Der Anwender nimmt das W5600A mit rund 1,65 Kilogramm Gewicht inklusive Standardakku auch gerne einmal auf den Schoss oder vertreibt sich liegend damit die Zeit. Leider hielt das Subnotebook mit dem kleinen und leichten 3-zelligen Lithium-Ionen-Akku mit 2.400 mAh im Test gerade
Asus W5600A: Integrierter ultraflacher 2,4facher DVD-Brenner und I/O-Ports.
mal 81 Minuten durch. Doch Asus hat zum Glück auch hier für den Anwender vorgesorgt. Zwar muss die Entspannung einem kurzen Akkuwechsel zum mitgelieferten 6-zelligen Zusatzakku mit 4.800 mAh Leistung weichen, dann aber steht auch ohne Netzteil für weitere fast drei Stunden genügend Akkuleistung parat. Der Zusatzakku ragt rund 1,7 Zentimeter über die hintere Gehäusekante hinaus und erhöht das Gewicht der Notebookflunder auf rund 1,8 Kilogramm. Der Batterietest konnte dem Zusatzakku immerhin 171 Minuten herausquetschen. Bewaffnet mit Standard- und Zusatzakku konnten wir für das W5600A eine Gesamtakkulaufzeit von 252 Minuten notieren, was sich durch extensiven Einsatz der diversen Stromsparfunktionen von Asus' Power4-Gear-Softwareutility sicherlich noch beträchtlich steigern ließe. Die von Asus für das W5600A genannten bis zu acht Stunden Akkulaufzeit fernab der Steckdose erscheinen aber recht hoch gegriffen, zumindest ohne den optional erhältlichen 9-zelligen Powerakku mit der satten Leistung von 6600mAh. Mit seiner Bauhöhe von 2,7 bis etwa 3,5 Zentimetern ist das W5600A aber nicht nur was fürs Wohnzimmersofa, sondern empfiehlt sich durch seine kompakte Bauform durchaus als ein sehr portabler Reisefreund.
Liebhaber des Breitbildformats dürfen beim W5600A ein 12,1 Zoll oder 30,7 Zentimeter in der Diagonale messendes Widescreen-Display im WXGA-Format mit 1.280 × 768 Bildpunkten genießen. Asus verspricht für das TFT-Display
Asus W5600A: Breitbild-LCD mit leichten Schwächen bei der Helligkeitsverteilung.
beim W5600A hohe Helligkeitswerte und eine gute und kontrastreiche Farbdarstellung. Im Praxiseinsatz hinterlässt der Flachbildschirm aber einen etwas zwiespältigen Eindruck. Zwar produzierte das Breitbilddisplay eine gute Farbwiedergabe und hohe Helligkeitswerte, dies aber mit einer ausgeprägten Blickwinkelabhängigkeit und einer unharmonischen Helligkeitsverteilung. Das TFT spiegelt zwar nicht so extrem wie beispielsweise Bildschirme mit Sonys X-black-Technologie, aber doch deutlich mehr, als die gewohnt "matten" Monitore anderer Fabrikate. Beim Betrachten von digitalen Fotos fällt eine exakte Beurteilung des Kontrastumfangs recht schwer, da bereits kleinste Änderungen des Blickwinkels den Bildeindruck nachhaltig verändern. Zusätzlich wirken sich die doch deutlich wahrnehmbaren Helligkeitsverschiebungen zur Mitte des Bildschirms hin
Das Display des W5 spiegelt lange nicht so sehr wie Sonys X-Black-Panels.
nachteilig aus. Das Display erscheint etwas "fleckig" mit einer Verdunkelung zu den Ecken hin, was sich durch unserer 9-Zonen-Messung bestätigte. Sowohl im Netzbetrieb als auch beim Akkulauf konnten wir generelle Leuchdichten-Maxima in der vertikalen Mitte des LCDs feststellen. Im Netzbetrieb waren dies von links oben 117,9, zur oberen Mitte hin 169,1 und in der rechten oberen Ecke 115,0 cd/m². Im Akkubetrieb lagen die Werte für die linke obere Ecke bei 100,9, für das mittlere Segment bei 146,2 und für die rechte obere Ecke bei 103,9 cd/m². Interessanterweise nahmen die Leuchtdichten zu den unteren Bildschirmecken hin zu, was das Auge beim Betrachten des Bildschirms als leichten Kontrastverlust im unteren Bilddrittel wahrnimmt. Im Netzbetrieb erhielten wir für das untere linke Segment 136,8, für das mittlere 168,3 und für die rechte untere Ecke 147,2 cd/m². Nur vom Akku befeuert, ergaben sich äquivalente, um rund zehn Prozent geringere Messergebnisse. Auch das Abkippen des Displays hilft da wenig. Zwar erhält man einen prächtigen Farbkontrast, erkauft sich die prägnanten und leuchtenden Farben aber mit einem im Vergleich zum unteren Rand dunkleren oberen Bildschirmdrittel.
Leistung trotz Fliegengewicht
Asus’ flacher Sonoma-Bolide zeigt, dass sich Gewicht, Abmessungen und Leistung angesichts der rasant fortschreitenden Weiterentwicklung aller Notebookkomponenten
Das W5 hat aus Platzgründen nur einen Speicherslot mit einem DDR2-400.
nicht mehr gegenseitig auf die Füße treten müssen. Ausgestattet mit Intels 915GM-Chipsatz (Codename Alviso), einem 1,73 GHz starken Pentium M 740 mit 533er FSB und 512 MByte RAM zeigte das W5600A in den Benchmarks gute Leistungswerte. Die gebotene Performance sollte für alle auf Reisen anfallenden Notebook- und alltäglichen Officearbeiten locker ausreichen. Asus hat der Rennflunder erfreulicherweise gleich einen 512 MByte grossen DDR2-Hauptspeicher spendiert. Bauartbedingt verfügt das W5600A nur über einen Speicherslot, der durch ein 400er DDR2-Speichermodul mit 256 MByte Kapazität belegt ist. Die anderen 256 MByte befinden sich aus Platzgründen bereits fest verlötet auf der Hauptplatine. Der integrierte Hauptspeicher wird den meisten Anwendern sicherlich ausreichen, wer aber das RAM noch weiter aufrüsten will, kann dem W5A statt dem 256er auch ein 512 MByte großes Speichermodul spendieren.
Leistung bedeutet immer auch Abwärme, oder? Der Innenraum des W5600A ist sicherlich nicht üppig bemessen, denn der
Die Ingenieure von Asus haben ganze Arbeit geleistet, fast kein Lüftergeräusch!
Kleine integriert neben mächtig CPU-Power ja auch ein optisches Laufwerk. Während aber in Subnotebooks anderer Hersteller die Lüftergeräusche teilweise Triebwerkscharakter besitzen und die gebotene Geräuschkulisse dem Anwender über kurz oder lang mächtig auf den Geist geht, hat Asus das Abwärmeproblem beim W5600A souverän im Griff. Liegt es an den verbauten Gehäusematerialien, die mit zur passiven Kühlung genutzt werden, an einem strömungsoptimierten Innenleben oder einfach nur an einem intelligenten und großzügig dimensionierten Kühlkörpereinsatz? Das W5600A blieb jedenfalls während des gesamten Testzeitraums praktisch unhörbar. Nur kurz nach dem Einschalten bläst sich der Lüfter auf der rechten Gehäuseseite einmal kurz und vernehmlich die Lungenflügel aus, um dann sofort wieder zu verstummen. Auch intensive Tests konnten kein Lüftergeräusch provozieren, das im normalen Tagesgeräuschpegel zu vernehmen war oder gar aggressiv und störend auffiel. Der Geräuschpegel erinnerte eher an ein komplett lüfterloses Design, ist aber natürlich vernehmbar, wenn man nahe genug herangeht.
Auch bei der Ausstattung muss der Anwender am W5600A keine Abstriche machen. Die 60 GByte große Festplatte bietet auch für Foto- und Musikarchive ausreichend Platz. Die HDD ist in zwei sichtbare Laufwerke (C: mit etwa 33 & D: mit etwa 20 GByte) und eine kleine, versteckte Recovery-Partition für die Systemwiederherstellung unterteilt. Der integrierte 4in1-Speicherkartenleser ist für Hobbyfotografen eine feine Hilfe, da er die bei Digitalkameras gängigen Formate MultiMediaCard (MMC), SecureDigital (SD), MemoryStick (MS) und MemoryStick Pro (MS-PRO) unterstützt.
Asus' Ingenieure & Designer schaffen es sogar, noch ein vollwertiges optisches Laufwerk in das Minigehäuse hineinzubugsieren. Die Asus-Mannen schufen ausreichend Platz, um noch einen ultraflachen DVD-Brenner mit 2,4facher Brenngeschwindigkeit ins Gehäuse zu integrieren. Zwar kann
Tolle Funkmaus: Asus liefert das sinnvolle optische "Nagetier" mit.
bietet er aber sicherlich genug Speicherplatz . Da es sich aber um ein OEM-Gerät von Matsushita handelt, sind über den Hersteller keinerlei Firmwareupgrades für zukünftig auf den Markt kommende CD- und DVD-Rohlinge zu erhalten. In regelmäßigen Abständen muss die interne Mediendatenbank der optischen Brenner auf den neuesten Stand gebracht werden, damit die DVD-Laufwerke die korrekten Lese- und Brenn-Parameter für die kommenden CD- und DVD-Medien richtig handhaben können. Denn bei zahlreichen verbrannten und unbrauchbaren Medien könnte die Freude am neuen Notebook schnell verblühen, wenn man keine funktionierenden Rohlinge mehr findet. Bleibt zu hoffen, dass Asus seinen Kunden dieses lästige Übel ersparen wird und daher regelmäßige Updates für diesen DVD-Brenner anbietet. Denn wer das W5600A wirklich oft dabei haben will, möchte auf den Brenner sicherlich nicht verzichten.
WLAN ist ebenso an Bord wie Bluetooth, was besonders für ein ultraportables und so leichtes und schickes Lifestyle-Notebook wichtig ist, da es doch mit auf Tour gehen soll. Die Verbindung zu kabellosen Geräten und öffentlichen Hot-Spots gerät nach erfolgter Grundkonfiguration der Komponenten dank zusätzlichem manuellen Schieberegler zum An- und Abschalten erfreulich einfach und schnell - schön.
Fazit
Das Asus W5600A ist ein sehr leichtes und dennoch recht leistungsstarkes Subnotebook mit einer sehr guten
Asus W5600A: Das leichte Notebook war während des Tests ein treuer Begleiter.
Ausstattung. Zwei mitgelieferte Notebooktaschen und eine hochwertige Funkmaus mit ins Notebook integriertem Empfänger machen Laune. Das brillante Breitbild-Display, eine gute Gesamtakkulaufzeit dank mitgeliefertem zweiten Akku und ein hoher emotioneller Faktor, der auf einer exzellenten Verarbeitungsqualität mit edlen Gehäusematerialien basiert, rechtfertigen das gehobene Preisnivau. Außergewöhnlich niedrig bleibt die Geräuschentwicklung für ein Notebook dieser Leistungsklasse. Mit modischen und schön ausgearbeiteten Design-Highlights und einer integrierten, schwenkbaren 1,3-Megapixel-Webcam mit starkem Funfaktor hebt sich das W5600A zudem positiv vom grauen Masseneinerlei der Subnotebookklasse ab. Damit ist es das ideale Lifestylegerät für den anspruchsvollen und Stil bewussten Geschäftsreisenden. Kleine Abstriche sind allerdings beim Display in punkto Homogenität der Ausleuchtung hinzunehmen, auch an die etwas schwergängige Touchpad-Tasten-Kombination muss man sich erst gewöhnen. Zum Ausgleich liefert Asus aber immerhin eine sehr gute kabellose Maus mit, deren Empfänger im Notebook interessiert ist.
Praxiseindruck: Alena Matta (Fotodesignerin)
Das Asus W5600A hat mir optisch auf Anhieb sehr gut gefallen. Klein und schön flach mit edel wirkenden Gehäusematerialien. Die Metalloberflächen vermitteln einen soliden Eindruck, das geringe Gewicht und die kompakten Abmessungen sind auch was fürs Damengepäck. Das Breitbildformat des Displays und die Spiegelungen darin haben mich anfangs etwas irritiert, doch nach ein paar Stunden Arbeit am W5 kam ich damit gut klar. Die Leistungsfähigkeit des W5 reicht für Bildbearbeitung und digitale Retuschen locker aus und ein Betriebsgeräusch war kaum vernehmbar. Eine unangenehme Erwärmung der Tastatur konnte ich nicht feststellen, wohl aber eine deutliche Temperaturzunahme am Boden und der rechten Gehäuseseite, nachdem ich das W5 längere Zeit Bilder im Batchmodus umrechnen ließ.
Richtig Spaß macht die um 180 Grad schwenkbare Webcam des W5! Der installierte Asus-Bildschirmschoner schießt selbstständig Live-Schnappschüsse und arrangiert diese zu Viererketten á la Polaroid-Passbildautomaten, dies aber schön bunt und trashig. Die mitgelieferte Funkmaus arbeitete tadellos und würde auch bei anderen Notebooks gut zum Lieferumfang passen. Wirklich negative Punkte sind mir beim W5 nicht aufgefallen.
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