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TEST Asus A3800G (A3878GLP)
Höchste Leistung für Anspruchsvolle
von Gerald Strömer am Do, 27.01.2005



Lange Akkulaufzeit trotz hoher Leistung

Bild: Thomas Laddach
Alle wichtigen Anschlüsse sind auf der rechten Seite lokalisiert.
Für ein Notebook seiner Größe und Leistung verfügt das A3878GLP über eine erstaunlich gute Akkulaufzeit von knapp über dreieinhalb Stunden. In der Realität sollten die meisten Nutzer sogar noch bessere Ergebnisse erzielen. Erstens arbeiten wir mit deaktivierten Stromsparfunktionen wie dem Abschalten von Display und Festplatte oder dem Herunterfahren in den Standby-Modus bei Nichtbenutzung des Gerätes. Zudem dürfte die von Asus auf die eigenen Geräte zugeschnittene Power4Gear-Stromverwaltung die Laufzeit noch etwas in die Länge ziehen.

Hoch auflösendes Display für beste Details

Bild: Thomas Laddach
Das 15-Zoll-Display stellt maximal 1400 x 1050 Bildpunkte dar.
Ein wichtiger Pluspunkt des A3878GLP ist sein mit satten 1400 x 1050 Pixeln auflösende 15zöllige 4:3-Zoll-Display, das allen Geräten der A3800G-Serie zu Eigen ist. Ein solches SXGA+-Display ist auch heute noch lange nicht Standard. Die meisten Hersteller begnügen sich mit Auflösungen von 1024 x 768 Pixeln oder mit 1280 x 800 Pixeln, wenn es um Widescreen-Geräte geht.

Der Nachteil des hoch auflösenden Displays ist seine vergleichsweise niedrige Leuchtstärke. Mit durchschnittlich maximal 133 Candela pro Quadratmeter erreicht es nur knapp 75 Prozent der 181 cd/m², die beispielsweise das Asus M6727NEUH vorlegte.

Starke CPU bietet rohe Kraft
In Hinblick auf die Leistung lässt sich Asus nicht lumpen und verpasst dem A3878GLP den zweitstärksten derzeit verfügbaren Mobilprozessor von Intel. Der Pentium M 755 taktet mit satten zwei Gigahertz und stellt reichlich Power für rechenlastige Anwendungen wie Videobearbeitung oder professionelle Desktop-Applikationen wie Photoshop & Co zur Verfügung. Das stärkste Intel-Modell, der Pentium M 765 mit 2,1 GHz Taktfrequenz, existiert dagegen

Bild: Thomas Laddach
Eine freie Speicherbank erlaubt sofortige RAM-Upgrades.
faktisch nur in den Produktlisten Intels und erreicht den Markt nur in homöopathischen Dosierungen. Zudem ist er preislich im Verhältnis zum Leistungszuwachs für den praktischen Gebrauch schlichtweg uninteressant.

In der Standardausführung bietet das Notebook 512 MByte DDR-RAM, die im Gegensatz zu vielen Konkurrenzprodukten in Form eines einzelnen Speicherriegels verbaut sind. Das lässt den zweiten RAM-Slots frei, so dass genügend Platz für sofortige Upgrades bereit steht, ohne den bereits integrierte Speicher entsorgen zu müssen. Insgesamt verträgt die A3800G-Modellreihe bis zu 2 GByte RAM in Form zweier 1-GByte-Module. Wer diese Konfiguration anstrebt, wird dann aber doch den originalen Speicher entfernen müssen. Aber mit einem weiteren 1-GByte-Riegel kann man ohne Probleme auf 1,5 GByte RAM aufrüsten – und das reicht auch für wirklich gierige Software.

Schneller 3D-Chip garantiert flüssiges Spielen

Bild: Thomas Laddach
CPU und Grafikchip werden per Heatpipe-Lösung gekühlt.
Die im A3878GLP verbaute ATI Mobility Radeon 9700 in der M11-Version zählt zu den stärksten derzeit verfügbaren Notebooks-Grafikchips. Es gibt noch die Radeon 9800, aber die hat das gleiche Problem wie der Pentium M 765: Sie ist kaum bis gar nicht verfügbar… Und bis die neuen PCI-Express-Grafikkarten in Notebooks mit Intel Sonoma-Plattform Verbreitung finden, stellt die 9700er Radeon mit die beste Lösung für entspanntes Zocken am Notebook dar.

Ältere Ego-Shooter und auch aktuelle Stragiespiele stellen für den schnellen Chip mit seinen 64 MByte Videospeicher kein Problem dar. In Quake 3 sind mit maximalen Grafikeinstellungen über 72 Bilder pro Sekunde drin. Und in aktuellen 3D-Ballerspielen wird man mit etwas reduzierten Details ebenfalls flüssige Frameraten erzielen.

Viel Speicherplatz für anspruchsvolle User
Speicherplatz bietet die schnelle Maschine ebenfalls zur Genüge: 80 GByte warten darauf, gefüllt zu werden. Die schnelle IBM-Platte der Travelstar-5K80-Serie bietet einen 8 MByte großen Schreib-/Lese-Zwischenspeicher, der schnelle und vor allem

Bild: Thomas Laddach
Der DVD-Brenner beschreibt auch Dual-Layer-Medien.
verlustfreie Datentransfers garantiert. Sie ist die bisher schnellste von uns getestete 5400er Festplatte und in Verbindung mit den starken Kernkomponenten ein Garant für entspanntes Arbeiten in highendigen Anwendungen.

Der in unserem Testgerät integrierte DVD-Brenner kam aus dem Hause Pioneer und bietet alle Modi, die man von einem modernen Schreibgerät erwarten kann. Er beschreibt nicht nur DVD+/-R-Medien mit 8facher und DVD+/-RW-Medien mit bis zu 4facher Geschwindigkeit, sondern kommt auch mit Dual-Layer-Rohlingen klar. DL-Medien fassen bis zu 8,5 GByte und sind damit praktisch doppelt so groß wie herkömmliche DVD-Rohlinge.

WLAN erlaubt Nutzung öffentlicher Hotspots
Wie es sich für ein Centrino-Notrebook gehört, tritt das A3878GLP mit einer WLAN-Lösung von Intel zum Test an. Die Pro/Wireless 2200BG beherrscht den 802.11b- und -g-Standard und überträgt somit Daten mit bis zu 54 MBit/s, was maximal 6,75 MByte/s entspricht. Die zur

Bild: Thomas Laddach
Mit nur 2,8 kg zählt das A3878GLP zu den Leichtgewichten seiner Klasse.
Erreichung dieses Limits nötigen idealen Umgebungsbedingungen sind aber nur im Labor gegeben. In der Praxis dürften Raten von 3 bis 4 MByte/s realistischer sein.

Für den Anschluss an Büronetzwerke oder die DSL-Leitung sorgt ein Relatek-LAN-Chip, der mit 100 MBit/s Daten durchs Netz schaufelt. Ein Modem ist auch mit an Board, so dass man bis auf das Basiscamp am Fuße des Himalaya eigentlich immer irgendwie ins Netz kommen sollte. Und im eben erwähnten Camp hat man ja laut Intels Werbung WLAN-Zugang, also was soll’s…. *hust*

Wer auf einen ISDN-Zugang zurückgreifen muss, wird allerdings eine externe oder eine PCMCIA-Lösung nachrüsten müssen.

Webcam ermöglicht Videokonferenzen von unterwegs
Auch an der übrigen Ausstattung spart Asus nicht: Ein Firewire- und vier USB-2.0-Slots ermöglichen den Anschluss moderner

Bild: Thomas Laddach
Webcam und Mikro ermögliche Videokonferenzen aus dem Hotelzimmer.
Peripheriegeräte und von Heimelektronik. Ein S-Video-Ausgang bringt Videos und Fotos auf den Fernseher, die von der Platte, vom DVD-Brenner oder von Speicherkarten kommen können, die in dem integrierten 4in1-Cardreader stecken.

Wie die Geräte der M6700Ne-Serie hat auch die A3800G-Serie die so genannte AudioDJ-Funktion. Das ist eine – beim A3800G direkt im Frontbereich integrierte – Steuerung, die bei ansonsten abgeschaltetem Notebook die Nutzung des optischen Laufwerks als CD-Player ermöglicht. Der kleine eingebaute Subwoofer gibt dem Ganzen dann auch noch den richtigen Klang.


Bild: Thomas Laddach
"AudioDJ" spielt Audio-CDs bei ausgeschaltetem Windows ab.
Ein besonderes Gimmick ist die im Displayrahmen eingelassene Videokamera mit einer Auflösung von 0,35 Megapixel. Zusammen mit dem daneben verbauten Mikrofon reicht das für hochqualitative Videokonferenzen vom Arbeitsplatz oder Hotelzimmer aus, aber auch für die Erstellung netter kleiner Video-Clips. Asus setzt dem Ganzen aber noch die Krone auf und legt dem Notebook eine "GameFace Live" genannte Software bei, die eine Online-Kommunikation von Spielern untereinander erlauben soll.

Pickup-Service spart Kosten im Garantiefall
Asus gewährt eine Garantiezeit von zwei Jahren auf Notebook und Display, den Akku gibt’s dagegen nur mit einem Jahr Garantie. Ein

Bild: Thomas Laddach
Der 4in1-Cardreader erkennt vier verschiedene Speicherkarten-Formate.
kostenloser Pickup-&-Return-Service ist im Preis inbegriffen, im Schadensfall ist die Abwicklung innerhalb der Garantiezeit also zumindest nicht mit weiteren Kosten verbunden. Erweiterte Garantieleistungen wie ein verlängerter Garantiezeitraum oder ein Notebookschutzbrief sind allerdings auch gegen Aufpreis nicht erhältlich.

Die deutschsprachige Hotline ist wochentags nur von 10 bis 17 Uhr besetzt, womit sich Asus in dieser Hinsicht eher am unteren Ende der Skala bewegt. Wer Probleme hat, wird diese entweder von Arbeit oder an freien Tagen von daheim aus lösen oder aber den Weg übers Internet nehmen müssen.

Fazit

Bild: Thomas Laddach
Vier USB-2.0-Slots ermöglichen den Anschluss moderner Peripherie.
Das A3878GLP ist ein sehr leistungsstarkes Notebook, mit dem das Arbeiten in großkalibrigen Anwendungen richtig Spaß macht. Die Akkulaufzeit ist für diese Leistungsklasse wirklich gut, die Ausstattung für den geforderten Preis absolut angemessen.




 


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Kategorie:
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Testergebnis
Multimedia-Notebooks bis 16,4 Zoll
Asus A3800G (A3878GLP)
gut
Test vom 28.06.2006



PRO KONTRA

sehr hohe Rechenleistung
hohe Akkulaufzeit
hoch auflösendes Display
Dual-Layer-DVD-Brenner
im Display-Rahmen integrierte Webcam
Playback von Audio-CDs ohne Hochfahren des Betriebssystems mögich
hoher Preis



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