Asus’ V6V-Serie verkörpert einen hohen Anspruch, denn in den Augen der asiatischen Marketingstrategen ist dieses Notebook „The Modern Sword to Conquer the World“. Also das moderne Schwert, das die Welt erobern soll. Kleine Ziele sind das nun wirklich nicht…
Der optische Ersteindruck der V6V-Serie ist allerdings auch sehr ansprechend. Asus rühmt sich, mit dem V6V eines der flachsten
und leichtesten 15-Zoll-Fullsize-Notebooks auf dem Markt im Angebot zu haben. Das ist auch richtig, denn mit 2,55 Kilogramm Gewicht und einer Bauhöhe von minimal 3 Zentimetern kann das Gerät mit Fug und Recht als schlank bezeichnet werden. Auch der haptische Eindruck ist nicht übel: Viele Gehäuseteile sind aus leichten, kühlen Metalllegierungen gefertigt und heben sich so positiv von diversen Konkurrenzprodukten ab. Der Displaydeckel besteht aus einer Magnesium-Legierung, die komplette Handauflage dagegen aus gebürstetem und gelochtem Aluminium. Schade nur, dass Asus relativ dunkle Farbtöne gewählt hat, in denen die Metalloptik leider nicht richtig zur Geltung kommt. Der daraus resultierende etwas triste Look wird aber durch silberne Schmuckelemente aufgelockert, die wiederum die Leichtigkeit des Notebooks unterstreichen. Die Unterseite sollte man aber tunlichst in Ruhe lassen, denn hier beginnt das Plastikparadies.
Die Verwindungssteifigkeit des Gerätes ist gut, die Scharniere sind straff, aber nicht fest. Insgesamt hinterlässt das Gerät einen Eindruck hochwertiger Verarbeitung und sorgt auf jeden Fall erst einmal für neidische Blicke, da es auf eine technische Art und Weise sehr edel wirkt.
Im Eingabebereich scheiden sich dagegen schon wieder die Geister. Die Tastatur ist noch ordentlich bedienbar, wenn sie auch etwas klapperig und schwammig erscheint (siehe auch
Praxismeinungen auf der letzten Seite). Sie hat dennoch einen ganz akzeptablen Tastenanschlag und ist auch für Vielschreiber ohne die Gefahr extremer Verkrampfungen nutzbar. Immerhin entspricht die Tastenanordnung dem Standard, auf experimentelle Verschiebungen hat Asus zum Glück verzichtet.
Das Touchpad ist dagegen ein echter Schwachpunkt. Feinfühliges Navigieren ist damit praktisch nicht möglich, hier muss schon mit ordentlich Nachdruck zur Sache gegangen werden. Auch die zum Touchpad gehörigen Tasten sind schwergängig und fordern eine feste Hand. Schade, denn dadurch wird präzises Arbeiten ziemlich schnell ziemlich anstrengend. Das Pad integriert außerdem eine Scrollleiste, aber auch diese zeigt sich widerspenstig. Mal funktioniert sie, mal nicht – und wenn sie funktioniert, dann seltenst so wie erhofft. In Bezug auf die Eingabemöglichkeiten also eher enttäuschend – leider.