Abschließend haben wir uns etwas intensiver der Spieltauglichkeit der oftmals in Multimedia-Notebooks verbauten ATI Mobility Radon X1600 gewidmet und sie mit verschiedenen Benchmarks und aktuellen Spielen ausgetestet.
Als Vergleich dient uns das
Acer Aspire 5652WLMi, das mit einer Geforce Go 7600 von Nvidia ausgerüstet ist. Als Treiber verwendeten wir bei der Geforce den zum Testzeitpunkt aktuellsten Referenztreiber von
LaptopVideo2Go mit der Versionsnummer 84.25. Die X1600 wurde vom
Omega-Treiber mit der Versionsnummer 3.8.231 angesteuert. Er basiert auf dem Referenztreiber von ATI und wird in der Regel alle ein bis zwei Monate auf den aktuellsten Stand gebracht. Da ATI offiziell keine Treiber für einen Großteil seiner mobilen Grafikchips anbietet, stellen diese Treiber für Spieler aufgrund ihrer Aktivität die beste Wahl dar.
In Futuremarks synthetischen Benchmark
3DMark 2003 erreichte die Karte einen Wert von 6.452 Punkten. Den Vorgänger X700 und die angestaubte Geforce Go 6600 lässt sie damit zwar hinter sich, die neue Geforce Go 7600 von Nvidia erreichte in diesem Test mit knapp 8.000 Punkten aber einen deutlich höheren Wert. In der selbst ablaufenden Demoversion
zu Egosofts Weltraumsimulation
X3: Reunion liegt die X1600 dafür gleichauf mit der Konkurrenz von Nvidia: Mit maximalen Details erreichte die X1600 in der nativen WXGA-Auflösung von 1.280 x 800 Pixel einen Wert von gut 33 fps (Frames per Second, Bilder pro Sekunde), während die Geforce Go 7600 aus dem
Acer Aspire 5652WLMi nur gut 30 fps schaffte. Bei den Spielen wendete sich das Blatt jedoch schnell wieder zugunsten von Nvidia.
Als erstes installierten wir auf unserem Testgerät die Demoversion zu Eidos neuem Action-Spiel
Tomb Raider: Legend, in welchem die vollbusige Heldin Lara Croft mit ihren typischen Akrobatikeinlagen einen Berg erklimmt und nebenbei die Bösewichter zur Strecke bringt. Selbst mit maximalen Details hatte das Asus A6JA-Q001H mit dem Spiel keine Probleme. In der WXGA-Auflösung von 1.280 x 800 Pixel erreichte es stets gut spielbare Frame-Raten.
Etwas anspruchsvoller präsentierte sich im Test das Echtzeitstrategiespiel
Die Schlacht um Mittelerde 2 von Publisher Electronic Arts, welches – wie der Name schon sagt – im Herr-der-Ringe-Universum spielt. Aragorn und andere Helden aus Mittelerde führten wir allerdings erst auf der mittleren Detailstufe in der XGA-Auflösung von 1.024 x 768 Pixeln zum Sieg. Trotzdem waren vor allem in großen Massenschlachten sporadische Slowdowns nicht zu vermeiden.
Als nächstes versuchte sich unser Testredakteur mit
SpellForce 2 - Shadow Wars an Jowoods Genre-Mix aus Echtzeitstrategie- und Rollenspiel. Wie schon das Aspire 5652WLMi scheiterte aber auch das Asus A6JA sofort an der höchsten Detailstufe. Ruckelfreies Spielen war erst durch die Reduzierung der Details und die Deaktivierung der aufwändigen Schatteneffekte zu erreichen. Insgesamt lief
Spellforce 2 auf der Nvidia-Karte aber rund 40 Prozent schneller. Vielleicht kann ATI durch ein Treiberupdate in Zukunft noch etwas mehr Performance aus seiner X1600 kritzeln. Für den Genuss dieses beliebten Spieles wäre das jedenfalls wünschenswert.
The Elder Scrolls IV – Oblivion von Publisher Take 2 gehört momentan zu den grafisch anspruchsvollsten und gleichzeitig beliebtesten Rollenspielen auf dem Markt. Im
Praxistest reichte daher auch die Leistung keines der beiden Notebooks für die Darstellung der höchsten Grafikstufe aus. Stattdessen ist eine Reduktion auf die XGA-Auflösung und eine deutliches Herabsetzen der Detailstufe von Nöten. Insgesamt schlägt sich auch hier die Geforce Go 7600 aus dem Acer Aspire etwas besser.
Der im zweiten Weltkrieg angesiedelte Egoshooter
Call of Duty 2 stand als nächstes auf dem Programm. In der nativen WXGA-Auflösung erreichte das A6JA hier in einer hohen Detailstufe schnell spielbare Bildraten. In großen Außenbereichen sinkt die Bildrate aber bis auf 22 fps ab, Reserven sind also nicht mehr vorhanden. Die Geforce 7600 Go aus dem Acer Aspire 5652WLMi schlug sich nur unwesentlich besser.
Zu guter Letzt mussten die beiden Karten im Grusel-Shooter
F.E.A.R. von Vivendi ihre Leistung unter Beweis stellen. Während die X1600 im integrierten Performancetest
auf der Qualitätseinstellung
High einen guten Wert von rund 40 fps ausgab, war das eigentlich Spiel mit dieser Einstellung unspielbar. In der XGA-Auflösung lief das Spiel erst mit einer Reduktion auf die Qualitätsstufe
Medium wirklich flüssig über den Bildschirm. Die Geforce Go 7600 des Acer-Notebooks stellte das Spiel dagegen problemlos flüssig mit der Detailstufe
High dar.
Insgesamt bieten also sowohl die X1600 aus dem Asus A6JA-Q001H und die GeForce 7600 Go aus dem
Acer Aspire 5652WLMi genug Leistung zur Darstellung aller aktuellen Spiele, sofern der Spieler auf die höchste Detailstufe verzichten kann. Ist hohe Grafikleistung gefordert, kann Nvidias Geforce Go 7600 jedoch oftmals an der ATI Mobility Radeon X1600 vorbeiziehen. Für ambitionierte Spieler stellt daher ein Notebook mit Nvidia-Grafikchip die definitiv bessere Wahl dar.