Mehr ist mehr: Das Asus Taichi Ultrabook besitzt zwei Displays. Der Touchscreen des Windows-8-Gerätes sitzt auf der Rückseite des Displaydeckels. Klappt man das Ultrabook zu, verwandelt es sich in ein Tablet. Aber auch im geöffneten Zustand hat das zweite Display seine Berechtigung: Beispielsweise arbeitet der Benutzer am Ultrabook und lässt auf dem zweiten Display eine Präsentation für einen Zuschauer gegenüber laufen. Das innere Display muss ohne Fingerbedienung auskommen, ist dafür aber matt. Gemeinsam ist den beiden Bildschirmen, dass sie auf 11,6 Zoll eine hohe Auflösung von 1920 x 1080 Pixel darstellen. Gewicht und Abmessungen machen das Gerät zudem auf dem Papier zum idealen mobilen Begleiter. Aber was steckt sonst noch im Windows-8-Gerät und kann das Gesamtkonzept überzeugen?
Asus verbaut im Taichi zwei Bildschirme mit IPS-Technologie. Die Auflösung beträgt jeweils 1920 x 1080 Pixel. Der innere Bildschirm für den reinen Notebook-Betrieb ist matt. Das äußere, stark spiegelnde Touch-Display dient gleichzeitig als Deckel. Dass nur das äußere Display Touch-Steuerung ermöglicht, kann anfangs für Verwirrung sorgen, denn eigentlich erwartet man auch vom eigentlichen Notebook-Display, dass es die Fingerbedienung beherrscht. Für den Arbeitseinsatz ist der matte Bildschirm besser geeignet, da er keine störenden Reflexionen zeigt.
Für ein Tablet hat das äußere Display des Asus Taichi CW002H mit 234 cd/m² eine geringe Helligkeit.
Die Helligkeit beider Displays ist zufriedenstellend. Der vordere Bildschirm leuchtet mit fast 200 cd/m² für ein mattes Display ausreichend hell, der Kontrast ist mit 859:1 überdurchschnittlich. Das Touch-Display strahlt mit 234 cd/m² etwas heller. Beim Kontrast schneidet es mit 866:1 etwa gleich ab. Bei starkem Umgebungslicht reicht allerdings die Helligkeit des Touch-Displays nicht aus, um Spiegelungen zu überstrahlen. Beide Bildschirme zeigen Lichthöfe. Trotz Full HD auf 11,6 Zoll Größe kann die Qualität der Displays nur bedingt begeistern.
Ein wenig mussten wir mit der automatischen Anpassung der Displayhelligkeit kämpfen. Die automatische Regelung ist zu restriktiv eingestellt. Zudem schwankt die Helligkeit stark, selbst dann, wenn sich das Umgebungslicht nicht ändert. Ein etwas seltsamer Effekt: Im Tablet-Modus lässt sich die Bildschirmhelligkeit nicht ändern, sie übernimmt die zuletzt eingestellte Helligkeit des inneren Displays.
Die Displays des Asus Taichi CW002H bieten mit rund 860:1 einen hohen Kontrast.
Zugeklappt lässt sich das Asus Taichi als Tablet benutzen. Auf dem Touchscreen sind Fingerabdrücke sehr gut sichtbar. Bei ausgeschaltetem Display verunzieren sie den Deckel, den man häufiger reinigen wird. Asus legt dem Taichi deshalb ein Putztuch bei.
Mit einem Gewicht von 1250 g ist das Taichi für eine Tablet-Nutzung zu schwer. Trotzdem dürfte dieser Modus häufiger Anwendung finden als die eigentliche Spezialität des Taichis: die gleichzeitige Nutzung beider Displays. Entweder spiegelt man den Bildschirminhalt oder nutzt das zweite Display als erweiterten Desktop oder Präsentationsfläche. Bei einer Präsentation kann der Anwender auf dem Ultrabook beispielsweise PowerPoint bedienen, während die Folien nur auf dem äußeren Bildschirm zu sehen sind.
Das hohe Gewicht von 1250 gschränkt den Nutzen des Asus Taichi CW002H als Tablet ein.
Die Sache hat nur einen Haken: Wenn man mit einem Notebook auf einem Tisch arbeitet, stellt man üblicherweise den Bildschirm leicht schräg nach hinten. Das geht nicht, wenn andere auf dem äußeren Display noch etwas gut erkennen wollen.
Für die Umschaltung zwischen den verschiedenen Modi ist das Utility Taichi Home zuständig. Man kann es über eine eigene Taste neben der F12-Taste aufrufen. Die Taste leuchtet blau, sobald das Utility aktiviert ist. Taichi Home stellt noch einige weitere Einstellmöglichkeiten wie den privaten Modus zur Verfügung. Dieser verhindert, dass das Ultrabook beim Zuklappen des Deckels in den Tablet-Modus umschaltet.
Für Präsentationen liefert Asus ein eigenes Tool mit: Asus Screen Share. Um Bilder und Videos auf dem äußeren Display anzuzeigen, zieht der Anwender die Dateien auf die App. Damit lässt sich „on the fly“ eine Diashow einrichten.
Vielen Dank für diesen tollen Testbericht! Leider kam er für mich zu spät. Ich habe das Taichi am letzten Mittwoch bekommen und hatte genau die gleichen Probleme, wie sie geschildert werden. Extrem lauter, andauernd laufender Lüfter, heiß, hohe Prozessorlast, Schwierigkeiten bei der Umschaltung zwischen den beiden Displays. Das Notebook konnte ich sogar für...
Was ist eine Aktuelle Note?
Notebookjournal errechnet jede Nacht eine Aktuelle Note. Das ist die Note nach den derzeit gültigen Maßstäben. Sie zeigt an, ob sich ein älteres Modell noch wacker hält oder ob es bereits eine Vielzahl besserer Notebooks gibt. Letzteres ist der Fall, wenn die Aktuelle Note niedriger als die ursprüngliche Note ist.
Es geht um die Vergleichbarkeit
Mit der technischen Weiterentwicklung müssen sich Notebooks an immer höheren Maßstäben messen. Erreichten Gaming 17-Zöller Ende 2006 höchstens 5500-3DMarks06, so waren es Ende 2007 schon 9200! Ein sechs Monate altes Sehr-Gut kann also nicht mit einem Sehr-Gut von vor einer Woche verglichen werden.
Aus Gründen der Vergleichbarkeit haben wir uns auch im Vergleich (Link) für die Nutzung der aktuellen Note entschieden.
Zusammenfassung:
Asus Taichi 21 CW002H
"Aktuelle Note: befriedigend"
Die aktuelle Note des Asus Taichi 21 CW002H wurde am 21.05.2013 errechnet.