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TEST BenQ Joybook R55G05
Der Name ist Programm
von Tobias Lischka am Mi, 30.08.2006



Ordentliche Leistung, viele Anschlüsse, gutes Display
Viel drin und dran


Bild: notebookjournal.de / TL
Linke Seite des Benq- Joybooks R55 - Die Anschlüsse sind sinnvoll verteilt
Das Joybook verfügt über einen Intel™ Duo Core Prozessor mit 1.66 GHz, einen NVIDIA GeForce Go 7400 Grafikchipsatz mit 128 MB VRAM und Turbo-Cache-Technologie sowie einen achtfach Double-Layer DVD-Brenner. Weiterhin 1GB Arbeitsspeicher und eine 100GB Hitachi-Festplatte. Das R55 beherrscht WLAN nach 802.11a/b/g und ist zusätzlich mit Bluetooth ausgestattet, was uns sehr gefallen hat. So kann man ohne störenden USB-Bluetooth-Stick sein Handy synchronisieren oder Bluetooth-Peripherie anschließen.


Bild: notebookjournal.de / TL
Gut zu erkennen, die Audiobuchsen und der Firewire-Anschluss
Die blauen LED gefallen dem Auge, auch die Anordnung der verschiedenen Anschlüsse ist sinnvoll. Vorne finden wir einen Firewire-Anschluss sowie Kopfhörer-, Audio-In- und Mikrofonbuchse. Auf der linken Seite liegen der Netzanschluss, zwei USB-Ports, S-Video-Ausgang, VGA-Anschluss, LAN-Port und der Anschluss für den Schnittstellen-Replikator. Dabei handelt es sich um optionales Zubehör, eine Anschlussleiste mit USB-Ports, parallelem Druckeranschluss, einem Netzwerkanschluss, einer seriellen Schnittstelle und einem weiteren VGA-Anschluss. Da fragt man sich nur, was soll man mit einem zweiten VGA-Anschluss, wie wäre es mal mit DVI gewesen? Den findet man nämlich auch nicht hinten (gar keine Anschlüsse) oder auf der rechten Seite. Dafür aber einen 4-in-1 Speicherkartensteckplatz (Memory Stick, Memory Stick Pro, SD- oder MMC-Speicherkarte), einen PCI-Express-Steckplatz, zwei weitere USB-Ports, das optische Laufwerk, Modemanschluss und eine Auslassung für eine Antidiebstahlsperre.

Ordentliche Leistung

Rein subjektiv gefällt die Geschwindigkeit des Notebooks sehr. Auch bei mehreren Anwendungen reagiert Windows dank der Kraft der zwei Kerne schnell und verzögerungsfrei. Programme starten prompt und das Arbeiten macht auf der flotten Kiste Spaß. Nur wenn im Hintergrund Anwendungen laufen, die weniger mit reinem Rechnen, sondern mit dem Durchforsten von Dateien zu tun haben, merkt man eine Verzögerung, beispielsweise bei einem Virencheck oder wenn AdAware läuft. Aber gut, irgendwann kommt halt auch die schnellste Platte oder der Datentransfer nicht hinterher. Das ist also kein Manko des Rechners oder der (schnellen) Platte, sondern einfach der BUS-Architektur.

Was die nackten Zahlen angeht, braucht sich das R55 nicht zu verstecken. Der leistungsstärkste Rechner bei unseren Multimadia-Notebooks bis 15,4 Zoll (LG M1-JDGAG mit Core Duo T2600 & Geforce Go 7400 ) erreicht beim SiSoft Sandra CPU-A Dhrystone 16.682 MIPS und beim 3DMark 2003 v3.6.0 4.397 Punkte, das Joybook mit schwächerem Prozessor immerhin 11.315 MIPS und 3.998 Punkte beim 3Dmark. Das HP Pavilion dv2029ea mit Dualkern AMD Turion 64 X2 (1,6 GHz) ist marginal schneller mit 11.618 MIPS, das Averatec 2460 mit gleichem Prozessor rechnet fast gleich schnell mit 11.345 MIPS. Beide Rechner haben beim 3Dmark allerdings keine Chance, da sie nur integrierte Grafikbeschleuniger haben (Werte: HP Pavilion dv2029ea: 1.152 Averatec: 1.298). Das heißt leider nicht , dass Sie jetzt die neuesten Shooter mit voller Auflösung spielen können. Dazu reicht die Grafikpower nicht. Der Geforce Go 7400 ist bestenfalls Mittelkklasse – für ältere oder nicht so anspruchsvolle Spiele reicht es aber allemal.

Schnelle Platte und gutes Display

Die Hitachi-Platte mit 5.400 Umdrehungen ist schnell dabei, laut SiSoft Sandra erreicht sie einen beachtlichen Transferwert von 36,8 MB/sek. Dabei ist sie schön leise und für ein Notebook mit 100GB auch großzügig bemessen.
Das WLAN-Modul arbeitet einwandfrei und stellt bei unserem Test-Netzwerk eine "ausgezeichnete" Verbindung her, der Datendurchsatz war teilweise höher als über das LAN-Kabel. Die Verbindung war stets stabil, außerdem gefällt uns der hardwareseitige WLAN-Schalter.


Bild: BENQ Deutschland GmbH
Das Display des Joybooks gefällt uns gut, kräftige Farben & sehr hell
Das 15,4" WXGA "Glare" TFT bringt 1280x800 Pixel zum Leuchten und besticht durch tolle Kontraste, gute Ausleuchtung auch an den Kanten und seine Helligkeit. Man hat 10 Helligkeitseinstellungen zur Verfügung wobei uns die 5. Stufe völlig ausreicht. Wenn man nicht im richtigen Winkel auf das Display guckt, verschlechtert sich das Bild – wie bei allen TFTs - merklich, unsere Eindruck war allerdings, dass das R55 sich da im normalen Rahmen bewegt. Wie bei Glare-TFTs so üblich spiegelt das Display merklich, es ist jedoch so hell, dass uns das im normalen Betrieb nicht einmal aufgefallen ist.

Kühler Leisetreter, solide Ausstattung, schwacher Akku

Bild: notebookjournal.de / TL
Das Zubehör - Anleitung, Broschüren, Recovery-CDs
Neben dem Stromkabel liegt dem Notebook übliches Zubehör bei, ein dünnes Handbuch, eine Windows-Broschüre, ein Mailboxgutschein von Skype und drei Recovery-CDs. Die Anleitung für die vorinstallierte Software findet sich im PDF-Format auf einer weiteren CD, die fünfte CD enthält die Antivirensoftware PC-Cillin. Genauso wenig wie der Name, überzeugt uns das Programm: Trotzdem man offenbar eine Vollversion mit einem Jahr Gültigkeit erstanden hat – und trotz Registrierung auf der Seite – nervt das Programm bei jedem Start mit einem Werbefenster und der Aufforderung, sich zu registrieren. Dann lieber unaufdringliche Freeware.

Das Softwarepaket des Joybooks R55 ist in Ordnung. Das BenQ QMedia 2 Tool bietet Programme wie QMusic, Power DVD, Photo Explorer, Nero Express, Power Director Pro, oben erwähntes PC-Cillin und Power Director. Des Weiteren ist eine Software für Skype 2.0 vorinstalliert und natürlich Windows XP Home Edition (nur Recovery). Die QMedia Bar ist auch installiert, allerdings in unseren Augen überflüssig wie ein Kropf, man kann damit lediglich einige andere Programme über ein kleines Flash-Tool auf dem Desktop ansteuern, darunter Mail, den Browser oder das Musikprogramm. Generell sollte der geneigte Nutzer nach der Ersteinrichtung mal schauen, was man an speicherresistenten Programmen wieder vom System haut.

Der kühle Leisetreter


Bild: notebookjournal.de / TL
Lüftungsschlitze mit Kupfer-Wärmeleitern und das verschraubte Scharnier
Im laufenden Betrieb ist das R55 wunderbar leise, man hört es eigentlich gar nicht. Ab und zu springt der Lüfter an, je nach Auslastung alle fünf bis 15 Minuten, aber selbst der Lüfterlauf ist nicht störend. Ein Kollege meinte spaßend, das Notebook sei mit aktivem Lüfter leiser als seins ohne. Die Abluft wird über zwei Belüftungsschlitze (links und hinten) ausgestoßen, ein kleiner Lüfter unten am Notebook zieht dazu Raumluft ins Gerät. Hochwertige Kupferelemente sorgen für effektive Hitzeableitung – das System funktioniert. Selbst bei Dauerbetrieb über mehrere Stunden oder bei Multimedia-Anwendungen bleibt das Notebook angenehm kühl. Die Oberseite erwärmt sich nur links und das nur marginal. Die Unterseite erwärmt sich auch nur links, man kann das Notebook aber bequem auf den Schoß setzen, ohne dass die Beine anbraten.

Home hui, mobil pfui?


Bild: BENQ Deutschland GmbH
Sieht gut aus, aber bleiben Sie in der Nähe von Steckdosen
BenQ selbst spricht von seinem Joybook als "flexible Workstation". Workstations sind bekanntermaßen sehr leistungsfähige Desktoprechner, allerdings halt mehr auf dem Desktop geparkt als mobil unterwegs. Und das zeigt sich auch bei der Akkuleistung. Die dedizierte Grafikkarte, der Dual-Core Prozessor und das helle Display müssen halt von irgendwas leben. So ist bei unseren Tests auch nach zwei Stunden Officearbeit Schluss mit lustig. Woher Benq seine 3,5 Stunden herhat möchten wir gerne mal wissen. Vielleicht wurde ein R55 in eine Kältekammer gesteckt, das Display auf niedrigsten Helligkeitsstufe gestellt und dann nur der Bildschirmschoner laufen gelassen?

Unser Fazit
Kleine Schwächen, aber empfehlenswerter Multimedia-Allrounder


Bild: BENQ Deutschland GmbH
Für Heimanwender empfehlenswert, für Hardcoregamer nicht
Das Joybook macht in der Tat Spaß und sieht verdammt gut aus. Die Verarbeitung ist sehr gut, das Notebook wird nicht unangenehm heiß und der flüsterleise Betrieb stört nicht beim Arbeiten. Das Glare-Type-Display gefällt und bietet die typischen Vor- und Nachteile: Sehr brillant, tolle Kontraste, dafür spiegelt es halt mehr, als normale Displays. Was uns weniger gut gefallen hat, waren Touchpad und Touchpadtasten, die sind zwar brauchbar, aber durchaus verbesserungswürdig. Außerdem sind die integrierten Boxen sehr leise und klingen nicht gut – da sollte man sich dringend Kopfhörer oder externe Krachmacher besorgen.

Wer im Internet surfen, Officeanwendungen benutzen, Filme gucken und Musik hören möchte, ab und an vielleicht mal ein Spiel zocken möchte und das Notebook größtenteils als Desktopersatz benutzt, ist hier gut beraten. Hardcoregamer müssen tiefer in die Tasche greifen, sie brauchen mehr Grafikpower. Wer viel unterwegs ist, sollte sich nicht zu weit von einer Steckdose entfernen: Dual Core und dedizierte Grafikkarte machen sich bemerkbar.

Erfreulich ist auch, dass das Notebook genug Power unter der Haube hat, um auch in den kommenden Jahren locker mithalten zu können. Es ist fit für das nächste Betriebssystem von Microsoft (Windows Vista) und damit auch längerfristig eine gute Investition. Auch dank der 24 Monate Garantie mit Pick-Up & Return-Service. Man bekommt für knapp 1.030 Euro also jede Menge Computer geboten und da sich das Notebook keine größeren Schwächen leistet, ist es für den ambitionierten Multimedia-Heimanwender uneingeschränkt zu empfehlen.




 


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Kommentare zum Artikel ( 1 Antwort )
Zur Diskussion im Forum

AW: Der Name ist Programm
von kathi am So, 22.10.2006 14:25 Uhr

Hallo, ich hätte eine Frage: Hat jemand von euch das BenQ
Joybook A 51? Wie seid ihr mit diesem Notebook zufrieden? Ist
der Lüfter auch leise, wie biem Joybook R 55 G05? Hat das
notebook so alle nötigen Anschlüsse, die man so braucht "für
die kommenden Technologien" - Fernsehen mit Notebook
etc.? Danke für die Auskunft Liebe Grüße Katharina

Kategorie:
Angetestet



PRO KONTRA

Schnelle, gute Komponenten
Brillantes, helles Display
Gute Verarbeitung
Leise und kühl
Kein DVI-Anschluss
Touchpad & Touchpadtasten
Akkulaufzeit
Lautsprecher klingen blechern und sind leise



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Voraussichtliches Erscheinungsdatum
25.04.2006