Beim Zurücksetzen des Testgeräts in den Auslieferungszustand mittels der mitgelieferten Recovery-CDs erlebte die Redaktion abschließend noch eine böse Überraschung. Nach Abschluss des über eine Stunde dauernden Procederes startete auf dem Testgerät zwar endlich wieder Windows XP Home, wer aber nun ein startklares und gut konfiguriertes Betriebssystem erwartet, wird enttäuscht. Als erstes fällt dem versierten Anwender auf, dass die WLAN-Karte von Asus nicht vom Betriebssystem erkannt wurde. Eine manuelle Nachinstallation über die mitgelieferte Treiber-CD ist nicht möglich, weil dort nur Treiber für eine ältere Revision der Karte zu finden sind. Den richtigen Treiber bekommt der Anwender nun jedoch nicht wie erwartet über die
Homepage von Asus, wo sich weder der entsprechende Treiber geschweige denn ein Hinweis auf das Problem findet, noch über das vorinstallierte
Asus LiveUpdate, das während des gesamten Testzeitraums keinen einzigen Treiber lokalisieren konnte. Erst ein Anruf beim Telefon-Support schaffte Klarheit: Das Problem sei bei Asus bekannt und der benötigte Treiber steht auf
Asustreiber.de als 86 MByte große Datei zum Download zur Verfügung. Eine komplette Treiber-CD mit dem richtigen WLAN-Treiber lässt sich über diese Seite ebenfalls herunterladen, um dieses Problem in Zukunft zu umgehen.
Als nächstes fällt uns die geringe Anzahl der vorinstallierten Programme auf. Außer einer englischsprachigen 90-Tage-Testversion von Symantecs
Norton Internet Security und den obligatorischen Asus-Tools, wie etwa
Asus PC Probe zur Überwachung der Systemtemperaturen und
Power4Gear zum Konfigurieren verschiedener Energiesparprofile, ist nach der Wiederherstellung nichts installiert. Das Abspielen oder Brennen von DVDs bleibt dadurch auch solange unmöglich, bis der Anwender die mitgelieferte Software manuell nachinstalliert – ärgerlich. Dafür fällt das Softwarebundle erfreulich umfangreich aus: Aheads Brennprogramm Nero 6 OEM, eine umgelabelte Version von Cyberlinks
PowerDVD zum Abspielen von Film-DVDs und sogar die gute Officesuite
Works 8.0 von Microsoft liegen dem Notebook bei.
Beim fachkundigen Anwender stößt auch die Formatierung der
Festplatte mit dem mittlerweile nicht mehr empfehlenswerten Dateisystem FAT32 auf Unverständnis. Dieses Dateisystem hat Microsoft mit Windows 95B eingeführt und war ursprünglich nicht für die heutigen Festplattengrößen gedacht. Es besitzt daher auch zahlreiche Beschränkungen, zum Beispiel dürfen einzelne Dateien nicht größer als 4 GByte sein. Das Abbild einer DVD auf die Festplatte zu kopieren ist daher nicht ohne weiteres möglich. Dieses Problem hat anscheinend auch Asus erkannt und richtet dem Anwender auf dem Desktop eine Verknüpfung zur Umwandlung der Partitionen ins modernere und sichere NTFS-Dateisystem an. Dadurch wird die Lage jedoch nur noch schlimmer: Wie einige Benchmarks zeigen, sinkt durch diesen Notbehelf die generelle Geschwindigkeit des Laufwerkes stark ab und die Fragmentierung der Dateien steigt rapide an. Wieso bei der Installation die Festplatte nicht gleich sauber mit NTFS formatiert wird, ist uns ein Rätsel.