Zur Startseite
HomeTestsMultimedia-Notebooks ab 17 Zoll > Asus A7VC (A7VC-R001H)
TEST Asus A7VC (A7VC-R001H)
Multimedia-Allrounder im 17-Zoll-Format
von Ronald Tiefenthäler am Do, 22.09.2005



Stabiles Kunststoff-Schwergewicht
Asus lanciert das A7VC als Multimedia-Schaltzentrale für das traute Wohnzimmer des Privatanwenders. Für die ganze Familie soll das Asus A7VC als Multimedia-Allrounder etwas bieten: DVDs und Video-Filme für die Kinder, das Kaffeekränzchen mit Live-Webcam-Stream im Internet-Chat für die Mutter und Office-oder Multimedia-Anwendungen für den Vater – all das

Bild: Notebookjournal.de/RT
Asus A7VC: Das Touchpad reagiert feinfühlig auf den Finger des Users.
soll das als Desktop-Replacement konzipierte Asus A7VC leisten. Und dank der leistungsstarken X700-Grafik von ATI sorgt auch das eine oder andere PC-Spiel für Kurzweil.

Die A7V-Notebooks bietet Asus derzeit in den Modellvarianten A7V, A7Vb und A7VC (unser Testgerät) an. Während das A7V keinen TV-Tuner integriert, verfügt das A7Vb über einen analogen TV-Empfänger (NTSC, PAL, SECAM, FM) und unser Testgerät A7VC gar über einen Hybrid-TV-Tuner, der neben analogen TV-Signalen auch terrestisches Digitalfernsehen (DVB-T) unterstützt. Eine passende DVB-T-Antenne liefert Asus gleich mit.

Das heimische Wohnzimmer oder der Schreibtisch scheint angesichts des üppigen Gewichts von immerhin 4,05 Kilogramm auch wirklich der beste Platz für das Asus A7VC zu sein. Zudem zählt das 17-Zoll-Notebook mit seinen voluminösen Abmessungen von 40,4 x 4,3 x 31,5 Zentimetern ganz sicher nicht zu den ultramobilen Notebookvertretern. Das anthrazitfarbene Kunststoffgewand wirkt beim ersten Betrachten trotz der offensichtlichen Plastikbauweise nicht billig. Die leicht abgeschrägte Frontseite des Asus A7VC ziert eine Acrylglas-Applikation im schwarzen Finish, die neben den fünf Mediensteuertasten zur bequemen Bedienung des DVD-Laufwerks auch vier blau leuchtende Status-LEDs beherbergt. Die Steuertasten erlauben eine Bedienung von Musik-CDs, ohne das man vorher das Betriebssystem des Notebooks hochfahren muss.


Bild: Notebookjournal.de/RT
Asus A7VC: Die Tastatur biegt sich mittig minimal durch.
Rechts oben residieren neben dem edel wirkenden und blau illuminierten runden Chrom-Einschaltknopf vier weitere Zusatztasten für den Schnellstart von Power 4 Gear (Stromsparmodi), des favorisierten Email- und Internetprogramms und der An- und Abschaltung des Touchpads. Links daneben finden sich vier weitere blau leuchtende Statusanzeigen. Zwei großflächige Lautsprecherabdeckungen rahmen die Tastatur formschön ein und lassen beim Asus A7VC schon optisch Premium-Soundqualitäten vermuten. Das sauber verarbeitete Kunststoffgehäuse des A7VC sollte also auch auf dem heimischen Phono-Rack eine ansprechende Figur abgeben.

Der LCD-Rahmen muss beim Auf- und Zuklappen wegen der gewaltigen Abmessungen des 17-Zöllers einiges an Verwindungskräften wegstecken – dies gelingt der stabil wirkenden Deckelkonstruktion gut. Sehr straffe Deckelscharniere halten die Panelkonstruktion in allen Neigungswinkeln sicher fest, ein leichtes Nachfedern des LCDs können jedoch auch sie nicht verhindern. Im oberen Rand des LCD-Rahmens des A7VC darf sich der Anwender über ein integriertes Webcam-Modul mit einer Auflösung von immerhin 1,3 Millionen Bildpunkten freuen. Das ebenfalls dort positionierte Mikrofon ist in einer guten Höhe für die Nutzung von VoIP-Anwendungen positioniert. Die Bildqualität

Bild: Notebookjournal.de/RT
Asus A7VC: Trotz seiner gewaltigen Abmessungen...

Bild: Notebookjournal.de/RT
...hinterlässt das A7VC einen sehr eleganten Eindruck.
der Webcam reicht für Schnappschüsse und Internet-Chat zwar völlig aus, professionelles Bildmaterial darf der Anwender aber natürlich nicht erwarten.

Die mattschwarze Tastatur bietet haptisch ein sehr angenehmes Tippgefühl. Vielschreiber werden sich am hochwertigen Eingabegerät dank des satten Anschlaggefühls schnell heimisch fühlen, allerdings sorgt die Anordnung der linken Fn-Taste vor der linken Strg-Taste anfangs für so manche Tippfehler. Die Tastaturfläche biegt sich bei kräftigerem Druck in der Mitte etwas durch, dafür klappern aber auch die größeren Tasten wie beispielsweise Leer- und Entertaste nicht. Das Touchpad sieht optisch wie die Pendants vom Asus Pro60V und Asus A6VA aus. Beim Asus A7VC zeigt sich das Touchpad aber schon in der Standardeinstellung des Treibers etwas präziser und stabiler als bei den kleineren Notebookmodellen. Die edle Leichtmetall-Einfassung des Touchpads integriert zwei kurzhubige Pad-Tasten, deren Klickgeräusch satt klingt und im Klassenvergleich als eher leise einzuordnen ist.

Zusammenfassend gesagt kann man sich das Asus A7VC dank sauberer Optik und guter Qualitätsanmutung durchaus als multimediale Schaltzentrale für das Wohnzimmer vorstellen.

Ordentliche Gesamtleistung, aber langsame Festplatte
Auch das Asus A7VC basiert auf Intels aktuellem 915PM-Chipsatz (Alviso), auf dem eine flotte Pentium-M-740-CPU mit 1,73 GHz Takt werkelt. Die Hauptspeicherausstattung des A7VC ist mit einem 512 MByte großen DDRII-533-Speichermodul von Infineon für übliche Büro- und Officeapplikationen sicherlich ausreichend, für umfangreiche Multimedia- und Spieletitel sollten es aber schon 1.024 MByte Hauptspeicher sein. Als einzelnes

Bild: Notebookjournal.de/RT
Asus A7VC: Trotz starker Komponenten bleibt das Gerät kühl und leise.
Single-Modul läuft der Speicherriegel natürlich nicht im leistungsfördernden Dual-Channel-Modus, dafür kann aber zum weiteren Aufrüsten einfach ein passendes weiteres Modul hinzu gesteckt werden, sobald der linke Geräteboden entfernt wurde.

Die schon vom Asus A6VA her bekannte 80 GByte große Festplatte IC25N080ATMR04-0 von IBM/Hitachi bremst auch das Multimediatalent Asus A7VC etwas aus. Mit einer Rotationsgeschwindigkeit von „nur“ 4.200 U/min ist die IBM/Hitachi Travelstar 80GN sowohl für Multimediaarbeit als auch für Spiele sich nicht die erste Wahl. Im Festplattentest von SiSoft Sandra erreicht die HDD nur durchschnittliche Datentransferleistungen von im Mittel 15.448 KByte/s. Beim Kopieren unseres Testdatenmixes aus großen und kleinen Dateien bricht die Leistung der Travelstar 80GN auf magere 5,2 MByte/s beim wahlfreiem Zugriff innerhalb der Festplattenstruktur ein und liefert somit nur rund die Hälfte einer flotten 5.400er Festplatte, wie sie beispielsweise im Xeron Sonic Screen X70 verbaut war. Sowohl beim Laden von umfangreichen Foto- und Videodateien als auch beim Starten von anspruchsvollen Spieletiteln wie Battlefield 2 (BF2) und dem brandneuen B.o.S (Bet on Soldier) sind damit Wartezeiten vorprogrammiert. Bei intensiver Videobearbeitung sollte der Anwender ebenfalls mit Verzögerungen rechnen.


Bild: Notebookjournal.de/RT
Asus A7VC: Die Hitachi-HDD ist vergleichsweise langsam und bremst.
Wie das Asus A6VA integriert auch das Asus A7VC als optisches Laufwerk einen 8fachen DVD-Brenner von Toshiba-Samsung. Sowohl beim Kopieren der Testdateien-DVD auf die Festplatte als auch beim Ansehen des bild- und soundgewaltigen DVD-Videotitels Der Herr der Ringe – Die zwei Türme gibt sich das TS-L532A angenehm ruhig. Das beim Kopieren vernehmliche, aber angenehm tieffrequente Rauschen ist beim Video-Playback und normaler Lautsprecherlautstärke aber praktisch nicht zu hören. Lediglich in schmachtenden Schnulzenfilmen, die Liebende eng umschlungen am Strand zeigen, wird die Brandung vielleicht etwas stärker rüberkommen als vom Regisseur gewollt. Beim Brennen aktueller DVD-Rohlinge traten im Test die gleichen Probleme auf, die wir schon im Test des Asus A6VA und des Xeron Sonic Screen X70 beschrieben haben: Diverse neue DVD-Rohlinge von Markenherstellern Sony (DVD+R) und TDK (DVD-R) lassen sich nicht finalisieren und der Brennvorgang kann so nicht abgeschlossen werden. Den Transfer der 4,36 GByte umfassenden Test-DVD erledigte das TS-L532A allerdings mit guten 4.955 KByte/s, SiSoft Sandras Drive-Index konstatiert dem TS-L532 ebenfalls 4.799 KByte/s. Vom Geräuschpegel her eignet sich das TS-L532A von Toshiba-Samsung also durchaus zur musikalischen Untermalung eines romantischen Candlelight-Dinners.

Wie im kleinformatigeren Asus A6VA sorgt auch im Asus A7VC eine PCI-Express-Grafikkarte von ATI für gute Grafikleistungen. Die Mobility Radeon X700 mit 128 MByte eigenem Video-RAM lässt bei aktuellen 3D-Spielen wie Battlefield 2, B.o.S, Doom 3, Far Cry, Half Life 2

Bild: Notebookjournal.de/RT
Asus A7VC: Der Brenner ist wählerisch, was die Medienakzeptanz angeht.
oder Tom Clancy´s Splinter Cell 3 – Chaos Theory Spielspass aufkommen, der allerdings von den langwierigen Nachladeeffekten der Festplatte etwas getrübt wird. Wer die 3D-Leistung seines A7VC optimieren will, dem sei neben einer leistungsfähigeren HDD auch der Speicherausbau auf mindestens 1.024 MByte RAM ans Herz gelegt. Die X700 liefert beim 3DMark 2001 mit Treiberversion 6.14.10.4277 in der Qualitätsstufe Optimale Qualität (OQ) 10.298 Punkte, in Treibereinstellung Optimale Leistung (OL) sind es gar 17.138 Punkte. Beim 3DMark2003 brachte es die X700-Grafik bei der OQ-Einstellung auf 3.077 Punkte, in der OL-Einstellung waren es 6.433 Punkte. Der 3DMark2005 attestiert dem Asus A7VC 1.768 respektive 2.558 Punkte in der OQ- beziehungswise OL-Treibereinstellung. Beim AquaMark3 Triscore lag die Framerate der X700-Grafik zwischen 33,9 (OQ) und 47,6 fps (OL). Unterm Strich liefert die X700-Grafik genug Dampf, um die meisten Spiele flüssig und sauber spielen zu können, kann sich aber dennoch nicht mit den 3D-Boliden ausgesprochener Spiele-Notebooks messen.

Ein Pluspunkt hinsichtlich der Multimediatauglichkeit: Das Betriebsgeräusch des Multimediaboliden bleibt bei unseren

Bild: Notebookjournal.de/RT
Asus A7VC: Das schicke Notebook passt gut auf die HiHi-Anlage.
Leistungstests durchwegs auf wohnzimmertauglichem Niveau. Der Lüfter versieht seine Arbeit bei rund 22 Grad Umgebungslufttemperatur in ruhiger Atmosphäre zwar vernehmlich, das Laufgeräusch bleibt aber dabei subjektiv sehr niederfrequent und leise. Beim Videoabend im ruhigen Wohnzimmer wird man bei normaler Filmgeräuschkulisse davon aber wenig bemerken. Bei der Temperaturentwicklung stellen wir während der Tests neben der üblichen stärkeren Erwärmung am Geräteboden lediglich einen deutlich fühlbaren Anstieg der Temperatur im mittleren Bereich der Tastaturfläche fest. Als unangenehm dürfte dieser Erwärmungsgrad aber nicht empfunden werden.

Hybrid-TV-Tuner und satter Lautsprecher-Sound
Das Thema Multimedia steht beim Asus A7VC klar im Fokus. Dafür bietet das A7VC auch einen Hybrid-TV-Tuner vom Präsentations- und Multimedia-Spezialisten AVerMedia, der sowohl für das terrestrische digitale Fernsehen (DVB-T) als auch für analoge terrestrische TV-Signale und

Bild: Notebookjournal.de/RT
Asus A7VC: Eine DVB-T-Antenne mit Magnetfuß ist im Lieferumfang enthalten.
Kabelfernsehen tauglich ist. Dafür liefert Asus neben einer direkt am Antennenport des Asus A7VC anschließbaren digitalen TV- und UKW-Radio-Antenne auch einen Kabeladapter für die heimische Antennen- oder Kabelfernsehdose mit. Die komplette Steuerung der TV-Funktionalität erledigt der Anwender beim Asus A7VC mittels des mitgelieferten Asus-Programmes Asus Mobile Theater, das aber für diesen Zweck alles andere als optimal ist. Der TV-Tuner von AVerMedia unterstützt auf der DVB-T-Seite Windows XP Media Center Edition 2005 (MCE), die analogen Funktionen sind hingegen unter MCE 2005 derzeit nicht nutzbar. Auch für das recht weit verbreitete TVcentral von Sceneo fehlt (noch) die Treiberunterstützung.

Die Benutzeroberfläche von Asus Mobile Theater kann nur im Windows-Betriebssystem gestartet werden, eine Instant-On-Funktion ohne Start des kompletten Betriebssystems fehlt leider. Lediglich das Abspielen von Musik-CDs ist auch ohne Windowsoberfläche möglich. Auf den Komfort der drahtlosen Steuerung der CD-Funktionen via IR-Fernbedienung muss man im „ausgeschaltetem“ Zustand des A7VC verzichten – schade. Dafür lassen sich vom Anwender dann unter der grafischen Benutzeroberfläche im Windows-Mode nahezu alle Multimediafunktionen des Asus A7VC mit der mitgelieferten Fernbedienung erledigen. Die Schnelligkeit, mit der das geschieht, ist aber allenfalls befriedigend, denn das Mobile Theater präsentiert sich als recht zäh zu bedienende und agierende Software. Auf der drahtlosen Fernsteuerung finden sich jedenfalls 36 Tasten, deren Funktionen aber nicht erschöpfend in der ansonsten recht umfangreichen Gerätedokumentation beschrieben sind. Hier muss man herumprobieren – nicht sehr schön. Mittels eines multidirektionalen Jog-Dials kann sich der Anwender zwischen

Bild: Notebookjournal.de/RT
Asus A7VC: Die Infrarot-Fernbedienung ist nur unter Windows benutzbar.
den einzelnen Menüpunkten des Mobile Theater bewegen und zwischen den Bereichen Foto/Video, Musik und TV/Radio wählen. Als kleinen Gimmick bietet das Mobile Theater auch zwei kleine und einfach über die Fernbedienung zu steuernde Spiele.

Obwohl die TV-Tuner-Karte von AVerMedia grundsätzlich auch Composite-Signale unterstützt, kann das Asus A7VC nicht mittels der Composite-/S-Video-Ausgänge günstiger SAT-Receiver an eine vorhandene Satellitenanlage angestöpselt werden. Das A7VC bietet anders als beispielsweise das Xeron Sonic Screen X70 nur einen Antennen-Eingang für die Fernsehsignale an. Daher müsste der heimische SAT-Receiver über einen konventionellen zusätzlichen Antennen-Ausgang verfügen, dann könnte die Verbindung klappen. Anwender, die außerhalb der Ballungszentren noch auf das neue terrestrische digitalen Fernsehen (DVB-T) warten müssen, können immerhin Kabelfernsehen nutzen oder analoge Antennensignale mit dem Asus A7VC empfangen. Wer aber bereits in einem DVB-T-Empfangsgebiet arbeitet und lebt, kann schon die schöne neue digitale TV-Welt am Asus A7VC genießen – wenn auch mit Abstrichen.

Denn im Praxistest gestaltet sich der DVB-T-Empfang im seit langem versorgten Potsdam etwas problematisch. Zum einen ist die Kanalauswahl mit rund 10 empfangenen von knapp 30 gesendeten und aif anderen Empfängern abrufbaren Programmen eher mies. Zum anderen hängten sich einzelne Sender (vor allem die RTL-Gruppe) beim Umschalten im Mobile Theater immer wieder auf, nur rund 60 Prozent der Programme liefen problemlos. Da aber Stand-Alone-DVB-T-Empfänger keine solchen Probleme zeigten, liegt das Problem mit ziemlicher Sicherheit am Notebook, nicht an den Sendern. Das gleiche Problem trat ehedem schon beim Asus W1 auf, das allerdings einen FlyTV-Tuner integrierte. Die Gemeinsamkeit beider Notebooks ist also nur das Asus Mobile Theater… Da diese Software auch keinerlei Komfortfunktionen wie einen Electronic Program Guide (EPG), Teletext oder Programmvorschau bietet, an sich recht umständlich aufgebaut ist und dennoch für ambitionierte User zu wenige Einstellungen bereit stellt und eben die angesprochenen

Bild: Notebookjournal.de/RT
Asus A7VC: Die Mediatasten erlauben die Playback-Steuerung ohne Windows.
Empfangsprobleme aufwies, probierten wir noch ein paar andere TV-Programme aus. Diese Liste umfasste unter anderem Sceneos TVcentral und Vrecord, InterVideos WinDVD Recorder und Home Theater 2, Mainconcepts Personal Video Recorder, ATV2000 und Cyberlinks PowerCinema. Von all diesen Programmen kam nur PowerCinema mit der Hardware zurecht, alle anderen scheiterten an den Treibern des TV-Chips oder konnten nur auf seine Analog-TV-Funktionen zugreifen. Auch MediaPortal und J.River Media Center 11, die wir am 23.09. noch nachtesteten, können mit dem DVB-T-Anteil der Hardware nicht umgehen. Der Analog-Teil kann problemlos angesprochen werden, aber das ist ja nicht der Sinn des Ganzen.

PowerCinema empfing letztlich 23 Programme, von denen aber wie auch beim Mobile Theater einige nur massivst zerstückelt wiedergegeben wurden. Außer ein paar Ton- und Bildfetzen war hier nicht viel zu sehen. Aber immerhin: 10 versus 23 gefundene Programme – mit der gleichen Hardware, wohlgemerkt… Mit einer aktiven Antenne könnte die Senderausbeute noch etwas höher liegen. Der Anschluss einer passiven DVB-T-Antenne eines externen DVB-T-Receivers brachte in Hinblick auf die Anzahl der empfangenen Programme und der gestörten Sender allerdings keine spürbare Verbesserung.

PowerCinema bietet zudem einen EPG, Teletext und alle anderen Funktionen, die man beim Home Theater vermisst. Wer sich das Asus A7VC zulegt, sollte sich unbedingt einmal eine Probeversion dieser Software herunterladen und sie ausprobieren. Der Nachteil: Die mitgelieferte Fernbedienung funktioniert nicht auf Anhieb, hier wird man mit weiterer Software oder eventuell einer anderen Fernbedienung Abhilfe schaffen müssen.

Laut Asus sollen das A7VC 4-Wege-Sound bieten. Dies könnten wir aber nur über eine komplette Zerlegung des Notebooks verifizieren, was uns der Leihsteller sicher übel nehmen würde. Also beschränken wir uns auf ausgiebige Hörproben, denn letztlich interessiert uns hier nur das Ergebnis, aber nicht die Mittel, mit denen es erreicht wird. Während links

Bild: Notebookjournal.de/RT
Asus A7VC: Dank DVB-T ist Fernsehen generell überall möglich.
und rechts der Tastatur unter schicken Ziergittern versteckt sehr fein klingende Hochtöner arbeiten, bringen die an der vorderen Geräteunterseite angebrachten Notebooktöner den Mittel-/Tieftonbereich auf Vordermann. Die resultierende Soundqualität ist gut, nur der Tieftonbereich wird nicht abgedeckt. Bei den geringen Abmessungen eines Notebooks ist die Integration eines echten Subwoofers aber schlichtweg nicht drin. Wer absoluten HiFi-Sound will, muss so oder so auf ein externes Soundsystem ausweichen. Aber selbst bei höheren Lautstärkepegeln bleibt dem User ein Scheppern der internen Lautsprecher erspart. Die klangliche Qualität der kleinen Speaker ist für ein Notebook als durchaus überzeugend einzustufen.

Das Asus A7VC bietet als Multimedia-Allrounder unterm Strich echten Seh- und Hörspaß, der aber durch die eher mangelhafte TV-Funkionalität in der Praxis eingeschärnkt wird. Schade ist auch, dass ohne gestartetes Betriebssystem keine Nutzung der Fernsteuerung möglich ist und in diesem Modus auch keine DVDs abgespielt werden können.

Helles und brillantes 17-Zoll-Display
Als echter Multimediakünstler verfügt das Asus A7VC über ein großes, 17-zölliges LC-Display, das als Color Shine Glare-Type-Panel auch kleine Lichtreflexionen recht heftig spiegelt. Durch eine hohe Grundhelligkeit von durchschnittlich 160,5 cd/m² im Netzbetrieb wird die starke

Bild: Notebookjournal.de/RT
Asus A7VC: Das brillante 17-Zoll-Display löst 1440 x 900 Bildpunkte auf.
Neigung zu Reflexionen im subjektiven Eindruck aber etwas gemildert. Im Akkubetrieb fällt der mit unserer 9-Zonen-Leuchtdichtemessung ermittelte Leuchtwert auf 144,5 cd/m² ab, immerhin rund 11 Prozent weniger. Damit bewegt sich das Display aber in absolut vertretbarem Rahmen, denn obwohl einige Notebookbildschirme keinen Unterschied zwischen Netz- und Batteriebetrieb machen, brechen andere im Akkubetrieb auf die Hälfte des Netzwertes ein.

Mit einer Auflösung von 1.440 × 900 Bildpunkten im 16:10-Breitbildformat bietet der große 17-Zöller des Asus A7VC sowohl für Büroarbeiten als auch als TV-Bildschirm richtig viel Betrachtungskomfort. Punkten kann das Asus A7VC auch hinsichtlich der Homogenität der Helligkeitsverteilung. Für ein 17-zölliges Notebook-Panel bietet das Asus A7VC eine recht ordentliche Grundausleuchtung. Bei homogenen Bildhintergründen wirkt das LCD weit weniger fleckig als andere Notebookvertreter dieser Geräteklasse. In der objektiven Messung fällt der Helligkeitsunterschied aber

Bild: Notebookjournal.de/RT
Asus A7VC: Die im Rahmen integrierte Webcam ermöglicht Videokonferenzen.
höher als erwartet aus: Zwischen dem mit 144,3 cd/m² dunkelsten Segment im mittleren linken Messquadrat und dem mit 184,1 cd/m² hellsten Segment im Zentrum liegen immerhin rund 27,6 Prozent. Subjektiv kann man diese hohe Leuchtdichteabweichung wohl noch am ehesten bei schwarzem Bildhintergrund nachvollziehen, da hier die Hintergrundbeleuchtung besonders am unteren Bildrand deutlich durchschlägt.

Die tiefen und sehr gesättigten Farben sowie eine recht geringe Blickwinkelabhängigkeit bieten beim heimischen Videoabend am Asus A7VC ein recht kommodes Seherlebnis. Die Schaltgeschwindigkeit des LCD-Panels bietet beim begutachteten opulenten Kino-Märchen Der Herr der Ringe – Die zwei Türme als DVD-Film keinerlei Grund zur Beanstandung. Sichtbare Schlierenbildung oder deutliche Wischeffekte bei schnelleren Actionszenen können wir dem Display des Asus A7VC nicht konstatieren. Auch bei den angetesteten Spieletiteln störte am wenigsten das Display. Ganz im Gegenteil: Das großformatige LCD des A7VC machte

Bild: Notebookjournal.de/RT
Asus A7VC: Der Deckel schützt gut, Druck produziert keine Fehldarstellung.
mächtig Spaß. Bei den begutachteten Referenzfotos fällt eine kaum sichtbare Drift in Richtung gelblicher Grundtönung ab der Mitte zum rechten Rand des LCDs hin auf. Portraitfotos wirken aber überraschend neutral und zeigen einen plausiblen Hautton. Die übrigen Farben wirken aber schön gesättigt und wirken dabei ebenfalls sehr brillant.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das 17-Zoll-Display des Asus A7VC gut zu einem Multimedia-Allrounder passt. Das LCD eignet sich sowohl für Foto- und Videofreuden als auch zum Zocken aktueller Spieletitel. Der gewaltige Bildeindruck des großflächigen 17-Zöllers beeindruckt auf jeden Fall.




 


Artikel-Bewertung
Bisher haben 2 User abgestimmt
(Wert: 5) (Die Bewertung ist nur als registrierter Benutzer möglich)
Kommentare zum Artikel ( Antworten )
Zur Diskussion im Forum


Kategorie:
Multimedia-Notebooks ab 17 Zoll

Testergebnis
Multimedia-Notebooks ab 17 Zoll
Asus A7VC (A7VC-R001H)
befriedigend
Test vom 24.07.2006



PRO KONTRA

stabiles und hochwertiges Kunstoffgehäuse
hochwertige, haptisch angenehme Tastatur
Touchpad über Zusatztaste an-/abschaltbar
Zusatztasten zur Multimediasteuerung
17"-Display mit hoher Auflösung und Grundhelligkeit, satter Farbbrillanz und neutraler Farbwiedergabe
Hybrid-TV-Tuner für DVB-T und Analog-TV
4-Wege-Soundsystem mit gutem Klang
drahtlose Fernbedienung
geringe Oberflächenerwärmung
leiser Lüfter
WLAN per Schiebeschalter an-/abschaltbar
Bluetooth-Unterstützung
rund 4,05 Kilogramm schwer
Tastatur biegt sich mittig leicht durch
unübliche Anordnung der Fn-Taste
kein Eingang für Composite-Signale
DVD-Brenner recht wählerisch bei Medien
langsame Hitachi-Festplatte
stark spiegelndes Display
Fernbedienung nur unter Windows



 Artikel
 Galerie
 Datenblatt
 Testwerte


Anbieter
notebooksbilliger.de
(018 05) 999 71 31
www.notebooksbilliger.de

Anbieter-Preis
1409 €

Service Hotline
01805 / 010920 (Euro 0,14/Min)

Links zum Hersteller
Homepage
Websupport