ultra integriert. Dann wäre das Notebook in der Tat der Überhammer.

Über Leistungsmangel bei der praktischen Arbeit in Grafik- und Multimedianwendungen konnten wir uns in der Praxis jedenfalls nicht beklagen. Die Kombination aus AMDs Turion64 ML-37 mit 2 GHz Taktfrequenz und ATIs X700-Hochleistungsgrafik zeigt sich Multimedia-Anforderungen und aktuellen Spielen mehr als gewachsen.

Man sollte beachten, dass sich unter Umständen die Performance des Acer Ferrari 4005WLMi mit aktuelleren CPU- und Gerätetreibern sogar noch etwas anheben lässt. Wer es sich also zutraut, sollte sich ruhig einmal die aktuellsten Treiberversionen direkt von der AMD-Homepage holen und ein bißchen herumexperimentieren.

Rasante Festplatte und umfassende Kommunikationsausstattung
Als echter Leistungsbolide klotzt das Acer Ferrari 4005WLMi auch bei den übrigen Kernkomponenten richtig ran. Mit 1.024 MByte RAM ist der Hauptspeicher des Ferrari 4005WLMi für alltägliche Büro- und Grafikarbeiten üppig dimensioniert. Damit lassen sich aber auch Speicher fressende Spieletitel ganz entspannt zocken. Allerdings sind durch die Verwendung von zwei 512-MByte-Modulen so auch beide Speicher-Slots am Geräteboden belegt. Bei einem weiteren Aufrüsten des RAMs müsste also mindestens einer der beiden vorhandenen Speicherriegel raus – ungünstig.

Bei den Massenspeichern integriert das Acer Ferrari 4005WLMi eine rasante Momentus 5400.2 ST9100823A von Seagate mit einer Kapazität von satten 100 GByte. Dass die Seagate-HDD allemal würdig ist, im Ferrari 4005WLMi ihren Dienst zu

Bild: Notebookjournal.de/RT
Acer Ferrari 4005WLMi: Das Matshita-Drive passt nicht zum Ferrari-Notebook.
verrichten, zeigt sie bei unserem Datentransfertest. Mit einer Transferleistung von 10,3 MByte/s liefert die ST9100823A im Acer Ferrari 4005WLMi praktisch einen gleich hohen Transfer-Spitzenwert wie die bislang schnellste von uns gemessene Platte, eine Samsung SpinPoint M40 im Xeron Sonic Screen X70. Allerdings hat die Seagate 100 GByte Speicherkapazität... Die mit 5400 Touren rotierende Festplatte liefert im SiSoft-Sandra-Festplattentest aber noch bessere Ergebnisse. Satte 21,8 MByte/s verzeichnen wir im Mittel aus mehreren Testdurchläufen – ebenfalls ein Top-Wert. Auch im Praxistest glänzt das Acer Ferrari 4005WLMi beim Laden großer Programmdateien mit Rekordtempo. Das Arbeiten in üblichen Office- und Fotoprogrammen stellt den Acer-Boliden vor keinerlei Schwierigkeiten. Als weiteren Massenspeicher integriert der Notebook-Ferrari auch einen 8fachen DVD-Brenner des Typs UJ-845S, der wie beim Aspire 1694WLMi als Slot-In-Laufwerk arbeitet. Der DVD-Brenner beschreibt neben DL-Medien auch RAM-Medien. Es stammt wie beim Aspire 1694WLMi von Matshita und will zumindest in Sachen Leistung nicht so recht zum schnellen Ferrari-Notebook passen. Beim Datentransfertest unserer Test-DVD liefert das UJ-845S nur schlappe 4257,8 KByte/s, SiSoft Sandra's Drive-Index attestiert dem beim Einziehen und Auswerfen der Medien sehr laut agierendem Laufwerk ebenfalls nur magere 4.366 KByte/s – das ist alles andere als Formel-1-Renntempo.

Bei der Kommunikationsausstattung punktet das Acer Ferrari 4005WLMi mit Vollausstattung: Wireless LAN ist dank einem Modul von Broadcom ebenso an Bord wie eine drahtlose Bluetooth-und Infrarot-Unterstützung. Damit kann der Anwender eine Vielzahl an Zusatzgeräten nutzen, entsprechende Kompatibilität natürlich vorausgesetzt. Natürlich kann der Ferraristi auch kabelgebunden dank

Bild: Notebookjournal.de/RT
Acer Ferrari 4005WLMi: Selbst die CDs sind im Karbonfaser-Stil gehalten.
integriertem Gigabit-LAN mit Höchstgeschwindigkeit durch das Firmennetz düsen. Eine Gigabit-LAN-fähige Netzwerkstruktur sollte selbstredend vorhanden sein. Neben der üblichen Schnittstellen-Ausstattung besitzt das Ferrari 4005WLMi auch einen DVI-D-Ausgang zur Bildausgabe an ein digitales LCD. Das bringt auch noch in hohen Auflösungen ein glasklares Bild auf externe Monitore, ist bei Notebooks aber leider immer noch eine Ausnahme. Der 5in1-Kartenleser ist günstig an der Frontseite platziert und erlaubt dem Anwender die Verarbeitung der Formate SecureDigital, MemoryStick, MemoryStick Pro, MultiMediaCard und xD Picture Card. Ein Acer-ezDock-Connector als Anschluss für eine Docking Station rundet das Schnittstellenangebot ab.




 


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Kategorie:
Multimedia-Notebooks bis 16,4 Zoll

Testergebnis
Multimedia-Notebooks bis 16,4 Zoll
Acer Ferrari 4005WLMi
gut
Test vom 28.06.2006



PRO KONTRA

sehr hohe Gesamtleistung
optisch ansprechendes, edles Design
sehr angenehmes Oberflächenmaterial
WLAN/Bluetooth an- und abschaltbar
viel Arbeitsspeicher (1 GByte)
hohe 3D-Spieleleistung
DVD-Brenner mit DL-/RAM-Unterstützung
sehr schnelle 100-GByte-Festplatte
5in1-Kartenleser
Touchpad mit 4-Wege-Scrolltaste
abschaltbares Touchpad
etwas zu straffe Deckelscharniere
schlechte Firmwareversorgung des Matshita-DVD-Brenners
störendes hochfrequentes Begleitgeräusch bei hoher Lüfterdrehzahl
Lüfter bläst links ungünstig aus
Hintergrundbeleuchtung "schlägt durch"
beide Speicherslots belegt



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