TEST
Asus Z53J
Leistungsstarkes Gamer-Notebook

Zum Anfassen: Das Handling
Wie wir es beispielsweise bei den Sony Vaio Modellen kennen, verjüngt sich das Gehäuse unter der Handballenauflage. Diese Bauform hat sich bei vielen Notebooks dieser Tage durchgesetzt. Die Entwicklungsabteilungen der Hersteller haben wohl festgestellt, dass auch die Freunde großer Notebooks nicht an einem klobigen, eckigen Gehäuse interessiert sind. Auf der Handballenauflage finden auch große Hände problemlos Platz, ohne dass Gelenke auf der vorderen Kante liegen.
Wo wir bei den Händen sind. Die Tastatur fällt angenehm auf, einerseits wegen der Größe der Tasten, andererseits wegen den abgesetzten Richtungstasten. Selbige können auch blind sehr einfach getroffen werden, auch deshalb weil die Orientierungspunkte auf den Tasten J und F nicht vergessen wurden. Der Anschlag ist fest und sehr leise. Rechts oberhalb der Tastatur spendieren uns die Asus-Entwickler fünf spezielle Tasten. In Zeiten von Windows-Vista wundert es nicht, die erste Taste ruft das Media-Center auf, die letzte den Internet Explorer. Mit Taste zwei kann der User zwischen den Energiemodi wählen, Taste drei schaltet das Touchpad aus oder ein. Besonders letzteres weiß ich zu schätzen. Oft kommt es vor, dass ich beim Schreiben das Pad berühre und der Cursor verspringt. Nun kann ich jederzeit das Touchpad „mal eben“ deaktivieren.
Ein wichtigeres Detail ist allerdings das Touchpad. Selbiges versteckt linke und rechte Maustaste unter einer einzigen breiten Taste, die links wie rechts einen sehr weichen Druckpunkt hat. Mich freut das, denn es bedeutet das Ende von lautstarken Klick-Orgien.
Die inneren Werte: Alles was wirklich zählt Die inneren Werte überzeugen. Eigenständige Grafikchips, ohne Shared-Memory, sind Standard für Grafik und Gamer-Notebooks. Die Radeon X1700 ist es noch nicht, muss aber dank der besseren Performance begrüßt werden. Der Chip werkelt mit 256 MB Grafikspeicher, bei Bedarf kann er zusätzlich bis zu 768 MB aus dem Hauptspeicher verwenden. Wir haben es also mit Hypermemory zu tun.
Die Helligkeit auf dem Bildschirm ist gleichmäßig verteilt. Mir fiel lediglich auf, dass beim Regulieren der Hintergrundbeleuchtung die letzte Stufe ruckartig heller wird. Doch daran werden sich wahrscheinlich die wenigsten Notebook-User stören.
Was den User schon eher stören wird ist die Geräuschkulisse. Die 2 Ghz Leistung von Intel Core 2 Duo (Mobile T7200 Centrino) und ATI Radeon Mobility X1700 wollen auch ordentlich gekühlt werden. Und das hört man. Selbst ohne Last, wenn man das bei Windows Vista sagen darf, ist der Lüfter merklich laut, allerdings mit gleichmäßigem Rauschen. Tritt dann die neue Vista-Oberfläche "Aero" mit einigen Fenstern auf den Plan, schaltet sich auch schon Stufe zwei des Kühlers ein. Ganz dick kommt es beim Einlesen einer DVD oder CD-ROM. Dann besteht nämlich Verwechslungsgefahr mit einem Hubschrauber, Vibration inklusive.
Die Anschlüsse hat Asus wirklich sinnvoll untergebracht. Die Rückseite bleibt, abgesehen von zwei USB 2.0 Ports, steckerfrei. Der Grund: Der Akku wird nach hinten entnommen, außerdem bläst der Lüfter seine warme Abluft zur Rückseite. Mir persönlich gefällt das sehr gut, ein Gebläse auf der Gehäuseunterseite hat schon oft zu Überhitzungen geführt. Dies kann vor allem der Fall sein, wenn das Notebook auf dem Teppich oder auf den Beinen abgestellt wird.
Das übrige Konglomerat der Ports ist heute mehr oder weniger Standard. Die Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer befinden sich an der Gehäusefront, was der User je nach Einsatz gut oder schlecht empfinden mag. Mich störte in diesem Fall, dass die Buchsen aus Plastik gefertigt sind und daher leicht brechen können. Wenn das passiert ist ein Austausch nur für den geschickten Bastler möglich, den anderen bleibt nur der Griff zu einer externen USB Soundkarte. Die Benutzung der eingebauten Lautsprecher empfiehlt sich auf Grund der relativ schlechten Wiedergabe von Tiefen und Bässen eigentlich nicht. Ambitionierte Gamer und Klang-Puristen würden bei einem Notebook ohnehin nicht auf die Idee kommen, die integrierten Lautsprecher ernsthaft zu nutzen.
Im Zeitalter der digitalen Videoausgänge danken wir es Asus, dass dem Z53J ein solcher Port neben dem üblichen analogen VGA-Anschluss spendiert wurde. Allerdings kann der Stecker weder beim DVI noch beim VGA-Port verschraubt werden.
Spielerei - Games und Windows Vista Mit Windows Vista kommt es daher, das neue Asus Z53J. Das Notebook konnte uns überzeugen, Windows Vista sorgte aber eher für Kopfschmerzen als für Freude. So mussten wir den Treiber für die ATI X1700 explizit von der ASUS Treiberpage herunterladen.
An Hand des aktuellen Shooters Infernal (Demo Version) aus der Game-Schmiede Eidos wollten wir den Grafikchip an seine Leistungsgrenze bringen. Für das Spiel empfohlen ist eine Dual-Core-CPU mit 3 GHz sowie mindestens ein ATI-9600-Grafikchip mit 1024 MB. Anti-Aliasing und Detailstufe drehten wir auf Maximum. Und siehe da: Das Spiel machte uns die Freude und lief flüssig und mit phänomenaler Grafik.
Vorinstalliertes Windows Vista ist eine 32-Bit-Version. Bei einem eingebauten 64-Bit-Prozessor verwundert das schon etwas. Andererseits spielt die 32 versus 64-Bit Frage für Gamer ohnehin kaum eine Rolle. Spiele, die 64-Bit nutzen, sind absolute Mangelware und das obwohl schon 2004 erste Game-Entwickler Vorstöße wagten. Epic Games brachte damals einen Patch heraus, mit dem Unreal-Tournament 64-Bit fähig wurde.
Kein spezielles Asus-Feature, aber eine gefällige Spielerei, ist Vista Flip-3-D. Besonders die Freunde des 25-Fenster-Multitasking-Arbeitens werden Freude daran haben. Die geöffneten Fenster werden in einer verkleinerten Ansicht räumlich auf dem Desktop abgebildet. Per Scrollrad oder Pfeiltasten kann dann durch alle 25 Fenster durchgegangen werden. Alt + Tab, das prophezeie ich, wird dadurch schnell in Vergessenheit geraten. Dieser Komfort hat natürlich einen Preis und der heißt Verlust von Grafikpower für andere Anwendungen.
Fazit: Spitzen-Leistung Gaming-Freunde Als Mitglied der Spieler-Gemeinde, dem Performance wichtiger ist als Mobilität, sollte man das Asus Z53J in die nähere Auswahl nehmen. Kaum ein anderes Notebook in dieser Preisklasse bietet derzeit soviel Leistung.
Die Nachteile fallen dem passionierten Gamer wahrscheinlich gar nicht auf. Gezockt wird sowieso drinnen, der Sound übertönt den Lüfter und am Display hat keiner zu wackeln. Auch Mutti beim Putzen nicht.
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Kommentare zum Artikel
( 2 Antworten )
Zur Diskussion im Forum
AW: Leistungsstarkes Gamer-Notebook
von
malcolm
am Do, 15.02.2007 20:15 Uhr
Hallo zusammen!
Ich möchte hier nochmal ein paar Infos/Erfahrungen zu diesem Notebook abgeben:
Dieses neue Asus Z53JP-AP052C ist praktisch baugleich zum Asus F3JP-AP029M, das schon seit einigen Wochen angeboten wird. Das Z53JP hat allerdings KEIN Bluetooth, ein etwas anderes Design und wird halt mit Vista statt mit XP ausgeliefert.
1.)
Sowohl das F3JP alsauch...
AW: Leistungsstarkes Gamer-Notebook
Hallo,
mich verwundert etwas das DVD-Laufwerk von Hitachi. Kann das DVDs wirklich nur mit 3fach lesen und schreiben? Das ist doch dann arg veraltet oder ist das im Notebookbereich normal? Und Infrarot und Bluetooth hat es leider auch nicht. Das haben ja selbst die Aldi Notebooks.
Ansonsten ein schickes Notebook. Wie ich sehe gibs das aber im Moment nur...
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