Zur Startseite
HomeTestsSubnotebooks > Averatec AV1050 (AV1050-GU1)
TEST Averatec AV1050 (AV1050-GU1)
Ultraportable-Notebook für den kleinen Geldbeutel
von Ronald Tiefenthäler am Fr, 14.10.2005



Unser Fazit:

Bild: Notebookjournal.de/RT
Averatec AV1050: Wohl die derzeit preiswerteste Versuchung zum Subnotebook.
Leicht, günstig, funktionell, schick. Für derzeit rund 1.500 Euro stellt das Averatec AV1050 die wohl smarteste Versuchung zum Einstieg in die Klasse der ultrakompakten Subnotebooks dar. Dank seiner geringen Abmessungen und seinem Federgewicht von nur 1,55 Kilogramm prädestiniert sich das Averatec AV1050 als preiswerter und idealer ständiger Reisebegleiter.

Das blütenreine weiße Chassis des Averatec AV1050 erinnert an Apples iBook, die Gehäusematerialien vermitteln einen stabilen, hochwertigen Eindruck. Die hellen Lackierungen und die Oberflächenmaterialien aus Kunststoff dürften aber im Praxiseinsatz nach viel Pflege verlangen. Für ein so kleines Gerät bietet das Averatec AV1050 eine durchaus passable Gesamtleistung, Office- und einfachere Multimedia-Programme meistert der mobile Notebookzwerg mühelos.

Ein echtes Highlight: Das hochwertige 10,6-zöllige WXGA-Display mit AveraBrite-Technologie des AV1050 spiegelt nicht und setzt sich mit einer für diese Geräteklasse extrem hohen Grundhelligkeit von über 173 cd/m² bei der Monitorbewertung mit deutlichem Abstand zur Klassenkonkurrenz an die Spitze. Das LCD bietet für Panels

Bild: Notebookjournal.de/RT
Averatec AV1050: Alles dran für den mobilen Reisespass mit dem Ultrakompakten.
der „konventionellen“, nicht spiegelnden Bauart eine exzellente Farbbrillanz und überzeugt dabei mit neutraler Farbwidergabe. Massenspeicher satt bietet der Notebook-Mini dank 80-GByte-Festplatte und optischem Combo-Laufwerk ebenfalls, die Schnittstellenausstattung ist für ein Subnotebook ebenfalls akzeptabel.

Abstriche sind bei der recht deftigen Temperaturentwicklung im Bereich der rechten Handballenauflage und der Geräteunterseite, sowie bei der Erweiterbarkeit hinsichtlich Arbeitsspeicher und Festplatte hinzunehmen. Unterm Strich: Ein vollwertiges, schickes und smartes Subnotebook zum attraktiven Preis.

Ultrakompakte Abmessungen und schickes Gehäusedesign
Wir mussten schon zwei Mal hinblicken, um den zierlich wirkenden, kleinen Karton des Averatec AV1050 zwischen den

Bild: Notebookjournal.de/RT
Averatec AV1050: Was ist drin im Mini-Karton?
voluminösen Umverpackungen der großen Desktop-Replacement-Notebooks nicht zu übersehen. Am Plastikgriff des Averatec-Kartons hängen nur rund 1,90 Kilogramm Notebook samt komplettem Zubehör. Beim Auspacken fällt sofort die Farbe des Netzteils und der Stromverbindungskabels ins Auge, ein ungewöhnliches Weiß. Neben dem Winzling selbst findet sich im Karton des Averatec AV1050 neben der Garantiebeschreibung und einer Schnellstartanweisung noch ein 3er Set CDs zur Systemwiederherstellung, Averatecs Notebook Suite 2005 und ein Modemkabel – das war es.

Das Averatec AV1050 ist mit Abmessungen von 26,6 x 3,2 bis 3,8 x 20,3 Zentimetern (BxHxT) sehr kompakt geraten, kommt aber hinsichtlich des Gehäusevolumens nicht an die noch flacheren Subnotebooks Samsung Q30 Jamie und

Bild: Notebookjournal.de/RT
Averatec AV1050: Dank kompakten Abmessungen ein waschechter Ultraportable.
Sony Vaio VGN-T2XP/S heran. Mit einem Lebendgewicht von rund 1,55 Kilogramm platziert sich das Averatec AV1050 im Mittelfeld der Subnotebook-Klasse. Trotzdem ist das AV1050 zweifelsfrei ein echter Ultraportable und passt wohl in nahezu jede Damenhandtasche, die ihren Namen verdient.

Eine silberfarbene Kunststoffeinlage mit dekorativem Averatec-Schriftzug ziert den in dunklem metallicfarbenen Burgunderrot gehaltenen Displaydeckel am oberen Rand. Die Materialanmutung der Deckel-Oberfläche ist zwar gut, aber leider genügt bereits ein leichter Druck auf den rund 8 Millimeter dünnen Displaydeckel, um auf der Panelseite sichtbare Bildstörungen auf dem LCD zu erzeugen. Der Besitzer sollte also etwas Vorsicht beim Transport im Handgepäck walten lassen. Das Öffnen des Averatec AV1050 kann dank Verzichts auf eine Deckelverriegelung zwar

Bild: Notebookjournal.de/RT
Averatec AV1050: Das Display wackelt keinen Millimeter - bombenfest.
praktisch mit einer Hand erledigt werden, die Geräteunterschale wird dabei aber fast immer mit angehoben, da die selbst schließenden Scharniere recht straff ausgelegt sind. Dafür wird das Display bis zum maximalen Neigungsendwinkel von etwa 135 Grad in jeder Displaystellung bombenfest gehalten – da federt nichts nach. Mit der Farbgebung des LCD-Innenrahmens, der Geräteoberschale und der Tastatur wandelt Averatec ganz auf den Spuren von Apples iBook: Eine schneeweiße, schnörkellose und smarte Erscheinung. Allerdings dürfte das Averatec AV1050 im täglichen Gebrauch bei lascher Pflege oder bei häufiger Nutzung in Nikotin verpesteter oder staubiger Umgebung wohl nicht lange so strahlend weiß bleiben und rasch verschmutzen.

Die weiße und recht stabil wirkende Tastatur des Averatec AV1050 fällt zwar etwas kleiner aus als beispielsweise beim Lenovo/IBM Thinkpad X41, dafür ermöglichen die 83 Tasten aber ein komfortables Tippen und bieten eine angenehme Haptik. Hat man sich erst einmal an die etwas beengteren Tastaturverhältnisse gewöhnt, dann gelingen auch längere Texte dank dem klassischen Tastaturlayout ohne viele Tippfehler. Die Tastatur des Averatec AV1050 hinterlässt also bei den Testredakteuren einen durchwegs positiven, hochqualitativen Eindruck, da

Bild: Notebookjournal.de/RT
Averatec AV1050: Toller Tippkomfort bei etwas beengten Tastaturverhältnissen.
könnte sich sogar das eine oder andere ausgewachsene Full-Size-Notebook eine Scheibe abschneiden. Allerdings sucht man beim Averatec AV1050 vergebens nützliche Zusatztasten zur Lautstärke- und Mediensteuerung. Nur die links oben vor dem LCD sitzende Schnellstarttaste für den Windows Media Player bietet eine gewisse, über die Tastatur-Hotkeys hinausgehende Funktionalität an. Das von den Abmessungen her klassenübliche Mini-Touchpad besitzt eine lediglich optisch nett markierte vertikale und horizontale Scrollleiste, der Mauszeiger lässt sich damit auch präzise navigieren. Die beiden Pad-Tasten trüben mit einem etwas schwammigen Druckpunkt inklusive lautem Klickgeräusch etwas das ansonsten durchwegs positive Bild bei den Eingabegeräten.

Zusammenfassend: Nicht nur optisch liefert das Averatec AV1050 eine gelungene Vorstellung in Hinblick auf Gehäuse und Eingabegeräte ab.

Genügend Dampf für klassische Officearbeiten

Bild: Notebookjournal.de/RT
Averatec AV1050: Schade - keinerlei Wartungsöffnungen zum Aufrüsten.
Unter der weißen Haube des Averatec AV1050 arbeitet mit dem 855GME-Chipsatz (Codename Montara) noch Intels Centrino-Architektur der ersten Generation. Ein besonders sparsamer und 1,1 GHz schneller Intel Pentium M Ultra Low Voltage 733 (ULV, Dothan) lässt das Averatec AV1050 natürlich nicht zum Leistungsmonster mutieren. Mit einer extrem niedrigen thermischen Verlustleistung von mageren 5,5 Watt wird die wertvolle Akkuladung nur auf Sparflamme verbraten und die Thermik im Gehäuse positiv beeinflusst. Das Ergebnis der ULV-CPU kann sich trotz knapper Akkuleistung von gerade einmal 44,4 Watt (4 Ah) sehen lassen: Im Batterietest hält das Averatec AV1050 ohne Steckdose immerhin rund 3 Stunden durch. Auch bei der Leistungsentfaltung muss sich das AV1050 bei klassischen Officeprogrammen nicht verstecken, der Averatec-Zwerg meistert alle Büroaufgaben souverän. Mit einem für Subnotebooks derzeit noch großzügig bemessenen Hauptspeicher von 512 MByte ab Werk lässt das Averatec AV1050 das Fehlen jeglicher Wartungsöffnung für den Zugang zu den RAM-Slots und zur HDD etwas verschmerzen. Laut Averatec soll das AV1050 über zwei bereits belegte

Bild: Notebookjournal.de/RT
Averatec AV1050: Mit 44,4 Watt Akkuleistung ist man rund 3 Stunden mobil.
Speicherbänke (2x 256-MByte-Speicher) verfügen. Ein RAM-Upgrade und ein Tausch der Festplatte würden aber einen Verlust des Garantieanspruchs nach sich ziehen, Aufrüstwillige sollten eine Umrüstung des Averatec AV1050 daher nur vom Hersteller-Support durchführen lassen, wenn man Wert auf seine Garantie legt.

Mit einer Festplattenkapazität von satten 80 GByte und einem optischen Combo-Laufwerk bietet das Averatec AV1050 als ultraportables Notebooks mehr als genug Massenspeicher. Die in unserem Testgerät direkt unter der rechten Handballenauflage integrierte Toshiba-Festplatte MK-8025GAS bietet im Zusammenspiel mit dem Chassis des Averatec AV1050 aber durchaus Anlass zur Kritik. Bereits bei normaler Festplattenaktivität erwärmt sich die rechte Handballenauflage bei einer Umgebungslufttemperatur von 20 Grad und laufendem Futuremark PCMark04 auf via berührungsloser Infrarotabtastung gemessene 45 Grad. Die Geräteunterseite wird im Bereich rund um die Lüfteröffnung

Bild: Notebookjournal.de/RT
Averatec AV1050: Der Notebookknirps wurde beim PCMark04 richtig warm.
mit fast 50 Grad noch etwas wärmer – schlechte Zeiten für das bequeme Abstellen auf dem Schoß. Zudem verrichtet die MK-8025GAS deutlich hörbar ihren Dienst. Die Festplattenzugriffe beim Start von Programmen und Kopieren von Daten sind auch beim üblichen Tagesgeräuschpegel im Büro vernehmbar, was auf Dauer etwas störend ist. Bei unseren Leistungstest präsentiert die Toshiba MK-8025GAS im Averatec AV1050 beim Datendurchsatz-Benchmark von Sisoft's Sandra einen Wert von 17.802 KByte/s. Dieser Wert erscheint uns gelinde gesagt als utopisch und fernab jeglicher Realität. Beim praxisnahen Kopieren unseres Testdatenmixes erreicht die MK-8025GAS gerade einmal 4,3 MByte/s, was mit dem SiSoft-Wert in keiner Weise korreliert. Auch subjektiv dauert es beim Programmstart der üblichen Office- und Fotoprogramme etwas länger, bis die Applikationen von der HDD geladen sind.

Bild: Notebookjournal.de/RT
Averatec AV1050: Trotz kompakter Bauform ist ein optisches Combo-Laufwerk drin.
Echte Wartezeiten beim Laden großer Dateien waren im Test aber nicht zu verzeichnen. Klasse: Das Averatec AV1050 integriert trotz der geringen Abmessungen ein optisches Combo-Laufwerk, das von Quanta Storage Inc. (QSI) stammt und die Modellbezeichnung QSI UBW-241 trägt. Damit kann der Anwender DVDs mit bis zu 8facher Geschwindigkeit lesen und CD-Rohlinge mit bis zu 24facher Geschwindigkeit beschreiben. Da es sich um ein OEM-Laufwerk (OEM = Original Equipment Manufacturer) handelt, zeichnet sich Averatec selbst für notwendige Firmwareupgrades des Combo-Laufwerks verantwortlich, um auch in Zukunft eine vernünftige Medienkompatibilität sicherzustellen.

Für ein Subnotebook spielt die 3D-Grafikleistung derzeit noch eine eher untergeordnete Rolle. Wichtiger für das Vergnügen mit den mobilen Reisebegleitern ist ein sparsamer

Bild: Notebookjournal.de/RT
Averatec AV1050: Der Lüfter bläst Richtung Maushand, schaltet aber selten zu.
Umgang mit dem kostbaren Akkusaft. Zeigen sich aktuelle 3D-Hochleistungschips erfahrungsgemäß als Stromfresser erster Güte, punktet der im Chipsatz integrierte Grafikkern Intel Extreme Graphics 2 diesbezüglich durch Genügsamkeit. Natürlich taugt diese Onboard-Grafik, die zudem ihren Speicherbedarf aus dem RAM deckt, nicht zum Spielen moderner und aktueller 3D-Spiele. Ältere Spiele, die noch keinen Gebrauch von Pixel- und Vertex-Shadern zur höherwertigen 3D-Darstellung machen, können aber halbwegs flüssig auf dem Winzling gespielt werden. Spiele, die wesentlich jünger als drei oder vier Jahre sind, sollte man aber lieber gleich vergessen. Beim intensiven Gebrauch der Grafikleistung schaltet sich zudem der ungünstig nach rechts Richtung Maushand ausblasende Lüfter des Averatec AV1050 ein. Zwar bleibt die Geräuschentwicklung des sehr niederfrequent laufenden Miniflüglers stets angenehm leise, einem komplett lüfterlosem Design wäre aber natürlich dennoch der Vorzug zu geben.




 


Artikel-Bewertung
Noch keine Bewertung vorhanden
(Die Bewertung ist nur als registrierter Benutzer möglich)
Kommentare zum Artikel ( Antworten )
Zur Diskussion im Forum


Kategorie:
Subnotebooks

Testergebnis
Subnotebooks
Averatec AV1050 (AV1050-GU1)
befriedigend
Test vom 24.06.2006



PRO KONTRA

attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis
geringes Gewicht
kompakte Abmessungen
ordentliche Gesamtleistung
stabile und angenehme Tastatur
sehr hohe Grundhelligkeit des LCDs
sehr brillantes und farbkontraststarkes Bild
Display spiegelt nicht
WLAN über Zusatzschalter an- und abschaltbar
starke Erwärmung
laute Festplatte
ungenügende Medienunterstützung des DVD-Brenners



 Artikel
 Galerie
 Datenblatt
 Testwerte


Anbieter
Marktpreis


Anbieter-Preis
ab 1499 €

Service Hotline
01805 / 517242 (Euro 0,14/Min)

Links zum Hersteller
Homepage
Websupport