Beim Studium der Hardwareausstattung des Alienware Aurora m9700 sieht der Kunde ständig doppelt: Nvidia-Dual-Grafikkarte und Dual-Festplatte im RAID-Modus. In der Tat leiden Alienware-Käufer nicht unter Sehstörungen, sondern bekommen Hardware satt fürs Geld.
Denn das m9700 wird als das ultimative Gamer-Notebook angepriesen. Und für Zocker ist die beste Hardware nunmal gerade gut genug. Deswegen packt der Hersteller tatsächlich zwei Nvidia-Geforce-Chips ins Gehäuse, wahlweise mit je 256 oder 512 MByte dediziertem Grafikspeicher. Die getestete Variante kommt mit 2x 256 MByte Grafikspeicher und hat damit allein für die Grafikdarstellung so viel Speicher wie ein Einsteigernotebook für das komplette Betriebsystem.
Die getestete Version kostet dann auch stolze 3120 Euro – und die
Alienware-Preisliste gibt noch ein paar Extras mehr her. Das durchaus passabel ausgerüstete Einstiegsmodell gibt es für 1500 Euro. Wer allerdings die Dual-Grafiklösung möchte, legt Minimum 500 Euro drauf.
Dass derart viel Hardware nicht in ein schlankes Gehäuse Marke „Managerspielzeug“ passt, versteht sich von selbst. Von daher sollte der LAN-Party-Fan auch ein stabiles Täschchen für sein Alienware-Notebook anschaffen, denn samt Akku und Netzteil wiegt die mobile 17-Zoll-Gamer-Station 5,3 Kilogramm.
Doch nicht nur das Gewicht kann hinderlich sein, auch die schiere Höhe des Gehäuses. Denn die erzwingt beim Tippen eine Handhaltung, die auf Dauer unangenehm wird. Als Schreibmaschine für Romanautoren taugt der Bolide also nicht. Daran ändert auch der seperate Ziffernblock nichts.
Angenehm ist jedoch der optische Gesamtauftritt. Denn von „hässlicher Klotz“ kann beim Aurora m9700 keine Rede sein. Zwar ist das Gehäuse komplett aus Kunststoff gefertigt, es wirkt aber kein Stück billig oder gar schlecht verarbeitet. Design-Gimmicks wie der Alienkopf im Displaydeckel unterstreichen auch optisch, dass das Notebook kein 08/15-Alltagsgerät ist.