Asus fährt bereits am Vortag der Cebit sein komplettes Tablet Portfolio auf. Wir starten in Halle 17 mit dem Eee Pad Slider. Wie von einigen Smartphones bekannt, kann die Rückseite des Tablet PCs zu einer vollwertigen QWERTZ-Tastatur ausgefahren werden. Das sieht nett aus und nach den ersten Einweisungen in den Öffnungsmechanismus konnte ich das Gerät bereits im Schlaf verwandeln. Das Eee Pad Slider stand dabei etwas wackelig auf den Füßen, da das 10,1-Zoll Display nur mit Hilfe von zwei kleinen Gummifüßen in der ausgefahrenen Position gehalten wird.
Die Idee an sich finde ich garnicht schlecht. Habe ich genug von der virtuellen Tastatur, oder muss auf Rechtschreibung achten, dann schiebe ich das Gerät einfach auf und verwende das mechanische Keyboard. Doch funktioniert das Konzept so gut wie es klingt?
Die ausziehbare Tastatur, die gleichzeitig auch als Unterseite agiert, ist für meinen Geschmack zu schlecht verarbeitet. Schnell treten Knarzgeräusche und Verwindungen auf. Die Wertigkeit wird dadurch gemindert. Ansonsten zeigen die Tasten einen sehr weichen Druckpunkt, dafür aber einen kurzen Tastenhub. Ich denke ihr könnt diese Eingabemethode getrost wählen, längere Schreibarbeiten würde ich darauf jedoch nicht starten.
In wie fern das Eee Pad Slider auf der Cebit in einem finalen Zustand gezeigt wird, erfahren wir morgen in einem Interview-Termin. Schon oft kam es vor, dass die Hersteller erste sogenannte Pre-Samples zeigen, die vor der Serienproduktion noch stark verändert werden.
Hardware und Android Betriebssystem arbeiten bereits jetzt gut miteinander. Leider wurden uns nur Geräte mit einer Android Gingerbread Version gezeigt, da Honeycomb (3.0) nicht schnell genug auf die Geräte portiert werden konnte. Laut Asus wird das Slider zum Release mit einer funktionierenden Honeycomb Version ausgeliefert. Der mechanische Home-Button am Gerät wäre damit überflüssig, da er zum einen beim Ausstellungsstück nicht funktionierte und zum anderen Android Honeycomb diesen als digitales Symbol in der Taskleiste anzeigt.
Eingaben nimmt das Asus Eee Pad Slider wunderbar an – kein Ruckeln, kein Stocken. Genau so wünsche ich mir ein Tablet in Sachen Geschwindigkeit. Gleiches gilt für die schnell durchblätterten Video- und Bildergalerie und die YouTube Applikation. Optimierungen wünsche ich mir bei der virtuellen Tastatur im Landscape Modus – diese ist deutlich überdimensioniert und selbst für große Finger zu wuchtig. Da könnten noch einige Sonderzeichen untergebracht werden, um die riesigen Abstände zwischen den Tasten zu verkleinern.
Der Ersteindruck ist positiv. Eventuell dreht Asus ja noch ein bisschen an der Verarbeitungs-Schraube und optimiert das Betriebssystem mit dem kommenden Honeycomb Update. Wer sich nicht über eine extrem glänzende Oberfläche und darauf haftende Fingerabdrücke ärgert, der sollte sich das Asus Eee Pad Slider zum Launch einmal genauer ansehen. Eine nette Idee, die bereits im Smartphone-Bereich gut angenommen wurde. Die Tastatur in aktueller Form ist jedoch nicht für lange Schreibarbeiten ausgelegt.
Die Hektik vor dem ersten Messe-Tag haben Preis- und Releaseangaben leider unter den Tisch fallen lassen. Morgen reichen wir diese Infos jedoch nach – ein weiterer Termin mit Asus ist nämlich schon arrangiert.
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