Vista Virtuell vs. Native
Die Hardware- und Softwarehersteller treiben die Virtualisierungstechnik erfolgreich voran. So liefert Intel seine aktuellen Prozessoren beispielsweise mit
Vanderpool (VT) aus. Mittels solcher Hardware ist es spezieller Software möglich ein Betriebssystem virtuell zu starten.
Für MacOS gibt es zwei bekannte Programme, die es ermöglichen
Windows direkt unter MacOS zu starten - Paralles und VMware. Wir haben den Marktführer Parallels in der Version 3.0 (kostet 69 Euro im Handel) genutzt, um Vista virtuell unter MacOS einzurichten.
Der Vorteil: Der Nutzer kann
beliebig zwischen beiden Betriebssystemen umschalten, Windows Programme unter MacOS nutzen, Daten austauschen und vieles mehr.
Es ist sogar möglich für die Virtualisierung auf die native Installation von Windows zurückzugreifen, die mithilfe von Apples BootCamp Software eingerichtet wurde. Damit wird jegliche Software nutzbar, die man im Vorfeld unter Windows installiert hat.
Allerdings raten wir momentan noch davon ab, da der Funktionsumfang von Parallels dadurch eingeschränkt wird. Außerdem besteht gerade beim Einsatz von Vista die Gefahr, aufgrund von Softwarefehlern und falscher Handhabung die gesamte Windows Installation zu zerstören.

Bild: Notebookjournal/DH
Windows Vista als Virtuelle Maschine unter MacOS. Somit lassen sich problemlos
Windows Programme unter MacOS ausführen.
Dem virtuellen Betriebssystem lassen sich
bis zu 2 GByte Arbeitsspeicher und 64 MByte VRAM zuweisen. DirectX 9 wird ebenfalls unterstützt. Wir haben uns für eine Image-Installation von Microsoft Vista mit maximaler Ressourcenzuweisung entschieden.
Das Betriebssystem wird dann ohne lästige Benutzerkontensteuerung und störendem Schnick-Schnack (Windows-Sidebar, etc.) ausgeführt.
Damit bootet das Betriebssystem schneller als eine native Vista Installation.
Einmal eingerichtet, kann der Nutzer sofort loslegen. Programme werden überraschend flott installiert. USB-Geräte und integrierte Hardware können auch während des Betriebes zwischen MacOS und Vista getauscht werden.
Parallels lässt sich jederzeit beenden, um dann später genau an derselben Stelle fortzusetzen. Im so-genannten
Kohärenz-Modus ist der gleichzeitige Betrieb von Vista und MacOS auf dem Mac-Desktop möglich. Mittels
Snapshot-Funktion kann der Systemzustand jederzeit gesichert und wiederhergestellt werden.
Das Arbeiten mit Windows Vista unter MacOS ist bequem und mit kleineren Abstrichen auch zügig möglich. Die Funktionen des Multi-Touch-Trackpad (Fingergesten) werden von Paralles noch nicht unterstützt. Der
Rechtsklick kann mit CTRL+ALT+Mausklick simuliert werden.

Bild: Notebookjournal/DH
Unter VM Vista haben wir Auqamark nach 20 Minuten abgebrochen. Zum spielen
eignet sich die virtuelle Lösung mit Windows Vista noch nicht.
Der Traum vom
Spielen unter der Virtuellen Maschine bleibt aber zunächst Illusion. So mussten wir Aquamark03 nach 20 Minuten abbrechen, da größtenteils nicht mehr als 0,3 FPS gerendert wurden.
Wer auf das Spielen verzichten kann, ist mit der virtuellen Lösung gut beraten. Allerdings sollten dem MacBook Pro
schon 4 GByte Arbeitsspeicher spendiert werden, um die optimale Leistung mit virtuellem Microsoft Windows Vista zu erzielen.
Es empfiehlt sich außerdem regelmäßig die manuelle Updatefunktion der Software zu nutzen, um von den ständigen Weiterentwicklungen zu profitieren.